Marketing

Offline-Marketing: tot gesagt und dennoch quicklebendig

Web 2.0, 3.0, Social Media-, Facebook- oder auch Content Marketing … Wer sich in der Branche umhört, der könnte glauben, diese agiere inzwischen ausschließlich in der digitalen Welt. Doch wer als Unternehmer bei der Präsentation seiner Güter und Dienstleistungen nur auf dem Online-Gleis fährt, wird seine Ziele (mehr Umsatz, mehr Gewinn) niemals erreichen. Das belegt auch eine aktuelle Studie.

Cross-Channels bleiben unberücksichtigt

Strategie Marketing
Marketing findet nicht nur online statt. (Bild: Cristine Lietz / pixelio.de)

Denn nur weil ein Kunde ein Produkt online bestellt, muss das nicht heißen, dass er via Internet auf das Produkt aufmerksam wurde. Auf den ersten Blick einleuchtend, ist aber den meisten Unternehmen tatsächlich gar nicht bewusst. Zu dieser Schlussfolgerung gelangten Marketingexperten der Unternehmensberatung Arthur D. Little.

Im Rahmen einer aufwendigen Metastudie zum Thema Cross-Channel-Marketing wurden insgesamt 18 Untersuchungen unterschiedlichster Branchen auf Herz und Nieren geprüft. Dabei zeigte sich, dass viele Unternehmen die enormen Kanal übergreifenden Effekte „vergessen“, wie es Matthias Riveiro, Partner bei Arthur D. Little und verantwortlich für den Bereich Customer Experience Management, ausdrückt. So schreiben Werbende den Kauf eines Produktes oft zu Unrecht ihrem Engagement im Bereich Mobilfunk zu, nur weil der Verbraucher es über sein Smartphone bestellt hat.

Prospekthalter: Blickfang und Kundenstopper

Dabei kann ihn oder sie die Werbebotschaft auch außerhalb des eigenen Zuhauses, auf Straßen und Plätzen, präsentiert via Werbeaufsteller, Flyerständer oder Plexiglas Prospekthalter, erreicht haben. Ein Beispiel hierfür ist die große Outdoor-Kampagne eines weltweiten Getränkeherstellers, die dadurch die Zahl der Besucher auf ihrer Webseite signifikant steigern konnte.

Das alles zeigt: aller Innovationen im Word Wide Web und den damit verbundenen Werbemöglichkeiten zum trotz, sind Unternehmen allerart weiterhin auf diese Aufsteller und Halter angewiesen. Denn sie bleiben, entgegen manchenorts zu vernehmenden Unkenrufen, ein wichtiges Marketing- und Kommunikationsmedium.

So dienen Werbeaufsteller im Innenstadtbereich als Blickfang und Kundenstopper. Auf Messen (ebenfalls ein wichtiges Marketinginstrument) bieten sie Hilfestellung beim optisch ansprechenden und qualitativ hochwertig anmutenden Präsentieren und helfen somit aus der Masse der Aussteller positiv hervorzustechen.

Auch das Unternehmen selbst ins richtige Licht gerückt

Und wenn ein potenzieller Kund das Unternehmen selbst betritt, können auch hier die Prospekthalter und Aufsteller dienlich sein. Broschüren, die auf die Qualität der eigenen Güter und Dienstleistungen hinweisen, begegnen dem Kunden sprichwörtlich auf „Augenhöhe“, der Innenraum selbst macht einen aufgeräumten und somit hochwertigeren Eindruck und wird dadurch  ins richtige Licht gerückt.

Das alles heißt selbstverständlich nicht, dass man auf Online-Marketing verzichten sollte, sondern dass es auf die richtige Balance ankommt.

Christoph Schroeder

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.