Kolumnen

Weinland Österreich

… aus der zweiwöchentlichen Kolumne von Alexander Manko, emmenove Wein & Feinkost.

"Warum Österreich?" werden Sie sich vermutlich fragen. emmenove hat doch nur Weine aus Italien. Genau, aber erstens ist dieses Weinland auch in der Spitzenklasse angelangt und verdient allseitige Beachtung. Und zweitens: man weiß ja nie, was die Zukunft bringen wird.

Nun also Österreich: ich denke, daß auch Nicht-Weintrinker inzwischen zur Kenntnis gelangt sind, daß der Glykol-Skandal 27 Jahre zurückliegt und die heutigen Weine nicht mehr mit damals verglichen werden können und auch nicht dürfen! In der Folge des großen Skandals von 1985 führte Österreich eines der schärfsten Weingesetze überhaupt ein und die Winzer wurden dadurch geradezu gezwungen, ihre Weine nach hohen Qualitätsmaßstäben auszurichten. Daß dies keine über Nacht zu bewältigende Aufgabe ist, liegt auf der Hand. Es hat sicher seine Jahre gedauert, bis die heutige Qualität erreicht wurde.

Dabei hat Österreich auch genau die Vorzüge, nach welchen heute in allen Weinregionen gesucht wird: das perfekte Mikroklima, fruchtbare Böden und Unverwechselbarkeit. In nur wenigen Ländern gibt es so viele autochthone Rebsorten, die wirklich landestypisch sind wie in Österreich: Grüner Veltliner, Blauer Zweigelt, Blaufränkisch, Gelber Muskateller, Welschriesling. Allesamt Sorten, die ohne Zweifel sofort mit Österreich assoziiert werden.

Aber nicht nur die beheimateten Rebsorten finden im wahrsten Sinne des Wortes fruchtbaren Boden, auch klassische Rotwein-Rebsorten wie Cabernet Sauvignon oder Merlot gedeihen aufgrund des warmen Klimas im Burgenland am Neusiedler See.

Darüber hinaus hat sich auch bei den Winzern ein vollkommener Generationenwechsel vollzogen. Die jungen, nachfolgenden Winzer sind äußerst experimentierfreudig und haben mit dem gängigen Heurigen-Klischee nurmehr wenig gemeinsam. Es gibt durchaus interessante Versuche, heimische und klassische Rebsorten zu Cuvées zu assemblieren. Die Nase eines Weines aus Blauem Zweigelt, Blaufränkisch und Merlot hat uns nicht unwesentlich an einen Bordeaux erinnert.

Daß der österreichische Wein noch nicht seine flächendeckende Verbreitung gefunden hat, mag auch am Preis liegen. Zugegeben: die guten Österreicher sind nicht billig. Wenn man jedoch sämtliche Schritte einer aufwendigen Weinproduktion ins Kalkül zieht, die Pflege des Weinbergs, des Rebstocks, die Vinifikation, den Ausbau und auch die Ausstattung der Flasche, so erscheinen die Preise doch gerechtfertigt. Ganz abgesehen davon, daß man auch dem Winzer zugestehen muß, an seinen Weinen so zu verdienen, daß er auch in Zukunft gut von seinen Weinen leben und weiterhin exzellente Qualität bieten kann! Der höhere Preis sichert die langfristige Weinqualität. In Österreich, wie in jedem anderen Weinanbaugebiet.

Unser Tipp: ganz besonders gut hat uns beim kürzlichen Skiurlaub der ganz frische 2011er Grüne Veltliner Federspiel von Hirtzberger.

Ihr Alexander Manko

 

Über emmenove Wein & Feinkost:

emmenove Wein & Feinkost ist ein junges Unternehmen mit dem Ziel, neue Wege zu beschreiten. Es werden Weine präsentiert, welche von kleinen Weingütern in Italien stammen und von großer Qualität sind. Kurzum: es geht darum, bislang noch weitgehend unbekannte Schätze zu heben und mehr Menschen an deren Genuß teilhaben zu lassen.

emmenove Wein & Feinkost setzt dabei auf die persönliche Bindung sowohl zu den Weingütern in Italien als auch zu den Kunden. Exzellente Olivenöle und Spezialitäten vom Cinta-Senese-Schwein sind die logische Konsequenz dieser Ausrichtung auf Qualität zu vernünftigen Preisen. Geführt wird emmenove Wein & Feinkost von Alexander Manko und Rudolf Brunnhuber.

Mehr hierzu finden Sie auf der Website www.emmenove.de.

 

 

ElSchnuppero

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