Energie & Umwelt

EEG-Umlage erhöht sich 2012 nur minimal um 0,05 Cent

Die Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien (EEG-Umlage) wird im kommenden Jahr 2012 entgegen vieler Erwartungen kaum steigen. Obwohl der Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voranschreitet, wird sich die EEG-Umlage nur von 3,53 auf 3,589 Cent erhöhen, also um 0,05 Cent. Das bedeutet für einen Durchschnittshaushalt Mehrkosten von lediglich etwas über drei Euro pro Jahr. Die Umlage ist in dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) geregelt, wonach jeder, der erneuerbaren Strom erzeugt, eine feste Vergütung erhält. Diese wird auf die Stromrechnung umgelegt.

Über die Gründe des extrem geringen Anstiegs vor dem Hintergrund der regenerativen Energiewende und des beschleunigten Ausbaus der EE wird noch spekuliert. Zum Großteil dürfte es auf den Fehler der verantwortlichen Deutschen Energieagentur (dena) zurückgehen, die durch einen simplen aber peinlichen Rechenfehler (Zahlendreher) die EEG-Umlage für 2011 anhand des Zubaus von Solar-, Wind- oder Biomasseanlagen deutlich zu hoch berechnet hatte. Daher wohl der nun extrem geringe Anstieg im nächsten Jahr. Aus Kreisen der Netzbetreiber wurde allerdings ein anderer Grund genannt: ab 2012 wird ihnen gestattet, eine Reserve von bis zu zehn Prozent der Umlage zu bilden. Mit diesem Liquidätspuffer sollen Schwankungen von Jahr zu Jahr ausgeglichen werden. Die offizielle Bekanntgabe erfolgt am morgigen Freitag in einer Presseerklärung, dann auch mit einer offiziellen Erklärung.

Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) wehrt sich zudem gegen den Vorwurf der Kostentreiberei und machte vor allem die Bundesregierung für die Steigerung verantwortlich: „Nicht der Ausbau der erneuerbaren Energien ist für den leichten Anstieg der Umlage verantwortlich, sondern neue Sonderposten, die die Bundesregierung eingeführt hat.“ Dazu gehören Schlupflöcher aus der EEG-Umlage für immer größere Teile der Industrie (verantwortlich für 0,3 bis 0,5 Cent der EEG-Umlage), die Marktprämie (0,1 bis 0,2 Cent) sowie der Liquiditätspuffer für die Netzbetreiber (0,2 bis 0,4 Cent). Diese zusätzlichen Belastungen für die Verbraucher seien unnötig und kontraproduktiv.

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