Bayern

Zweijähriges Vorhaben „Modellregion für eine digitale Gesundheitswirtschaft Franken“

Die demografische Entwicklung der Bevölkerung wird zu einem starken Anstieg der Kosten im Gesundheitswesen führen. Gleichzeitig bieten die jüngsten technologischen Entwicklungen vielfältige Möglichkeiten für innovative gesundheitswirtschaftliche Produkte und Dienstleistungen. Hier setzt das geplante zweijährige Vorhaben ‚Modellregion für eine digitale Gesundheitswirtschaft Franken‘ an, das das Bayerische Wirtschaftsministerium mit insgesamt vier Millionen Euro unterstützt. „Unsere Unternehmen sind im Bereich der Gesundheitswirtschaft bestens positioniert. Nun gilt es, unsere Potenziale im Interesse der Patienten so aufeinander abzustimmen, dass auch in Zukunft eine erstklassige und bezahlbare Gesundheitsversorgung möglich sein wird. Durch den Einsatz neuer Technologien können die Versorgungsprozesse und Strukturen im Gesundheitssystem optimiert und Kosten eingespart werden. Dies ist Ziel der Modellregion in Franken“, erklärt Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel.

Quelle: s.media_pixelio.de

So erlaube es die Telemedizin Patienten, möglichst lange in der eigenen Wohnung zu bleiben, die auch fernab von medizinischen Zentren liegen kann. Wichtige medizinische Parameter wie Blutdruck, Blutzucker oder Herz-/Kreislauffunktionen könnten die Patienten mittels einfacher Messgeräte selbst ermitteln, die Daten gingen zur Überprüfung an eine medizinische Zentrale oder den Arzt in der nächsten Stadt und lösten im Bedarfsfall notwendige Maßnahmen aus. „Sogenannte Ambient-Assisted-Living-Systeme bieten den Menschen ergänzend zu den telemedizinischen Angeboten Unterstützung im Alltag. Dazu kann beispielsweise die intelligente Haussteuerung dienen, die es ihnen ermöglichen kann, am Fernseher zu sehen, ob irgendwo in der Wohnung oder im Haus Fenster geöffnet sind oder die Haustür auch wirklich verschlossen ist, ohne dass sich ein Gehbehinderter selbst in diese Räume begeben müsste“, erläutert Hessel ein weiteres Beispiel.

Mit einheitlichen Standards für Geräte und Systeme sollen durchgängige elektronische Lösungen von der Diagnose über den Austausch der Daten/Informationen zwischen den Ärzten und Klinken bis zur Abrechnung mit der Krankenkasse realisiert werden können. All dies erfordere eine verstärkte Zusammenarbeit der Hersteller dieser Produkte und den Anbietern von Dienstleistungen, um durchgängige und effiziente Lösungen anbieten zu können, so Hessel weiter.

Koordinator der ‚Modellregion für eine digitale Gesundheitswirtschaft Franken‘ ist der Medical Valley EMN e.V. Um konkrete Ergebnisse zu erzielen, wird das Projekt zunächst in einer räumlich und thematisch begrenzten Umgebung realisiert werden.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie

Christoph Schroeder

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