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Autoversicherung wechseln: Warum sich das lohnen kann

Eine junge Frau sitzt lächelnd und unbekümmert hinter dem Steuer Ihres Autos.

Der 30. November ist ein wichtiger Stichtag für alle Autobesitzer, die ihre Autoversicherung zum neuen Kalenderjahr wechseln wollen. Denn das kann durchaus eine lohnende Sache sein. Der KFZ-Versicherungsmarkt ist riesig. Wie eine Erhebung des Portals Statista zeigt, nahmen deutsche Autoversicherer im vergangenen Jahr rund 29 Milliarden Euro an Beiträgen ein. Gleichzeitig deckt diese Versicherungssparte knapp 47 Prozent aller Leistungen der Schadens- und Unfallversicherungen in ganz Deutschland ab. Das ist kein Wunder, wenn man sich die steigenden Unfallzahlen ansieht. Vor diesem Hintergrund ist eine Absicherung bei einem zuverlässigen Versicherungspartner ein Muss. Das Schöne daran: Mit ein wenig Know-how kann man umfassenden Versicherungsschutz bekommen, ohne dafür Unsummen auszugeben. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie Sie selbst bei einem ohnehin schon günstigen Tarif durch kluge Kalkulation weiter sparen können.

Autoversicherung: genauer Blick auf die Vertragsdetails lohnt sich

In Deutschland gilt grundlegend, dass jede*r Autobesitzer*in eine Haftpflichtversicherung abschließen muss. Wirklich interessant wird ein Versicherungsvergleich bei der Frage nach der Art des Abschlusses. Unterschieden werden hierbei

  • Teilkasko
  • Vollkasko

Viele Autofahrer*innen bleiben über Jahre hinweg bei dem einmal gewählten Tarif. Dabei lohnt es sich häufig, diesen nach einer Weile anzupassen. So ist eine Vollkaskoversicherung nur bei Neuwagen oder bei einem Wagenwert von mehr als 15.000 Euro sinnvoll. Ist das Auto aber weniger wert als 15.000 Euro sollte man zur Teilkasko wechseln. Eine Vollkaskoversicherung kostet durchschnittlich etwa dreimal so viel wie eine Teilkasko – eine Rückstufung lohnt sich also. Nimmt man dann noch eine Selbstbeteiligung in Höhe von 150 Euro in den Vertrag auf, spart man extra – und zwar zwischen zehn bis zwanzig Prozent.

Diese Punkte beeinflussen die Beitragshöhe

Auch auf die Kilometerleistung pro Jahr sollte man bei einem Wechsel der Kfz-Versicherung achten: Hier ist es sinnvoll, so knapp wie möglich zu kalkulieren. Pro 5000 Kilometer kann man so zwischen zehn und 15 Prozent einsparen. Stellt sich heraus, dass die jährliche Kilometerleistung doch höher liegt, lässt sich das im Vertrag schnell ändern. Wenn man nur eine*n oder maximal zwei Fahrer*innen für das Fahrzeug anmeldet, wird die Autoversicherung ebenfalls günstiger. Allerdings dürfen dann auch wirklich nur die angemeldeten Fahrer*innen, das Auto nutzen. Andernfalls kann es bei einem konkreten Schadensfall oder Verkehrsunfall zu einer Beitragsnachzahlung oder im schlimmsten Fall sogar zu einer Strafe kommen. Hierfür muss noch nicht mal ein Eigenverschulden vorliegen. Insgesamt vermeldet das Statistische Bundesamt eine steigende Anzahl an Verkehrsunfällen. Im vergangenen Jahr belief sich deren Zahl auf mehr als 2.600.000 Fälle.

Wer gerade auf der Suche nach einem Auto ist, das er versichern möchte, sollte die sogenannten Typklassen im Auge behalten. Einige Marken sind überproportional häufig in Unfälle verwickelt oder lassen sich nur mit hohem Kostenaufwand reparieren. Die Kfz-Versicherungen ordnen daher verschiedene Marken in Typklassen ein. In der Teilkasko wird zwischen insgesamt 24 Klassen von 10 bis 33 unterschieden. Je höher die Klasse, umso teurer ist die Versicherung. Vor allem für Fahranfänger kann sich die Aufrüstung des Wagens mit einem Telematik-Gerät oder einer entsprechenden App lohnen. Dieses Gerät misst das Fahrverhalten wie überhöhtes Tempo oder Vollbremsungen. Wer hier achtsam fährt, wird von seiner Autoversicherung mit geringeren Prämien belohnt.

Was viele Versicherte gar nicht wissen: Auch bestimmte Berufsgruppen wie Beamte oder Angestellte im Öffentlichen Dienst bekommen von einigen Kfz-Versicherungen Rabatte. Das gilt auch für Eigenheimbesitzer oder Eltern minderjähriger Kinder. Weitere Sparmöglichkeiten gibt es, wenn das Auto in der Garage untergebracht wird, man die Werkstattbindung der Versicherung nutzt oder den Versicherungsbeitrag nicht monatlich, sondern jährlich zahlt.

Sonderfall in der Autoversicherung: das E-Auto

Eine Sonderrolle nehmen E-Autos in Versicherungsfragen ein. Hier sollte man auf Extras achten. Neben der Vollkaskoversicherung, die sich aufgrund des hohen Anschaffungspreises für einen Stromer lohnt, muss zum Beispiel der Akku gesondert mitversichert werden – auch gegen Bedienerfehler. Bei der Versicherung eines Elektroautos sollten Sie sich deshalb vor dem Abschluss einen Gesamtüberblick über alle relevanten Aspekte zu verschaffen.

Beate Greisel

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