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Gabriel Schandl – Montag! Gott sei Dank. Teil 1: Was Ihre Talente mit der Freude an Montagen zu tun haben…

„Montag! Gott sei Dank.“ Start der neuen, motivierenden, vierteiligen Themenserie von Mag. Gabriel Schandl. Heute Teil 1 mit: „Was Ihre Talente mit der Freude an Montagen zu tun haben…“.

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Gabriel Schandl
Was ist erforderlich, damit mehr Mitarbeiter und Führungskräfte sagen können „Montag! Gott sei Dank.“? (Mag. Gabriel Schandl / Foto: © Philip Reichwein)

Das Gedankengut „Endlich Freitag“ hat ausgedient! Weil es krank macht und Potenzial unnötig verschwendet. Viele Arbeitnehmer bewegen sich energielos durch ihre Arbeitswoche, auf den vermeintlich einzig positiven Moment zu: Das langersehnte Wochenende als Highlight der gesamten Existenz. Der Montag hingegen wird immer wieder als unbeliebtester Tag der Woche betrachtet. Dabei kann der Montag einer der besten Tage der Woche sein. Wenn wir unsere Einstellung dazu ändern und ein neues Bewusstsein für unser Tun, und vor allem, warum wir es tun, entwickeln. Dann kommt es zur echten Freude an der eigenen Leistung. An allen Tagen, auch und gerade am Montag. Sehen wir uns in dieser Themenserie an, was erforderlich ist, damit mehr Mitarbeiter und Führungskräfte sagen können „Montag! Gott sei Dank.“.


Es gibt eine einfache Formel für das, was mir am Herzen liegt: Talent x Umgebung x Freiheit x Umsetzung = Leistungsglück. Was bedeuten diese vier Teile, die notwendig sind, um Freude an der eigenen Leistung zu erfahren? Heute starten wir mit der ersten „Zutat“, dem Talent.

Tun Sie schon, was Ihnen wirklich liegt?

Hier liegt leider aktuell eine krasse Verschwendung in unserer Wirtschaft vor. Weil immer noch zu viele Menschen nicht „richtig“ eingesetzt sind. Viel zu viele nehmen schnell irgendeinen Job an, den sie bekommen können, um damit etwas Geld zu verdienen. Klar, wir alle müssen Geld verdienen, um für das eigene Leben zu sorgen und manchmal sogar für das von anderen, darüber sind wir uns einig. Aber wenn wir das sowieso tun müssen, warum suchen wir uns dann nicht wenigstens eine Tätigkeit, die genau zu unserem Talente-Bündel passt? Die Verantwortung dafür ist zweifach: In erster Linie sind wir selbst dafür verantwortlich, uns das passende Arbeitsumfeld, eben das für uns „Richtige“ zu suchen. Wenn wir glauben, es gefunden zu haben, wird es nicht von Anfang an gleich leicht, nein, da ist oft genug Durchhaltevermögen gefragt. Ob die Grundausrichtung stimmt, stellen wir fest, wenn wir uns innerlich folgende Frage sehr ehrlich beantworten: „Was würdest du tun, auch wenn man dich dafür nicht bezahlt?“ Die Antworten auf diese Frage geben schon gut darüber Aufschluss, wofür Ihr Herz schlägt. Wenn wir dann anstreben, aus diesem Talent einen Beruf zu machen, sind wir auf dem besten Weg zum Leistungsglück.

Geteilte Verantwortung

Der zweite Teil der Verantwortung liegt bei den Führungskräften. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist es, die Mitarbeiter richtig einzusetzen. Dazu braucht es Wissen, Zeit, Engagement und regelmäßige check-ups in Form von Mitarbeitergesprächen. Wenn die Ziele des Mitarbeiters mit den Zielen des Unternehmens und der aktuellen Stelle im Einklang sind, dann ist die Erfolgs-Wahrscheinlichkeit für alle Beteiligten eindeutig höher. Konkret ausgedrückt heißt das auch, dass dann Menschen gerne zur Arbeit gehen und auch laufend besser werden (wollen). Dieser Prozess kann sich in einem Leben immer wieder wiederholen, denn was uns heute Freude bereitet, kann schon morgen anders sein. Glücklicherweise können wir Anpassungen sehr schnell vornehmen. Gute Führungskräfte erkennen und ermöglichen das.


Seite 2: Warum „Montag! Gott sei Dank.“?

Christoph Schroeder

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