Management

Interview mit Dr. Bernd Huber zu Veränderungsbereitschaft und Mitarbeitermotivation im Unternehmen

Im Vorfeld des am 04.08.2011 bei der IHK Oberbayern stattfindenden 54. Roundtable des MUK-IT zum Thema "Führung und Motivation" mit dem Keynote-Vortrag von Erfolgsautor und Querdenker Dr. Peter Kreuz wurden ausgewählte Unternehmer über Ihre Veränderungsbereitschaft und Mitarbeitermotivation interviewt. Damit wird Interessierten ein Einblick in den MUK-IT gewährt. Unternehmer, die nicht aus der IT-Branche kommen, können kostenfrei am Roundtable teilnehmen.

Das zweite Interview dieser Gesprächsrunde wurde mit Dr. Bernd Huber, Geschäftsführer der COMPUS Computer GmbH, durchgeführt.

1. Bitte stellen Sie sich kurz vor:

Ich heiße Bernd Huber und bin seit 15 Jahren Geschäftsführer der COMPUS Computer GmbH. Davor war ich in verschiedenen internationalen Konzernen als General Manager und Geschäftsführer tätig. Meine "Spezialgebiete" sind High-Tech-Marketing, Geschäftsprozesse und Controlling. Die COMPUS Computer GmbH ist eines der führenden IT-Systemhäuser im Großraum München mit dem Schwerpunkt Kanzleien und Mittelstand im DATEV- und Microsoft-Umfeld. Wir liefern IT-Infrastruktur und entwickeln Softwarelösungen auf der Basis von Microsoft .net und Dynamics AX.

2. Unternehmen unterliegen permanent einem Wandel und müssen sich regelmäßig auf neue Veränderungen einstellen. Wie stellen Sie sich als Unternehmen darauf ein und wie gehen Sie in Ihrem Unternehmen mit Veränderungen um?

Wir versuchen den technologischen Wandel nicht abzuwarten, sondern zu einem frühen Zeitpunkt sowohl intern als auch bei unseren Kundenprojekten umzusetzen. Die dazu notwendigen Entscheidungen reifen bei Microsoft-, Citrix-, SWYX- und DATEV-Partnerkongressen und im Gespräch mit unseren Kooperationspartner der Service-Connect-Gruppe. Wichtig ist dabei, das Optimum zwischen "zu früh" und "zu spät" zu finden.

3. Gelebte Veränderung erfolgt sehr stark über die interne und externe Kommunikation. Wie wird Kommunikation bei Ihnen im Unternehmen gelebt?

Wir führen im Monatsrhythmus ein interne Kommunikationsbesprechung durch, wo einmal der "state of the union", also eine Übersicht über unser Geschäft, präsentiert wird, als auch zukünftige Strategien vorgestellt und diskutiert werden. Die externe Kommunikation erfolgt über Newsletter, Infotage, Kongresse und natürlich auch über unsere Webseite. Unsere Facebook-Präsenz ist dabei eher ein "Versuchsballon", der sich vielversprechend entwickelt.

 

4. In vielen Managementbüchern wird eine partizipative Unternehmensführung empfohlen. Welche Form der Unternehmensführung pflegen Sie in Ihrem Unternehmen und welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

Auf die Mitarbeiter zu hören und sie in den Entscheidungsprozess einzubeziehen, ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Die Strategie muss aber von der Unternehmensleitung kommen und kann nicht delegiert werden. Hier wurden in den letzten Jahrzehnten insbesondere in Konzernen gravierende Fehler gemacht, mit den entsprechenden Auswirkungen. Auch hier geht es um ein Optimum zwischen "bottom-up" und "top-down" im Managementprozess.

5. Mitarbeiter sind ein zentraler Wertschöpfungsfaktor und -treiber in Unternehmen? Wie schaffen Sie es, Ihre Mitarbeiter zu motivieren und zu Höchstleistungen zu führen“?

Das ist die wichtigste und schwierigste Aufgabe. Unser Ansatz besteht im Dreiklang von Innovation, Partizipation und dem Einsatz modernster ERP-Werkzeuge, wo wir mit minimalem administrativem Aufwand das Geschäft steuern.

6. Wie sieht bei Ihnen konkret die Wertschätzung von Mitarbeitern aus?

Der Schlüssel der Wertschätzung ist für uns Fairness und Offenheit. Entscheidend ist, dass sich die Mitarbeiter auf das Management verlassen können. Dann kann sich auch das Management auf die Mitarbeiter verlassen.

7. Wie investieren Sie in Ihre Mitarbeiter und was hat sich für Sie als positiv herausgestellt?

Trainings, Beistellung von IT-Systemen zum Lernen, Kommunikationsbesprechungen auf allen Ebenen, gemeinsame Abendessen und ein erfolgsabhängiges Gehalt, das sich aber am Gesamterfolg der Firma und nicht am Individualerfolg des Mitarbeiters orientiert.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.