Klima & Umwelt

Biologische Vielfalt: Neues Förderprojekt für Unternehmen

Das Unternehmenseigene Firmengelände als Rückzugsraum für Tiere und Pflanzen. Das ist nicht nur gut für die biologische Vielfalt, sondern darüber hinaus senken diese Maßnahmen die Unterhaltskosten für das Betriebsgelände. Das Bundesumweltministerium (BMU) unterstützt im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt Unternehmen aller Branchen bei der konkreten Umsetzung.

Biodiversity Check

Grünfläche, Verwaltungsgebäude, Kunstwerk
(Bild: Rainer Sturm / pixelio.de)

Mindestens 20 Firmen sollen einen „Biodiversity Check“ durchführen. Ziel diese Checks ist es, die konkrete Bedeutung der biologischen Vielfalt für das Unternehmenshandeln heraus zu arbeiten. Bis zu zehn Unternehmen mit entsprechend großen Firmengeländen werden dann ausgewählt und bei der konkreten Planung und Umsetzung einer naturnahen Gestaltung der Flächen unterstützt.

Über einen halbe Million Euro Fördergelder

Das Bundesumweltministerium (BMU) stellt aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt 431.000 Euro zur Verfügung. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) begleitet das Naturschutzprojekt als Bewilligungsbehörde. Durchgeführt wird das Projekt von der Heinz Sielmann Stiftung zusammen mit der Bodensee-Stiftung und dem Global Nature Fund, die insgesamt rund 150.000 Euro beitragen.

Ziel: Konkrete Beratungsangebote für Unternehmen

Mithilfe des Projekts werden mehrere Ziele verfolgt. Zum einen soll ein Leitfaden erstellt werden, der auf den praktischen Erfahrungen mit der naturnahen Gestaltung von Firmengeländen und den „Biodiversity Checks“ basiert. Darüber hinaus wird ein Konzept erarbeitet, welches zeigt, wie Unternehmen mit naturnahen Firmengeländen langfristig beraten und zertifiziert werden können. Außerdem soll das Projekt Wege aufzeigen, wie Biodiversitätsaspekte in Umweltmanagementsystemen, wie EMAS und ISO 14.001, bessere Berücksichtigung finden können. Die Ergebnisse werden Mitte des Jahres 2016 vorgestellt.

(cs)

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Hintergrund: Das Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“

Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird seit 2011 durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterstützt. Gefördert werden Vorhaben, denen im Rahmen der NBS eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter Weise umsetzen. Die geförderten Maßnahmen tragen dazu bei, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie dienen dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der biologischen Vielfalt und gehen über die rechtlich geforderten Standards hinaus. Akzeptanzbildende Maßnahmen der Informationen und Kommunikation tragen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein für die biologische Vielfalt zu stärken. Weiterführende Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Christoph Schroeder

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