International

Arzneimittel und der EU-Binnenmarkt

Ob nun zur Behandlung von körperlichen oder psychischen Erkrankungen, manchmal lässt sich ihre Einnahme nicht vermeiden: die Rede ist von Arzneimitteln. Und die sind hierzulande ganz schön teuer wie ein internationaler Vergleich zeigt. Dabei lässt sich dank EU-Binnenmarkt-Regelung einiges an Einsparpotenzial realisieren. Jedoch bitte nicht zu Lasten der Gesundheit!

3,7 Milliarden Euro Einsparpotenzial – Deutschland verzichtet

Arzneimittel, Medikamente, Gesundheit
Auch Arzneimittel können innerhalb der EU gehandelt werden. (Bild: I-vista / pixelio.de)

2.160 Euro im Jahr gibt jeder Deutsche im Schnitt für Arzneimittel aus. Weltweit gehört die Bundesrepublik damit zu den Top 10, innerhalb der Europäischen Union (EU) nimmt sie damit einen Spitzenplatz ein. Das geht aus dem jährlich veröffentlichen „Arzneiverordnungs-Report“ des wido, wissenschaftlichen Instituts der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) hervor. Dabei müsste  das nicht sein, denn Deutschland hat allein im vergangenen Jahr auf 3,7 Milliarden Euro Einsparpotenzial verzichtet. Diese könnten unter anderem durch den Einsatz von Generika oder den Verzicht umstrittener Arzneimittel realisiert werden.

EU-Binnenmarkt auch für Arzneimittel offen

Was viele nicht wissen: nicht nur Berufstätigen ist es innerhalb der Europäischen Union möglich, sich frei zu bewegen. Darüber hinaus können auch Arzneimittel innerhalb des EU-Binnenmarktes gehandelt werden. Diesen Umstand machen sich Arzneimittelimporteure, wie die Orifarm GmbH (www.orifarm.de), zu nutze und ermöglichen es durch Parallel- und Reimport, Medikamente zu deutlich günstigeren Konditionen auf den deutschen Markt zu bringen.

Nicht auf Kosten der Gesundheit sparen

Natürlich müssen dabei, wie beim Handel mit anderen Waren und Dienstleistungen auch, Vorschriften eingehalten werden. So unterliegen Arzneimittelimporteure, genau wie Arzneimittelhersteller, den strengen Auflagen der Aufsichtsbehörden, wenn es um die Sicherheit und die Qualitätssicherung von Medikamenten und Lieferkette geht. Und das zurecht, schließlich gilt, trotz Rücksicht auf den eigenen Geldbeutel: mit der Gesundheit spaßt man nicht!

Arzneimittelimport: auch hierzulande ein Trend

Das geht aus den  Angaben des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller e.V.* hervor. Schon 2009 erzielten die Reimporteure hierzulande einen Umsatz von drei Milliarden Euro – Tendenz steigend. Und 2011 war bereits mehr als jedes zehnte Arzneimittel ein importiertes Medikament.

*Daten entnommen aus:

Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (Hrsg.): „Statistics 2011. Die Arzneimittelindustrie in Deutschland“, Stand: Dezember 2011.

Christoph Schroeder

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