Management

Das Schreiben guter (Geschäfts-)Briefe ist eine Kunst!

Wie am 26. November 2011 angekündigt, starten wir heute die zehnteilige Interviewreihe mit Stefan Gottschling, einem der Spezialisten für verkaufsstarke Texte, zum Thema "Briefe optimieren – In 30 Tagen zum perfekten Werbebrief".

 

Schönen Guten Tag Herr Gottschling, wir freuen uns sehr, dass Sie für diese Themenserie rund um Briefe Rede und Antwort stehen. Bitte stellen Sie sich kurz vor!

Gerne, Herr Foitzik. Mein Name ist Stefan Gottschling, ich bin Inhaber und Geschäftsführer des SGV-Verlags in Augsburg. Seit über 20 Jahren beschäftige ich mich mit Texten und deren Optimierung. In dieser Funktion bin ich als Trainer, Texter und Berater für verkaufsstarke Texte und Konzepte aktiv. Viele meiner Bücher, und darüber freue ich mich natürlich besonders, zählen zu den Standardwerken der Texterausbildung. Zudem bin ich im Vorstand des Instituts für messbare Werbung und Verkauf (IMW) in Österreich und Deutschland.

Warum eigentlich „Briefe“, Herr Gottschling?

Weil der Brief noch immer ein Schlüsselmedium ist. Weil er der fleißige Fußarbeiter unter den Medien ist, die ein Unternehmen einsetzt. Egal ob Werbe- oder Korrespondenzbriefe. Das sind die schriftlichen Verkäufer, die noch immer Rechnungen transportieren, Prospekte begleiten, auf Kundenfragen antworten. Weil trotz Social-media-Hype ganz viele Fragen in meinen Seminaren sich rund um den Brief drehen. Und weil das Schreiben guter Briefe eine Kunst ist. Wer die beherrscht, schreibt übrigens auch gute E-Mails. Außerdem gibt’s kaum ein Werbemittel mit so langer Geschichte, mit so viel Strahlkraft – und mit so viel psychologischem Ballast …

Was bedeutet psychologischer Ballast?

Das hat mit der Geschichte des Briefes zu tun. Jeder Brief oder besser jede Briefform trägt ein Signal, dass Sie sich in über 200 Jahren erworben hat. „Ich bin eine persönliche Botschaft“. Das hängt tatsächlich an der Optik. Wie´s kommt.? Eigentlich mit dem 18. Jahrhundert. Die Literaturepoche heißt „Sturm und Drang“. Alles ist emotional und die Gefühle drängen nach außen. Der Briefroman ist „in“ und macht Gefühle nun auch literaturfähig. Goethe veröffentlicht seinen „Bestseller“: „Die Leiden des jungen Werther“. Und weil sich gleichzeitig auch die Postlogistik entwickelt, konnte auch jeder Privatmensch seine persönlichen Befindlichkeiten aufschreiben und in die Welt schicken. Und das tat dann auch ein jeder. Und so wurde das „Persönlich-Signal“ an den Brief geklebt. Davon profitieren – richtig gesetzt – auch jeder Werbebrief und jeder E-Mail-Newsletter.

Wie wirkt das in E-Mail-Newslettern in der heutigen Zeit?

Das kleine Editorial am Anfang eines jeden guten Newsletters ist eigentlich eine Briefreminiszenz. Dieses Wissen kann man ganz clever einsetzen, um mehr Beachtung zu bekommen. Wenn Sie einmal überlegen, wie sich Newsletter in den letzten beiden Jahren verändert haben, dann muss ich sagen: Da kommt die klassische Briefform zurück. Die Anrede, die Absätze, sogar sie eingescannte Unterschrift ist wieder da. Und sogar das PS – um zusätzliche Aufmerksamkeit abzuholen. Klar, dass ein Editorial nicht lang ist. Manchmal nur 3 bis 4 Sätze – aber sagen schon durch Ihre Präsentation: „persönlich“ und schaffen so mehr Aufmerksamkeit.

Was ist denn das Besondere an Ihrem Workbook?

Wir haben versucht das Lesen von Fachbüchern nochmal neu zu erfinden. Wir sind ganz stolz darauf, weil jedes Workbook ein komplettes Paket ist. Da steckt erst einmal ein Arbeitsheft drin. Mit viel Input, Aufgaben und viel Platz zum Reinschreiben. Aber weil man Büchern heute nocjh mehr mitgeben kann registrieren Sie sich einfach – und bekommen dann 6 Wochen lang immer Montag bis Freitag eine Coaching-E-Mail. Die bringt dann noch mehr Informationen, Hintergrundwissen, Videos oder Links, um das Thema zu vertiefen. Die Mails sind leicht zu bearbeiten – aber Sie bleiben so 30 Tage im Thema und das Wissen festigt sich. Und am Schluss gibt’s natürlich auch noch ein Teilnahmezertifikat – wie im Seminar. Und über die Inhalte werde ich Ihnen in den nächsten Tagen mehr erzählen.

Vielen Dank für das Gespräch und wir freuen uns auf morgen … zum zweiten Teil des Interviews.

 

Das Interview mit Stefan Gottschling führte Oliver Foitzik (AGITANO / FOMACO GmbH).

 

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