Wirtschaft

Erfolgsfaktor Familie – Mütter und Väter in Führungspositionen

Es fällt vielen Arbeitskräften schwer, Arbeit und Familie zu vereinbaren. Das trifft nicht nur auf die großen DAX-Firmen zu, sondern auch auf mittelständische Betriebe. Auch Führungskräfte haben zunehmend Schwierigkeiten eine Familie zu gründen während sie oft rund um die Uhr für die Firma leben und zur Verfügung stehen müssen. Die Multiplikatorenveranstaltung "Erfolgsfaktor Familie – Mütter und Väter in Führungspositionen“ des Netzwerkbüros "Erfolgsfaktor Familie“, nahm sich diesen Themas an. Dabei wurden die besonderen Hindernisse bei der Familienbildung von Führungskräften angesprochen. "Es gibt heute immer noch Irritationen, wenn man als Führungskraft zugibt, dass es noch andere Götter neben dem Job gibt", so Dr. Georg Barzel, Berater und Auditor der berufundfamilie Service GmbH. Besonders in den Führungsebenen würden noch alte Muster herrschen, die die Vereinbarung von Familie und Chefsessel noch verhindern. Vor allem Frauen werden Fachkenntnisse und Kompetenz aberkannt, wenn sie schwanger werden. Andreas Krause, Leiter des Personalservices der Datev GmbH, beispielsweise forcierte eine neue Art der Geschäftsführung: Führung in Teilzeit. "Der Dreh- und Angelpunkt ist, dass mehr Führungskräfte in Teilzeit arbeiten müssen und so die Vorbilder von morgen abgeben"

Im Zuge der Veranstaltung wurden auch die 200 Teilnehmer befragt, die die Vorträge von „Erfolgsfaktor Familie“ nur unterstützten. 53% bestätigten, dass dieses Problem in allen Unternehmensbereichen bestünde und 59,8% waren der Meinung, dass die Vereinbarung von Beruf und Familie bereits mit Maßnahmen unterstützt und weiter an Bedeutung gewinnen wird. Fast 70% der Teilnehmer gaben jedoch an, dass es nur in wenigen Unternehmen wichtig wäre, Mütter in Führungspositionen zu bringen. Als wichtige Mittel für eine familienbewusste Personalpolitik gaben unter anderem 34% den Ausbau von Kinderbetreuung und haushaltsnahen Dienstleistungen, 23% eine grundlegende Änderung der Auswahlkriterien für Führungspositionen und rund 19% den Abschied von Präsenzkultur und mehr Freiheit bei der Auswahl des Arbeitsortes an

Die von dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ins Leben gerufene Initiative "Erfolgsfaktor Familie – Unternehmen gewinnen" ist ein Netzwerk, in dem sich Unternehmen untereinander austauschen können, um familienfreundliche Maßnahmen zu implementieren. Derzeit nehmen 3.707 Unternehmen an diesem Netzwerk teil.

 

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