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Mitarbeitergespräch: die fünf wichtigsten Tipps

Das Mitarbeitergespräch, für viele Arbeitnehmer ein Pflichttermin – ähnlich beliebt wie der Besuch beim Zahnarzt. Will heißen: Freuen tun sich nur die wenigsten darauf. Dabei soll dieses als Instrument der Personalführung zur Motivation der Belegschaft beziehungsweise zur Förderung der Karriere jedes einzelnen Mitarbeiters beitragen. Wir zeigen Ihnen im Folgenden die fünf besten Tipps auf, damit Ihr nächstes Gespräch beim Chef Ihrer Karriere auf die Sprünge hilft.

Tipp 1: Seien Sie vorbereitet

Was einem im Mitarbeitergespräch genau erwartet, ist nur schwer vorhersehbar. Sicher ist aber eines. Smalltalk allein wird es nicht sein. Aus diesem Grund gilt: Vorbereitung ist die halbe Miete.

Setzen Sie sich bereits im Vorfeld des Gesprächs mit den Themen auseinander, die während dieses Treffens zur Sprache kommen könnten. Welche das sein könnte, brachte einst Jürgen Hesse vom Berliner Büro für Berufsstrategie gegenüber dem Tagesspiegel auf den Punkt: „ … die »VGZ«-Formel: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft … “.* Dazu sollten Sie nochmals jene Vereinbarungen nachlesen, die in Ihrem letzten Mitarbeitergespräch getroffen wurden. Falls Sie noch kein derart gestaltetes Gespräch hatten, greifen Sie auf Meeting-Protokolle und ihre bis dahin gemachten Notizen zurück.

Tipp 2: Seien Sie zielorientiert

Sehen Sie es doch einmal so: Das Mitarbeitergespräch ist für Sie eine große Chance, Ihre beruflichen Wünsche in die Tat umzusetzen. Wenigstens einmal im Jahr haben Sie die ungeteilte Aufmerksamkeit Ihres Chefs. Sie können ihm gegenüber Ihre Ziele ganz klar benennen. Zum Beispiel:

  • Welche(s) Projekt(e)Sie in naher Zukunft anstoßen möchten.
  • Ob Sie neue Erfahrungen, zum Beispiel in einer Weiterbildung oder im Ausland sammeln möchen.
  • Ob Sie Führungsverantwortung oder neue Aufgabenbereiche übernehmen möchten.
  • Ob Sie kürzer treten möchten, weil Sie einen Burnout befürchten oder mehr Zeit für die Familie haben möchten.

Wenn Sie wissen, was Sie wollen, können Sie Ihre Ziele nicht aus den Augen verlieren und Ihre Argumentation entsprechend vorbereiten.

Tipp 3: Seien Sie kritikfähig

Niemand ist perfekt. Auch Sie nicht! Vorgesetzte müssen das auch ansprechen (siehe auch: Gute Chefs legen den Finger in die Wunde). Schließlich sind Fehler nicht nur dazu da, um gemacht zu werden, sondern vor allem, um aus ihnen zu lernen. Wenn Ihr Vorgesetzter mit Kritik konfrontiert, dann nehmen Sie sie an. Vorausgesetzt natürlich die Kritik ist gerechtfertig und konstruktiv.

Machen Sie sich während des Termins bewusst: Mitarbeitergespräch heißt Kommunizieren, und zwar auf der Sach- und nicht auf der Beziehungsebene. Trennen Sie das! Stehen Sie zu ihren sachlichen Fehlern und lernen Sie daraus. Zeigen Sie dabei aber auch Lösungs- beziehungsweise Verbesserungsvorschläge auf beziehungsweise lassen Sie sich welchen zeigen. Somit haben alle Beteiligten haben etwas von Ihrem Fehler.

Tipp 4: Seien Sie kritisch

Zu Kritik stehen ist eine Sache. Kritik äußern eine ganz andere. Viele Angestellte trauen sich das gar nicht, weil sie Angst davor haben, dass dieses Mitarbeitergespräch ihr letztes war. Unsinn! Derartige Gespräche dienen als Feedback, und zwar in beide Richtungen. Aber denken Sie daran auch sachlich und ruhig zu argumentieren.

Tipp 5: Seien Sie freundlich

Es ist nicht alles schlecht. Ein Mitarbeitergespräch bietet Gelegenheit, um auch mal zu loben. Gute Chefs machen das. Gute Mitarbeiter ebenfalls. Wenn Ihr Gespräch gut lief, dann sagen Sie das. Das hat nichts mit sich anbiedern zu tun. Positives Feedback gehört zum guten Ton eines jeden Unternehmens.

Nach dem Mitarbeitergespräch ist …

Es gibt Weisheiten, die sind universell einsetzbar. So auch Sepp Herbergers „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“. Jedes Mitarbeitergespräch ist für beide Seiten die Basis für das kommende. Aber nicht nur das! Nehmen Sie das darin Vereinbarte mit und setzen Sie es so zeitnah wie möglich um. Dann half der Termin nicht nur Karriere auf die Sprünge, sondern versetzte Ihnen zudem einen ordentlichen Motivationsschub.

*Vgl.: Haerdle, B.: „Mitarbeitergespräche müssen geplant werden“, in DER TAGESSPIEGEL vom 09.01.2011, abzurufen unter: http://bit.ly/1NsbGmm

Christoph Schroeder

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