Finanzen

Wer, wie, was ist Crowdfunding?

„Der, die, das – wer, wie, was – wieso, weshalb, warum – wer nicht fragt, bleibt dumm …“ der Inhalt dieses zur Volksweisheit avancierten Kinderliedes hat auch für das Thema Crowdfunding seine Bedeutung. Denn viele gehen zu naiv an dieses Thema heran. Hier ein kleiner Überblick, was beim Crowdfunding alles zu beachten ist.

Von New York bis Peking

Schwarmintelligenz, Crowdfunding, dei Macht der Masse, die Weisheit der Vielen, Massen, Masse
Die Kapitalmacht des Schwarms nutzen. Darum geht es beim Crowdfunding. (Bild: Nico / pixelio.de)

Crowdfunding erobert Asien, aber auch auf den nordamerikanischen und den westeuropäischen Märkten erfreut sich diese Art und Weise der Kapitalbeschaffung zunehmender Beliebtheit. Das in der deutschen Öffentlichkeit wohl bekannteste Beispiel dürfte der «Stromberg»-Film sein. Für die Umsetzung dieses Projektes wurde via Crowdfunding über eine Million Euro gesammelt.

Crowdfunding in vier Schritten

Doch wie geht Crowdfunding, auf deutsch grob übersetzt Schwarmfinanzierung? Eigentlich ganz einfach. Man präsentiert den Schwarmfinanzierern seine Idee und setzt diese mit dem von ihnen zur Verfügung gestellten Kapital um. Die Idee kann alles mögliche und unmögliche sein. Ein Buch, ein Film, aber auch die Umsetzung einer Erfindung für kommerzielle Zwecke.

Ganz so einfach ist Geld verdienen, auch via Crowdfunding natürlich nicht. Egal, was man vorhat, zunächst muss man sich mit den Gegebenheiten sprich allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) der Plattformen auseinanderzusetzen. Sonst kann die Finanzierung scheitern, bevor man sein Projekt überhaupt dem Schwarm vorgesetllt hat.

In vier Schritten zum Startkapital

Eine erste Recherche mithilfe der Suchmaschine seines Vertrauens zeigt, viele Wege führen nach Rom beziehungsweise zum Startkapital. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit wollen wir Ihnen im Folgenden die aus unser Sicht vier wichtigsten kurz beschreiben.

Schritt 1: Bewerbung

Das ist je nach Plattform relativ einfach. Registrieren Sie sich und füllen Sie ein Formular aus, das den Crowdfunding-Anbieter das Wichtigste über Sie und Ihr Vorhaben verrät.

Schritt 2: Den Anbieter überzeugen

Klar möchte ein Anbieter wissen, wie Sie gedenken Ihr Vorhaben umzusetzen. Schließlich möchten seriöse Crowdfunding-Plattformen potenziellen Investoren vielversprechende Produkte anbieten und kein Sammelbecken für Spinner sein. Darum wird er Sie fragen: Sind Ihre Planung und Ihr Kapitalbedarf realistisch? Wie sehen Ihre nächsten Schritte aus, sobald Sie das für die Umsetzung Ihres Projektes notwendige Kapital zusammenhaben?

Schritt 3: Die Vertragsgestaltung

Selbstverständlich möchte auch die Plattform selbst mit Ihrer Idee Geld verdienen. Das ist legitim. Schließlich stellen die Crowdfunding-Portale den Kontakt mit den potenziellen Geldgebern für Sie her. Aber achten Sie darauf, dass die es mit der Vergütung dieser Dienstleistung nicht übertreiben. Lesen Sie dazu die bereits erwähnten AGBs aufmerksam durch.

Schritt 4: Den Schwarm überzeugen

Natürlich gibt keiner sein Geld für Dinge her, die er nicht kennt. Deshalb müssen Sie, nachdem Sie in Schritt 1 bis 3 den Anbieter überzuegt haben, auf einer Crowdfunding-Plattform Ihre Idee und Ihre Umsetzungsstrategie den potenziellen Finanziers präsentieren. In der Regel macht man das via Drei-Minuten-Video. Nehmen Sie sich dafür Zeit, indem Sie Beispielvideos recherchieren und zunächst mehrere Probeläufe starten. Zeigen Sie Ihr Video auch Freunden, die Ihnen kritisch Feedback geben.

 

Christoph Schroeder

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.