Kolumnen

Photovoltaik bleibt attraktiv

Das erfolgreiche und von über 50 Ländern übernommene deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz sieht vor, dass die Einspeise-Vergütung für Solarstrom Jahr für Jahr gekürzt wird. Vor 10 Jahren wurden noch 57 Cent pro eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom vergütet, heute sind es noch 27 Cent.

Die Preise für eine Photovoltaik-Anlage haben sich in dieser Zeit ebenfalls etwa halbiert. Die am Anfang hohe Einspeise-Vergütung war als Anreiz für eine Überbrückungszeit gedacht bis sich Solarstrom und andere Erneuerbare Energieträger gegenüber den alten Energien selber rechnen. Eine intelligente marktwirtschaftliche Lösung.

Inzwischen ist dieses Ziel beim Windstrom nahezu erreicht und beim Solarstrom bald. Fachleute gehen davon aus, dass in spätestens zwei Jahren der Solastrom vom Dach nicht mehr teurer ist als der fossil-atomare Strom aus der Steckdose. Solarstrom oder auch Windstrom freilich erzeugen keine Folgekosten wie atomarer oder fossiler Strom.

Nun hat die Bundesregierung beschlossen, die für Juli vorgesehene weitere Kürzung der Einspeise-Vergütung für Solarstrom nicht vorzunehmen.

Viele in der Branche sind erleichtert darüber, denn somit bleibt Photovoltaik-Strom auch in der zweiten Jahreshälfte 2011 finanziell eine lohnende Investition.

„Bauherren, die sich eine Photovoltaik-Anlage kaufen möchten, brauchen also keine Eile, sondern können sich in aller Ruhe entscheiden“, sagt der PV-Experte der Stiftung Warentest, Thomas Seltmann

Auch die derzeit attraktive Eigenverbrauchsregelung bleibt bis 2012 bestehen. Deshalb rät auch die Stiftung Warentest noch zu einem Kauf in diesem Jahr.

Die Stiftung fügt allerdings hinzu: „Eine etwas teurere Anlage vom erfahrenen Installateur aus der Region kann auf Dauer die lukrativere Investition sein.“

Was Bauherren bei Planung und Kauf beachten sollten und wie sie optimal von der eigenen Solarstromanlage profitieren können, erklärt der neue Ratgeber „Photovoltaik“ der Stiftung Warentest

Quelle: © Franz Alt 2011

Dr. Franz Alt

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Franz Alt, Journalist, Umweltapostel und Zauberer

17 Millionen Zuschauer sahen Ende der 70er-Jahre regelmäßig sein politisches Magazin "Report": Franz Alt, Journalist, Reporter, Buchautor und ökologisches Gewissen der Deutschen.

www.sonnenseite.com

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