Technologie

Google bringt eine Brille mit transparenten Displays für Zusatzinformationen heraus – Project Glass

Bereits Anfang des Jahres kamen erste Gerüchte auf, Google plane eine High-Tech-Brille, mit der virtuelle Zusatzinformationen in das natürliche Gesichtsfeld des Trägers eingeblendet werden können. Nun brachte Google selbst das Projekt in die Öffentlichkeit: Der Schlüssel ist eine Mischung aus transparenten LCD- oder AMOLED-Displays als Brillengläser, Kameras mit Objekterkennungstechnik, GPS und eine Internetverbindung via Smartphone. Über das Head-Up-Display sollen dann mittels der sogenannten „Augmented-Reality-Technologie“ relevante Informationen in das Blickfeld des Trägers eingeblendet werden, beispielsweise zu Produkten (3D-Code/Barcode), Orten und Sehenswürdigkeiten oder auch Personen/Kunden/Arbeitskollegen. Großes Anwendungspotential ergibt sich dadurch auch als Navigationshilfe in fremden Städten, als Reiseführer für historische Stätten oder auch als semitransparente Gebrauchsanleitung für kompliziertere Wartungs- und Reparaturarbeiten, die nutzerfreundlich direkt neben die betreffenden Geräte eingeblendet wird. Zudem wäre es auch möglich, weit entfernte Objekte näher heran zu zoomen.

Darüber hinaus könnte die Brille auch die gängigen Funktionen von Smartphones anwenderfreundlich ins Blickfeld rücken: über anstehende Termine informieren, Nachrichten von Freunden einblenden oder auch Bilder und Videos aufnehmen, um sie sodann gleich über Social Networks mit Bekannten zu teilen.

Google hat bereits einige Designstudien und bemerkenswerte Anwendungsideen in einem Video zusammengestellt (Link zum Youtube-Video). Auf Google+ wurde zudem eine eigene Seite eingerichtet, auf der die Nutzer ihre eigenen Vorstellungen einbringen können, was die Brille letztendlich alles für Funktionen haben sollte.

Der IT-Informationsdienst Heise hat bereits erhältliche Konkurrenzprodukte aufgezählt: So verkauft beispielsweise Epson bereits seit einigen Tagen die Augmented-Reality-Brille Moveria-BT-100 (auf Android-Basis, Auflösung: 960 × 540). Epson geht dabei den Weg, mit seinem Moverio Developer Program kreative Entwickler mit ins Boot zu holen. Silicon Micro Display verkauft ebenfalls bereits die ST1080-Brille mit durchlässigen LCoS-Displays (HD-Auflösung 1920 × 1080). Die ST1080 hat allerdings keine eigene Rechnerkapazität eingebaut, sondern ist auf externe Zuspieler angewiesen.
(mb)

 

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