Wirtschaft

Möglicherweise 12 Millionen weniger Erwerbstätige in Deutschland bis 2050

Die demographische Entwicklung sieht in Deutschland im Moment nicht gerade rosig aus. Der Anteil der Älteren wird immer höher und der der Jungen immer niedriger. Noch dazu besitzt Deutschland von allen EU Staaten die niedrigste Geburtenrate. Folglich werden die Akteure auf dem Arbeitsmarkt immer weniger. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat nun eine Studie veröffentlicht, die die demographischen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt in Zahlen und Worte fasst. Auch bei einer anwachsenden Erwerbsquote der Frauen, der Älteren und einer Nettozuwanderung von 100.000 Menschen wird das sogenannte Erwerbspersonenpotenzial bis 2025 von aktuell 44,8 auf 41,3 Millionen Erwerbstätige zurückgehen, bis 2050 sogar um (nach dem gegenwärtigen Trend prognostizierte) zwölf Millionen auf 32,8 Millionen. Selbst bei einer angenommenen Zuwanderung von 200.000 würde dann das Potenzial bis 2025 auf 42,5 Millionen und bis 2050 auf 36,5 Millionen zurückgehen. „Selbst wenn es gelingt, dass sich mehr Ältere, Frauen und Zuwanderer am Erwerbsleben beteiligen, muss man sich längerfristig auf eine deutlich kleinere Bevölkerung und ein geringeres Arbeitskräftepotenzial einstellen. Wirtschafts- und gesellschaftspolitische Maßnahmen sollten deshalb vor allem auf eine positive Gestaltung des Übergangsprozesses gerichtet sein“, warnen die Autoren der Studie. Der Rückgang müsse nicht zwangsläufig zu einem Fachkräftemangel führen. Der Fachkräftebedarf passe sich an die Gegebenheiten an und die hohe Arbeitslosigkeit von gering qualifizierten Arbeitskräften zeige, dass es noch Potenzial gibt welches nicht genutzt wird. „Insofern tragen Bildungsanstrengungen längerfristig dazu bei, die Konsequenzen des sinkenden Erwerbspersonenpotenzials für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt zu mildern“, so das IAB.

Hinzu kommt auch das riesige Potential an weiblichen Arbeitskräften, dass durch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehoben werden kann (siehe hier).
 

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