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Open Source statt teuer: Inkscape statt Adobe Illustrator, Freehand oder CorelDraw

Vektorzeichenprogramme sind eine feine Sache. Man kann damit die schönsten Sachen zaubern – und das mit nur wenig zeichnerischen Talenten. Wie kommt das? Ganz einfach: Eine Vektorgrafik ist eine Computergrafik, die aus grafischen Primitiven wie Linien, Kreisen, Polygonen oder allgemeinen Kurven zusammengesetzt ist. Vektorgrafiken unterscheiden sich von Rastergrafiken dahingehend, dass sie nicht auf einem Pixelraster basieren, in dem jedem Bildpunkt ein Farbwert zugeordnet ist, sondern quasi auf einer Bildbeschreibung, welche die Objekte innerhalb des Bildes exakt definiert. Daher lassen sich Vektorgrafiken auch oftmals mit einem deutlich geringeren Bedarf an Platz speichern und zudem sind sie in ihrer verlustfreien Skalierbarkeit den Rastergrafiken überlegen.

Vektorgrafiksoftware mit tüchtigen Preisen

Mittlerweile gibt es auf dem Softwaremarkt auch mehrere Programme, mit deren Hilfe man solche Vektorgrafiken problemlos auf den Bildschirm zaubern kann. Doch der Haken ist bei allen derselbe: sie kosten eine Menge Geld. Kauft man sich bspw. eine aktuelle Version von CorelDraw kann man mit mindestens 200 Euro rechnen, bei Adobe Illustrator ist man schnell mit 500 Euro dabei.

Zum Glück gibt es eine aufgeweckte und sehr aktive Open Source Community, die hier Abhilfe schaffen kann. Und zwar mit der Software Inkscape. Diese ist kostenlos erhältlich und wird von den vielen freiwilligen Entwicklern stetig weiterentwickelt.

Inkscape als gängige Alternative

Inkscape läuft momentan auf den gängigsten Betriebssystemen, wie Windows, Linux, FreeBSD oder auf dem Mac.

Das Programm ist zum SVG-Format kompatibel, kann aber auch EPS-, Postscript-, JPG-, PNG-, BMP- oder TIF-Bilder importieren und nach PNG oder anderen vektorbasierten Formaten exportieren.

Inkscape ist mit zahlreichen Werkzeuge und verschiedene Formen ausgestattet. Pfade, Texte, Markierungen, Klone, Transparenzeffekte (alpha), Transformationen, Farbverläufe, Muster und Gruppen. Außerdem unterstützt das Gratis-Tool auch Creative-Commons-Metadaten, Knotenbearbeitung, Ebenen, komplexe Pfadoperationen, Bitmaptracing, pfadgebundene Texte, objektumfließenden Text sind ebenso verfügbar wie die direkte XML-Bearbeitung.

Dabei darf man aber auch nicht außer Acht lassen, dass Inkscape ein noch relativ junges Projekt ist, was auch die aktuelle Versionsnummer 0.48 erklärt. Einige Funktionen, wie Filter, Animation und SVG-Fonts, stehen daher noch nicht zur Verfügung.

Open Source-Software Inkscape ist auf einem guten Weg

Im Open Source-Bereich gibt es viele Programme die sich mit ihren kommerziellen Brüdern und Schwestern auf Augenhöhe messen können. Inkscape ist auf dem besten Weg dorthin. Dennoch muss man feststellen, dass die Software momentan noch nicht den Ansprüchen für den professionellen Gebrauch genügt. Nichtsdestotrotz ist Inkscape für Einsteiger und semiprofessionelle Anwender ein hervorragendes Werkzeug um damit Poster, Banner, Webgrafiken, technische Diagramme, Icons, künstlerische Bilder, Logos, Karten oder Layouts zu entwerfen.

Inkscape steht hier zum freien Download zur Verfügung.
Eine große Anzahl an Tutorials für das Vektorgrafikprogramm finden Sie hier.

(sm)

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