Themenserien

Prof. Dr. Tobias Kollmann im Interview

1. Sie sind Professor. Warum haben Sie sich für eine Hochschulkarriere entschieden und was reizt Sie daran?

Die Chance in einem so jungen Forschungsgebiet wie dem E-Business und insbesondere dem E-Entrepreneurship zu den ersten Professoren zu gehören, die Spuren für alle nachfolgenden Generationen hinterlassen, war ausschlaggebend für meine Entscheidung zu einer Karriere an der Hochschule.

 

2. Wie gestaltet sich Ihr Tagesablauf als Professor?

Da ich privat in Köln wohne, stehe ich um 05:30 Uhr auf, um rechtzeitig vor dem Stau auf der A3 zur Universität nach Essen zu fahren. Um 07:00 Uhr bin ich dann im Büro, fahre den Rechner hoch, bearbeite die ersten E-Mails und definiere die Arbeitspakte des Tages für die Mitarbeiter. Um 09:00 Uhr das erste Meeting, meistens um 10:00 Uhr dann die Vorlesung, um 14:00 Uhr Sprechstunde, um 15:00 Uhr Sitzung, um 16:00 Uhr Promotionsbetreuung, ab 17:00 Uhr Gründerbetreuung und um 19:00 Uhr verlasse ich das Büro, um nach dem Stau zurück über die A3 nach Hause zu fahren. Wenn noch ein Vortrag am Abend hinzukommt, dann wird es entsprechend später.

 

3. Inwieweit halten Sie Kontakt zur Praxis und welche Aktivitäten führen Sie hier durch?

Der Kontakt zur Praxis ist für mich sehr wichtig. Davon profitieren auch die Studenten in den Vorlesungen mit aktuellen Beispielen oder Gastdozenten. Entsprechend wird dieser Kontakt über Beratungs- und Kooperationsprojekte, aber auch über Vorträgen bei bzw. für Unternehmen und Verbänden realisiert. Hinzu kommt die besondere Unterstützung von jungen Unternehmen, die ich auf ihren ersten Schritten als Business Angel aktiv begleite.

 

4. Wie wichtig halten Sie Praxisbezug für Studenten, z.B. in Form von Praktika, außeruniversitäres Engagement, Projekte etc., während des Studiums?

Bei dem heutigen Konkurrenzdruck der Absolventen reicht der reine Abschluss nicht mehr aus! Um aus der Masse hervorzuragen, sind sämtliche Zusatzleistungen, die in einem sinnvollen Zusammenhang mit dem Studium stehen, hilfreich.

 

5. Wie sieht Ihr idealer Student aus und wie würden Sie in diesem Kontext „Erfolg“ definieren?

Der „ideale“ Student lernt auf alle Fälle nicht nur den Stoff auswendig, sondern versucht, die Lehrinhalte auch auf eigene Ideen und Überlegungen kreativ anzuwenden. Dafür ist mein Lehrgebiet „E-Business und E-Entrepreneurship“ geradezu perfekt. Es geht mir nicht nur um das Vermitteln eines Handwerkszeugs, sondern auch um die motivierenden Impulse für das eigene unternehmerische Denken.    

 

6. Was sind Ihre eigenen Werte und wie setzen Sie diese im Alltag um?

Für mich „Verlässlichkeit“, „Glaubwürdigkeit“ und „Integrität“ die Werte, die ich auch in der täglichen Zusammenarbeit mit Studenten, Mitarbeiten und Gründern versuche anzuwenden. Das sich „auf jemanden verlassen können“ gilt sowohl für mich, als auch für diejenigen, die mit mir zusammenarbeiten wollen.

 

7. In Zeiten der Wirtschaftskrise stehen Unternehmensführer und Manager stark in der Kritik. Woran denken Sie bei den Worten „kurzfristiger Erfolg“ versus „Nachhaltigkeit“?

Nachhaltigkeit ist auch die Summe von kurzfristigen Erfolgen. Die zunehmende Dynamik des Marktes zwingt jeden Unternehmer kurzfristiger zu denken und zu handeln. Die unternehmerische Anpassungsfähigkeit bestimmt dabei die Nachhaltigkeit und die muss täglich erarbeitet werden. 

 

8. Welche Person ist Ihr Vorbild und warum?

Ich habe kein spezielles Vorbild, sondern versuche meinen eigenen Weg zu gehen.

 

9. Mit welcher Person würden Sie gerne für einen Tag tauschen und warum?

Ich könnte mir mal vorstellen, einen Fußballverein nach vorne zu bringen und diesen in eine wirtschaftlich und sportlich stabile Zukunft zu führen. Entsprechend würde ich gerne mal mit einem Präsidenten eines Bundesligavereins tauschen wollen.

 

10. Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Nur wer sich bewegt, kann etwas bewegen!

 

 

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Zur Person:

 

Prof. Dr. Tobias Kollmann ist Inhaber des Lehrstuhls für BWL und Wirtschaftsinformatik, insb. E-Business und E-Entrepreneurship an der Universität Duisburg-Essen, Campus Essen. Innerhalb der Forschung konzentriert er sich hier insbesondere auf das Thema „E-Entrepreneurship“ und damit auf alle Fragen rund um die Unternehmensgründung und -entwicklung in der Net Economy. Für sein besonderes Lehr- und Förderkonzept in diesem Bereich erhielt er beim UNESCO Entrepreneurship Award “Entrepreneurial Thinking and Acting” einen Sonderpreis.

 

 

1. Sie sind Professor. Warum haben Sie sich für eine Hochschulkarriere entschieden und was reizt Sie daran?

Die Chance in einem so jungen Forschungsgebiet wie dem E-Business und insbesondere dem E-Entrepreneurship zu den ersten Professoren zu gehören, die Spuren für alle nachfolgenden Generationen hinterlassen, war ausschlaggebend für meine Entscheidung zu einer Karriere an der Hochschule.

 

2. Wie gestaltet sich Ihr Tagesablauf als Professor?

Da ich privat in Köln wohne, stehe ich um 05:30 Uhr auf, um rechtzeitig vor dem Stau auf der A3 zur Universität nach Essen zu fahren. Um 07:00 Uhr bin ich dann im Büro, fahre den Rechner hoch, bearbeite die ersten E-Mails und definiere die Arbeitspakte des Tages für die Mitarbeiter. Um 09:00 Uhr das erste Meeting, meistens um 10:00 Uhr dann die Vorlesung, um 14:00 Uhr Sprechstunde, um 15:00 Uhr Sitzung, um 16:00 Uhr Promotionsbetreuung, ab 17:00 Uhr Gründerbetreuung und um 19:00 Uhr verlasse ich das Büro, um nach dem Stau zurück über die A3 nach Hause zu fahren. Wenn noch ein Vortrag am Abend hinzukommt, dann wird es entsprechend später.

 

3. Inwieweit halten Sie Kontakt zur Praxis und welche Aktivitäten führen Sie hier durch?

Der Kontakt zur Praxis ist für mich sehr wichtig. Davon profitieren auch die Studenten in den Vorlesungen mit aktuellen Beispielen oder Gastdozenten. Entsprechend wird dieser Kontakt über Beratungs- und Kooperationsprojekte, aber auch über Vorträgen bei bzw. für Unternehmen und Verbänden realisiert. Hinzu kommt die besondere Unterstützung von jungen Unternehmen, die ich auf ihren ersten Schritten als Business Angel aktiv begleite.

 

4. Wie wichtig halten Sie Praxisbezug für Studenten, z.B. in Form von Praktika, außeruniversitäres Engagement, Projekte etc., während des Studiums?

Bei dem heutigen Konkurrenzdruck der Absolventen reicht der reine Abschluss nicht mehr aus! Um aus der Masse hervorzuragen, sind sämtliche Zusatzleistungen, die in einem sinnvollen Zusammenhang mit dem Studium stehen, hilfreich.

 

5. Wie sieht Ihr idealer Student aus und wie würden Sie in diesem Kontext „Erfolg“ definieren?

Der „ideale“ Student lernt auf alle Fälle nicht nur den Stoff auswendig, sondern versucht, die Lehrinhalte auch auf eigene Ideen und Überlegungen kreativ anzuwenden. Dafür ist mein Lehrgebiet „E-Business und E-Entrepreneurship“ geradezu perfekt. Es geht mir nicht nur um das Vermitteln eines Handwerkszeugs, sondern auch um die motivierenden Impulse für das eigene unternehmerische Denken.    

 

6. Was sind Ihre eigenen Werte und wie setzen Sie diese im Alltag um?

Für mich „Verlässlichkeit“, „Glaubwürdigkeit“ und „Integrität“ die Werte, die ich auch in der täglichen Zusammenarbeit mit Studenten, Mitarbeiten und Gründern versuche anzuwenden. Das sich „auf jemanden verlassen können“ gilt sowohl für mich, als auch für diejenigen, die mit mir zusammenarbeiten wollen.

 

7. In Zeiten der Wirtschaftskrise stehen Unternehmensführer und Manager stark in der Kritik. Woran denken Sie bei den Worten „kurzfristiger Erfolg“ versus „Nachhaltigkeit“?

Nachhaltigkeit ist auch die Summe von kurzfristigen Erfolgen. Die zunehmende Dynamik des Marktes zwingt jeden Unternehmer kurzfristiger zu denken und zu handeln. Die unternehmerische Anpassungsfähigkeit bestimmt dabei die Nachhaltigkeit und die muss täglich erarbeitet werden. 

 

8. Welche Person ist Ihr Vorbild und warum?

Ich habe kein spezielles Vorbild, sondern versuche meinen eigenen Weg zu gehen.

 

9. Mit welcher Person würden Sie gerne für einen Tag tauschen und warum?

Ich könnte mir mal vorstellen, einen Fußballverein nach vorne zu bringen und diesen in eine wirtschaftlich und sportlich stabile Zukunft zu führen. Entsprechend würde ich gerne mal mit einem Präsidenten eines Bundesligavereins tauschen wollen.

 

10. Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Nur wer sich bewegt, kann etwas bewegen!

 

 

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Zur Person:

 

Prof. Dr. Tobias Kollmann ist Inhaber des Lehrstuhls für BWL und Wirtschaftsinformatik, insb. E-Business und E-Entrepreneurship an der Universität Duisburg-Essen, Campus Essen. Innerhalb der Forschung konzentriert er sich hier insbesondere auf das Thema „E-Entrepreneurship“ und damit auf alle Fragen rund um die Unternehmensgründung und -entwicklung in der Net Economy. Für sein besonderes Lehr- und Förderkonzept in diesem Bereich erhielt er beim UNESCO Entrepreneurship Award “Entrepreneurial Thinking and Acting” einen Sonderpreis.

 

 

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