Themenserien

Freche Frauen führen besser

6 – Delegation – Viele Männer lassen Frauen für sich arbeiten

 

Wie ist das in Ihrem Unternehmen? Herrscht nach wie vor die traditionelle Rollenverteilung? Wer bereitet für die Projektmeetings den Raum vor, sorgt für Stifte, Kaffee, sonstige Getränke? Die sieben Männer oder die beiden Frauen im Team? Sind es Ihre männlichen Kollegen, die danach das schmutzige Geschirr aus dem Sitzungsraum entfernen, die Protokolle schreiben und für den Termin des Nachfolgemeetings sorgen? Die Antwort ist leider klar.

 

Schluss mit der Gutmütigkeit

 

Ist es denn so schlimm, wenn Frauen diese Aufgaben erledigen? Die Männer könnten sich ja mal revanchieren mit einer anderen Aufgabe. Ja, wann denn? Und außerdem können Frauen in der Zeit, in der sie diese Dinge für die Männer miterledigen, keine Aufgaben  übernehmen, die sie vorwärtsbringen, ihre eigene Arbeit bleibt liegen. Während die Männer diese gewonnene Zeit nutzen, ihre eigentliche Arbeit zu tun und damit ihre Karriere weiter vorantreiben. Meine Damen, fragen Sie sich ganz klar: Was kostet Sie Ihre Gutmütigkeit, zum x-ten Mal das Protokoll zu schreiben? Möchten Sie diese Kosten weiter tragen? Wenn nicht, dann sind Ihre Standfestigkeit und ein klares und direktes Nein auf der  Tagesordnung der nächsten Sitzung gefragt.

 

Es lohnt sich, ein Kollegenschwein zu sein

 

Klingt hart, ist aber so.  Manche  Männer arbeiten mit unzähligen Tricks, um sich gewisser Arbeiten zu entledigen. Sie spielen die Hilflosen, die Faulen, bauen absichtlich Fehler ein, sind nicht anwesend, wenn es um unangenehme Aufgaben geht oder lassen die Arbeit so lange liegen, bis sich Frau erbarmt. Kommt uns vom Geschirr zu Hause, das einfach stehen bleibt, doch verdächtig bekannt vor.

 

Männer gebärden sich gelegentlich  als Kollegenschweine, weil es sich lohnt.   „Mann„ muss die Arbeiten nicht selber erledigen, profitiert aber davon und besitzt meist sogar die Chuzpe, die Ergebnisse als seine zu verkaufen und dafür die Lorbeeren einzuheimsen. Deswegen, meine Damen: Sagen Sie Nein!

 

Kappen Sie Abseilern das Seil

 

„Der hat sich wie immer abgeseilt“, beklagte sich eine meiner Coaching-Kundinnen kürzlich bei mir. Mein Ratschlag: Kappen Sie doch einfach das Seil! Das höfliche, aber klare „Nein“ ist die einfachste Lösung, fällt vielen Frauen aber schwer. Dann sollten Sie das bedauernde Nein zur Verfügung haben, es fällt den meisten Frauen leichter. „Heute Nein, aber ein andermal gerne.“ Auch das Nein mit retournierter Ausrede ist hier genial und sehr wirksam.

 

Die Frau, die sich alles aufbürden lässt, bringt es nicht weit

 

Frauen sagen  oft nicht Nein,  weil Sie Ablehnung befürchten. Wer everybodies Darling sein will, ist bald everybodies Depp.

 

Haben Sie keine Angst vor Ablehnung. Wer Nein sagt, verliert nicht, sondern gewinnt Anerkennung. Lernen Sie, Nein zu sagen!

 

In der nächsten Kolumne geht es um die Fragen, ob Frauen überhaupt delegieren können …

 

 

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Das Buch zum Thema:

Das Führungsbuch für freche Frauen

Autoren: Cornelia Topf | Rolf Gawrich

Umfang: 296 Seiten

Austattung: Broschur

Format: 16,8 x 22 cm

ISBN: 978-3-636-01466-5

 

 

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Über Cornelia Topf:

 

Seit über zwanzig Jahren unterstützt Cornelia Topf als internationale Managementtrainerin und zertifizierter Businesscoach namhafte Unternehmen aller Größen und Branchen. Zu ihren Schwerpunkten gehören zielführende Kommunikation und erfolgsorientierte Körpersprache.  Insbesondere die Förderung von Frauen liegt der promovierten Wirtschaftswissenschaftlerin am Herzen. Die Geschäftsführerin von „metatalk Kommunikation & Training“ in Augsburg ist Autorin vieler Fachbücher und Ratgeber, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Sie ist zudem eine gefragte Expertin in den Medien. www.metatalk-training.de

 

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