Wirtschaft

Ein Brief sagt mehr als 1.000 E-Mails

Wohl nichts hat unseren alltäglichen, aber vor allem auch unsere beruflichen Gewohnheiten dermaßen nachhaltig verändert, wie das Internet. In Zeiten von E-Mails & Co. mag man sich fragen, ob ein Brief tatsächlich noch das geeignete Kommunikationsmedium darstellt. Zu Unrecht. Denn ob privat oder geschäftlich: oft sagt ein Brief mehr als 1.000 Worte.

Brief versus E-Mail – Kosten versus Emotionen

Brief versus E-Mail
In Sachen Emotionen schlägt der Breif die E-Mail (Bild: knipseline / pixelio.de)

Eine E-Mail ist schnell beim Empfänger, schnell geschrieben und es kann auf eine ebenfalls schnelle Antwort gehofft werden. Von den Kosten her ist sie dem herkömmlichen Brief weit überlegen. In der Regel fallen – außer für Strom, Internet und eventuelle Ausdrucke – keine weiteren Kosten an. Sofern man auf Letzteres verzichtet, stirbt für die E-Mail, im Gegensatz zum Pendant auf Papier, kein Baum und ist somit auch ökologisch betrachtet wesentlich wertvoller.

Für den Geschäftsalltag, vor allem für die betriebsinterne Kommunikation, ist die E-Mail mittlerweile unverzichtbar. Für das Privatleben, aber auch für die Werbung um beziehungsweise Bindung von Kunden wiederum ist sie nicht das Ideale. Manche Marketing-Profis gehen sogar so weit und behaupten, dass – vom Prinzip her – ein erfolgreicher Werbebrief nichts anderes als ein Liebesbrief sei.

Denn der herkömmliche Brief löst einen wesentlich höheren emotionalen Effekt aus. Man kann ihn anfassen, das Gelesene bleibt einem länger im Gedächtnis.  Als Empfänger freut man sich in der Regel mehr über einen Brief – solange es keine Rechnung ist.

In die Verpackung investieren

Um diese Positiv-Effekte mitzunehmen, sollte man in einen Brief Zeit investieren. Nicht „nur“ in die Botschaft. Denn diese kommt nicht an, sollte das Briefpapier und auch der -umschlag von geringer Qualität sein. Gerade bei zuletzt genanntem denken viele an den Klassiker: weißen Umschlag mit Fenster im Kopf. Dabei können Unternehmen dank quadratischen, farbigen, bedruckten oder auch transparenten Umschlägen ihrer Botschaft etwas Besonderes verleihen und sich somit positiv von ihren Mitbewerbern abheben.

Ein weiterer Aspekt: Gerade zur Weihnachtszeit haben die Wertbriefumschläge wieder Hochkonjunktur. Etwa zum Versenden von Werbegeschenken und Bestellungen. Hier sollten Unternehmen „nicht am falschen Ende“ sparen, denn nichts frustriert einen Kunden mehr als wenn er einen Brief öffnet und der Inhalt defekt ist.


Christoph Schroeder

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