Energie & Umwelt

Multi-Client-Studie: Kraft-Wärme-Kopplung in der Nahrungsmittelbranche wächst

Allerdings unterscheiden sich die Potenziale und die derzeitige Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung je nach Industriezweig zum Teil erheblich. Beispielsweise ist die Herstellung von Zucker mit ihren Eindampfungs- und Kristallisationsvorgängen der wärmeintensivste Industriezweig in der Nahrungsmittelbranche. In der Folge verfügen bereits 95 Prozent der Produktionsstandorte der drei Branchenführer über eine eigene KWK-Anlage. Dagegen ist zum Beispiel der Wärmebedarf der Fruchtsaft-Hersteller geringer. Weniger als 10 Prozent der Standorte verfügen über eine eigene KWK-Anlage.

Auch innerhalb eines Industriezweiges unterscheidet sich der Wärmebedarf erheblich, weiß Marcel Siebertz, Berater bei ecoprog und verantwortlicher Projektleiter für die Untersuchung. Verfügt ein Betrieb der Fleischverarbeitung etwa über einen eigenen Gar- und Kochprozess, ist sein Wärmebedarf ungleich größer als der eines Betriebes, der ausschließlich vorgegartes Fleisch verarbeitet. Letztlich, so Siebertz, muss die Frage, ob sich der Betrieb einer KWK-Anlage am Standort lohnt, auf der Basis des jeweiligen Produktionsprozesses individuell beantwortet werden.

Im Rahmen der Untersuchung hat ecoprog rund 625 Standorte von Großunternehmen in der Nahrungsmittelbranche identifiziert und zum Thema KWK befragt. Die kürzlich erschienene Multi-Client-Studie „KWK-Standorte und Potenziale in der Nahrungsmittelindustrie“ kann ab sofort unter www.ecoprog.de bestellt werden.

Als anerkannter Brancheninsider begleitet das Kölner Beratungsunternehmen ecoprog in- und ausländische Kunden bei umsetzungsorientierten Managementfragen in der Umwelt- und Energietechnik. Schwerpunkte von ecoprog sind die Strategieberatung, Markt- und Wettbewerbsanalysen sowie Multi-Client-Studien.

Weitere Informationen zur Multi-Client-Studie „KWK-Standorte und Potenziale in der Nahrungsmittelindustrie“ finden Sie unter folgendem Link.

(Quelle: ecoprog GmbH)

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