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Rechtsschutz: Dank Vergleich Klippen umschiffen

Gerade nach einem Verkehrsunfall (der hoffentlich nur Blechschäden verursachte) bleibt oft dir rechtliche Frage ungeklärt. Prozesse, um diese zu klären sind oft aufwendig und teuer. In vielen Fällen wäre man froh über einen Rechtsschutz gewesen – oder eben nicht. Denn Rechtsschutz ist nicht gleich Rechtsschutz. Und nicht für jeden ist jede Rechtsschutzversicherung sinnvoll. Manche können sogar von Nachteil sein.

Rechtsschutz: Ein Versicherungsvertrag wie jeder andere auch

Zunächst ist eine Rechtsschutzversicherung nichts anderes als ein ein privatrechtlicher Versicherungsvertrag. Wie bei jedem anderen Vertrag auch ist der Versicherer dazu verpflichtet, gegen Prämienzahlung des Versicherungsnehmers die erforderlichen Leistungen für die Wahrnehmung der Interessen des Versicherten im vereinbarten Umfang zu erbringen – nur das es sich hierbei um rechtliche Interessen handelt. Diese können beruflicher oder privater Natur sein. Zum Beispiel als Verkehrsteilnehmer oder als Mieter. Manche Versicherungsunternehmen bieten auch einen kompletten „Rundum“-Rechtsschutz an. Dazu gehören Privat-, Berufs-, Verkehrs- und Wohnungs-Rechtsschutz.

Angebote reichen von unter 100 bis zu 400 Euro

Insbesondere bei den oben genannten „Rundum“-Paketen variieren die Angebote erheblich. Einer Untersuchung der Stiftung Warentest aus dem Januar 2012 zufolge kosteten die besten Versicherungspakete zwischen 350 und 400 € im Jahr. Aber es waren auch deutlich günstigere Angebote für unter 250 € im Jahr zu finden. Je nach Ansprüchen, die man als Versicherter an seinen Rechtsschutz stellt, waren die günstigeren Pakete weder besser noch schlechter. Einzelne  Rechtsschutzversicherungen, zum Verkehrs- oder Mietrecht etwa, wurden oft für unter 100 € pro Jahr angeboten. Ein Test der Rechtsschutzversicherung ist dringend zu empfehlen. Sonst zahlt man als Versicherer einen zu hohen Preis für Leistungen, die man niemals brauchen wird.

Um die für sich beste Rechtsschutzversicherung zu finden, sollte man vor allem zwei Frage für sich beantworten: Erstens, welche Leistungen in den Bereichen Privat-, Berufs-, Verkehrs- und Wohnungs-Rechtsschutz sind wirklich von Nöten und zweitens ist aufgrund meiner hohen Ansprüche doch eine Rundum-Versicherung besser?Zudem sollte man unbedingt darauf achten, dass die Rechtsschutzversicherung die gängigen Kosten übernimmt.

Dies sind in der Regel:

– die gesetzlichen Anwaltsgebühren des vom Versicherten frei ausgewählten Rechtsanwalts, Zeugengelder
– Sachverständigenhonorare, sofern es sich nicht um außergerichtliche Privatgutachten handelt
– die Gerichtskosten
– Strafkautionen (bis zu 50.000 Euro), um den Versicherungsnehmer vor dem Strafvollzug zu schützen
– sowie die Kosten des Gegners, soweit der Versicherungsnehmer diese laut dem richterlichen Urteil übernehmen muss.

Übrigens: nicht übernommen werden Geldstrafen und Bußgelder.

Vergleichsportale bieten Überblick

Antworten auf die oben gestellten Fragen und Möglichkeiten zum Vergleich finden sich auf zahlreichen Online-Portalen. Sie bieten nicht nur einen ausführlichen Überblick, sondern darüber hinaus lassen sich der Preis und die Leistung schnell und einfach einem ausführlichen Test unterziehen. Denn für den Versicherten gilt: Der beste Rechtsschutz besteht aus einem Test und einem Versicherungsvergleich. So umschiffen Sie Klippen, wie zum Beispiel Kostenfallen, von vornherein.

(cs)

Christoph Schroeder

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