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In sechs Schritten zu perfekten YouTube-Videos

Unternehmen entdecken Youtube, schrieb das Handelsblatt bereits vor über fünf Jahren. Damals waren damit noch transnational agierende Großkonzerne, darunter Siemens, BMW oder Vodafone gemeint. Inzwischen entdeckt auch der Mittelstand die, ursprünglich zum Teilen von Partyvideos gedachte, Plattform für ihre Marketingzwecke. Doch Vorsicht: Ein schlechtes Web-Video kann unglaublich teuer werden. Damit es erst gar nicht so weit kommt, erklären wir Ihnen im Folgenden, wie Sie YouTube-Videos erstellen und worauf es dabei ankommt.

Unternehmen entdecken YouTube für sich

Die Unternehmen aus Deutschland und der Schweiz sind regelrecht »YouTube-addicted«. So zeigt eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers*, dass inzwischen über 78 der Großunternehmen die Videoplattform für Ihre Zwecke nutzen. Im Netz finden sich inzwischen zahlreiche Tipps & Tricks, auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), wie man YouTube-Videos für das eigene Marketing einsetzen kann. Auch wenn diese, je nach Branche und Größe des Unternehmens, unterschiedliche Schwerpunkte haben, lassen sie sich in folgenden sechs Schritte zusammenfassen.

Schritt 1: Ziele für Ihre YouTube-Videos definieren

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Smartphone nehmen und einfach YouTube-Videos drehen? Für unternehmerische Zwecke ist dieses Vorgehen nicht geeignet. (Bild: „Girl Shooting with her iPhone 6 in Winter“ Viktor Hanáček / picjumbo.com)

Die meisten Unternehmer schnappen sich anfangs eine Videokamera – oder noch schlimmer ein Smartphone – und legen einfach los. Am Ende stellen sie fest, dass sie Stunden wertvoller Lebenszeit verschwendet haben, weil sie sich folgende Fragen nicht gestellt haben:

  • Was möchte ich mit meinen YouTube-Videos erreichen?
  • Wen möchte ich mit meinen YouTube-Videos erreichen?
  • Wohin möchte ich mit meinen YouTube-Videos die Nutzer führen (Webseite, Geschäft)?

Erst wenn Sie Ihr Marketingziel klar definiert haben, sollten Sie anfangen, darüber nachzudenken, ein Video aufzunehmen. Ansonsten irren Sie weiterhin mit Ihrer Kamera ziellos umher.

Schritt 2: Themen suchen beziehungsweise finden

Es müssen nicht immer Katzen in YouTube-Videos auftreten, nur damit diese als unterhaltsam empfunden werden. Wenn Sie ein Werbevideo für Ihr Unternehmen planen, sollte darin nicht ausschließlich das Produkt gepriesen werden. Liefern Sie auch wertvolle Inhalte und spannende Themen. Ihnen fällt keines ein? Begeben Sie sich innerhalb Ihres Betriebes auf Erkundungstour. Nutzen Sie zum Beispiel »Story Telling«, will heißen: Berichten Sie davon, wie Sie oder Ihre Vorfahren quasi aus dem Nichts ein Unternehmen aufbauten oder beantworten Sie von Kunden häufig gestellte Fragen. Schnell werden Sie erkennen, dass es viele Themen gibt, über die man etwas erzählen kann.

Schritt 3: Filmen

Jetzt endlich dürfen Sie mit dem loslegen, was Sie bereits die ganze haben tun wollen. Schnappen Sie sich dazu die qualitativ hochwertigste Kamera, die Ihnen zur Verfügung steht, und fangen Sie an zu filmen. Bedenken Sie: Vor allem für YouTube-Videos lautet das Erfolgsrezept Authentizität. Wenn Sie beim filmen Hilfe brauchen, fragen Sie Hobbyfilmer, wie zum Beispiel Freunde, einen Ihrer Mitarbeiter und notfalls holen Sie sich Hilfe beziehungsweise eine Expertise von außen. Schließlich muss man als Chef nicht alles können.

Schritt 4: Bearbeiten

Auch wenn das Endergebnis es nicht vermuten lässt: YouTube-Videos müssen nicht in einer einzigen Aufnahme gedreht werden. Das liegt an zahlreichen kostenlosen Videobearbeitungssoftwares, die man inzwischen im Netz findet. Cuttermaran, Avidemux und der VSDC Free Video Editor sind nur einige.

Schritt 5: Hochladen

Erst das Hochladen macht aus Videos YouTube-Videos. Dazu gilt es, ein YouTube-Konto zu erstellen. Nach erfolgreicher Anmeldung können Sie Ihr Filmmaterial dank Schritt für Schritt-Anleitung innerhalb weniger Minuten ganz unkompliziert hochladen. Übrigens: Falls Sie bereits ein Konto bei Google haben (zum Beispiel, weil Sie deren Maildienst nutzen), brauchen Sie kein YouTube-Konto erstellen. Dieses ist im Google-Account inbegriffen, seitdem sich die Suchmaschine das Portal für mehrere Milliarden US-Dollar aufkaufte.

Schritt 6: Bewerben

Stellen Sie sich vor, Sie drehen einen Film und keinen interessiert es. Für Regiesseure ein Alptraum, der sie an ihrer Berufswahl zweifeln lässt. Für Sie eine Investition in Zeit – und letztendlich Geld –, das einfach so verpufft. Daher müssen, sobald Ihr Filmmaterial auf der zurzeit meistgenutzen Videoplattform der Welt zu sehen ist, unbedingt bewerben. Nicht nur mit »Likes« auf Facebook und dem Teilen mit „Freunden“, sondern auch mit Anzeigen über AdWords und Erwähnungen in Online-Brancheneinträgen. Wie das genau funktioniert, verraten wir Ihnen im unseren nächsten Beitrag zum Thema.

Die Umfrageergebnisse sind unter folgendem Link abrufbar: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/245358/umfrage/genutzte-social-media-plattformen-durch-grossunternehmen/

Christoph Schroeder

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