Themenserien

Michael Moesslang im Gespräch mit AGITANO

1. Welche berufliche Tätigkeit üben Sie aus und in welchen Bereichen sind Sie Experte/ in?

Experte bin ich zu Präsentation und Rhetorik sowie Auftreten und Wirkung. Dazu gebe ich Vorträge, auf neu-deutsch Keynote-Speeches, Seminare und coache Führungskräfte und Vorstände. Ich schreibe auch Bücher und Artikel dazu und unterrichte an Hochschulen und Akademien.

 

2. Wie sieht Ihr typischer Tagesablauf aus und was reizt Sie an Ihrer Tätigkeit?

Jeder Tag ist anders und das macht es spannend. Vorträge sind mal morgens, mal abends, mal in München, häufig jedoch mit großer Anreise verbunden. Bei Seminaren bin ich dann schon mal drei Tage mit einer Gruppe in einem Hotel. Ich reise gerne und bin auch gerne mit Menschen zusammen. Doch am wichtigsten ist mir, den Menschen zu helfen, sie in dem weiter zu bringen, was sie weiter bringt.

 

3. Was schätzen Ihre Kunden an Ihnen? Und sehen Sie dies genauso?

Was ich so höre, ist es diese glaubwürdige Kompetenz, die daher rührt, dass ich selbst über 1000 Vorträge, Präsentationen und Vorlesungen gegeben habe. Das heißt, alles, was ich lehre, basiert auf eigener Erfahrung, ist erprobt und manchmal auch ganz anders, als es von Kollegen erzählt wird. Zudem ist es wohl noch meine lebendige Art, die für die Teilnehmer nicht nur inhaltsreich sondernd auch unterhaltsam ist.

 

4. Woran denken Sie bei den Worten „kurzfristiger Erfolg“ versus „Nachhaltigkeit“?

Letzteres würden alle wollen, wenn nicht oft die Umstände ersteres verlangen würden. Klingt fast wie bei Karl Valentin, oder? Ob bei Dax-Unternehmen, die von den Börsen getrieben werden oder bei Mitarbeitern und Personalern, die beim nächsten Zielgespräch Erfolge vorweisen müssen. Nur bei Familienunternehmen der alten Schule erlebe ich noch den echten Blick in die Zukunft.


5. Was sind Ihre eigenen Werte und wie setzen Sie diese im Geschäftsleben um?

Menschlichkeit steht für mich ganz vorne, aber auch Erfolg, Disziplin und Spaß. Passt auf den ersten Blick nicht immer zusammen. Doch mir ist vor allem eine menschliche Vertrautheit beispielsweise im Seminar wichtig, die ein offenes Feedback ermöglicht – ganz wichtig bei meinen Themen. Das oberste Ziel ist natürlich, die Menschen erfolgreich zu machen, doch dabei darf der Spaß nicht zu kurz kommen. Und Disziplin gehört dazu, ohne Fleiß kein Preis.

 

6. In welchem Unternehmen würden Sie gerne mal einen Tag arbeiten und warum?

Bei Apple: Steve Jobs und die Marke mit dem Apfel machen wundervolle Produkte, ein tolles Marketing und bleiben dabei vor allem eines: Nutzerfreundlich. Ich denke außerdem, dass es viele Mittelständler gibt, die so spanende Dinge tun, dass ich davon nur lernen könnte. Mein Job bringt es ja mit sich, viele unterschiedliche Unternehmen kennen zu lernen, allerdings selten mit einem so tiefen Einblick, wie ich es mir wünsche.

 

7. Wie sieht Ihr ideales Unternehmen aus?

Soll ich jetzt sagen: „wie meines“? Das wäre zu einfach! Eines, in dem die Mitarbeiter sich freiwillig engagieren, weil sie sich mit dem Unternehmen und seinen Werten identifizieren und weil das Unternehmen vieles für die Mitarbeiter tut. Das geht bei Weiterbildung los und kann auch so Zuckerl enthalten wie kostenlose Massagen, Segelboote und Almhütten oder Extra-Räume für Fitness, Tanzen und Relaxen. Heutzutage wechseln viele Mitarbeiter, weil sie unzufrieden sind. Die Folge: Unternehmen investieren nicht mehr in Mitarbeiter, die vielleicht nächstes Jahr bei der Konkurrenz sind. Motivierte Mitarbeiter, denen es rundum gut geht, gehen nicht so schnell mit ihrem Know-how weg.

 

8. Welche Person ist Ihr Vorbild und warum?

Da gibt es einige: Steve Jobs, KT zu Guttenberg, Richard Branson, Dieter Zetsche, Tony Robbins, Robert Dilts, W Mitchell, Barack Obama, der alte Professor Porsche und viele mehr. Jeder aus einem anderen Grund.


9. Wie sehen Ihre persönlichen Ziele für die nächsten drei Jahre aus?

Auf jeden Fall noch mehr Auftritte und Keynote Speeches vor großem Publikum. Ein neues Buch ist schon in Arbeit, nach „Professionelle Authentizität – Warum ein Juwel glänzt und Kiesel grau sind“ (kam im Mai 2010 heraus) geht es um das Thema „Präsentation“, aber neu und anders interpretiert. Und dann habe ich eine spannende Seminar-Idee, etwas ganz Großes. Zu diesem Zeitpunkt kann und will ich dazu allerdings noch nichts verraten …

 

10. Erzählen Sie uns eine außergewöhnliche Erfahrung, die Sie geprägt hat.

Meine erste eigene Präsentation: mit Mitte 20 sollte ich plötzlich für zwei Kollegen einspringen, die beide erkrankt waren, und weitgehend unvorbereitet vor 450 Fachexperten und laufenden Live-Fernsehkameras sprechen – ohne jegliche Erfahrung. Der Auftritt war sicher nicht so toll. Doch das Ergebnis war, dass mich seither nichts mehr aus der Fassung bringen kann und ich es liebe, auf der Bühne zu stehen.

 

11. Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. (Erich Kästner)

 

 

 

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Zur Person Michael Moesslang:

 

Michael Moesslang, Dipl. Kommunikationswirt BAW, 5 Sterne Redner, Top 100 Excellence Trainer, Coach und Autor, ist der Experte für „PreSensation®“. Seine mitreissenden Keynote-Vorträge und Seminare zu den Themen Präsentation und Rhetorik, sowie persönliche Wirkung und Körpersprache motivieren, seine gelebte und stimmige professionelle Authentizität überzeugt. Seine Philosophie ist, dass jeder einzelne durch die eigene persönliche Wirkung und Selbstsicherheit im Auftreten zum positiven Botschafter für sein Unternehmen wird.  Als Experte seines Faches bezieht er aktuelle Erkenntnisse aus Psychologie und Verhaltenswissenschaften ein und schafft dadurch nachhaltigen Nutzen. Michael Moesslang aktivierte als Vortragsredner und Lehrbeauftragter – z. B. St. Galler Business School – bereits Zuhörer in über 1.000 Vorträgen und Präsentationen. www.Michael-Moesslang.de

 

 

 

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