Klima & Umwelt

Greentech-Studie 2013: Wolkig bis heiter mit großem Leistungsgefälle

Laut der Greentech-Studie 2013 schwächelt die Hälfte der Solarfirmen – vor allem die asiatischen. Es gibt aber Lichtblicke, vornehmlich in der Windenergie und bei Biofuels/Biogas. Einige Unternehmen könnten Boden gutmachen, sogar kurzfristig.

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[Bild: Gerd Altmann / pixelio.de]

Was ist noch zu holen in der Greentech-Branche? Mit dieser Frage hat sich die globale Strategieberatung Simon-Kucher & Partners in der Greentech-Studie 2013* befasst. Hierbei wurden Marktperformance und Finanzkraft von 35 Solar-, Wind- und Biofuels/Biogas-Unternehmen analysiert und bewertet. Die Ergebnisse zeigen, ob Unternehmen fähig sind, nachhaltig profitabel zu wachsen.

Insgesamt zeigt sich ein großes Leistungsgefälle: Überaus erfolgreichen Unternehmen in Marktperformance und Finanzkraft stehen eine Vielzahl schwach positionierter Unternehmen gegenüber. So gibt fast die Hälfte ein schlechtes Bild ab – darunter allerdings überwiegend asiatische Firmen. Bei den deutschen Unternehmen sind die Ergebnisse relativ durchwachsen. „Es ist noch lange nicht aller Tage Abend. Einige Firmen zeigen durchaus Entwicklungspotenzial“, so Dr. Philip Grothe, Partner bei Simon-Kucher.

Bei den untersuchten Windkraft-Unternehmen fällt auf, dass die deutschen Unternehmen recht gut positioniert sind. Sie verfügen über eine akzeptable bis hohe Finanzkraft und eine überdurchschnittliche Marktperformance. „Unternehmen mit solchen Voraussetzungen sollten ihre Stärke nutzen, um sich zu internationalisieren, Märkte klar zu segmentieren und ihr Produkt- und Leistungsportfolio auszubauen“, rät Studienleiter Alexander Thöle, Director bei Simon-Kucher.

Kleine Erhöhung, große Wirkung

Außerdem können Unternehmen, wenn sie nur leicht an der Preisschraube drehen, durchaus ihre Verluste ausgleichen, aus den roten Zahlen kommen oder sogar Gewinne steigern. So würde eine durchschnittliche 2-prozentige Preisverbesserung bei mehr als der Hälfte der untersuchten Unternehmen eine Gewinnsteigerung oder Verlustverringerung im mindestens zweistelligen Prozentbereich erwirken. „Das ist in der Regel bereits durch einfach implementierbare Sofortmaßnahmen durchsetzbar“, sagt Thöle. Beispielsweise könnte First Solar ihren Gewinn um 169 Prozent steigern und demnach einen Verlust von rund 31 Millionen Euro in einen Gewinn von rund 21 Millionen Euro umwandeln. Jedes sechste Unternehmen würde seine Gewinne sogar mehr als verdoppeln.

Ob Solar- oder Windkraft, Biofuels oder Biogas: „Auf ‚besseres Wetter‘ warten hilft nicht weiter. Wenn Unternehmen vorankommen wollen, müssen sie neben konsequentem Kostenmanagement vor allem ihren Vertrieb und ihr Pricing sofort anpacken“, weiß Grothe. Die hier schlummernden Gewinnpotenziale könnten sowohl die Finanzkraft als auch die Marktperformance nachhaltig stärken und sind somit der Grundstein für solides profitables Wachstum.

Die Studie ist auf Anfrage erhältlich: Anita Müller (Public Relations Manager), Tel: +49 228 9843 352, Fax: +49 228 9843 380, E-Mail: Anita.Mueller@simon-kucher.com

Greentech, Umwelttechnologien

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*Greentech-Studie 2013: Simon-Kucher & Partners hat die Marktperformance sowie die Finanzkraft ausgewählter börsennotierter Greentech-Unternehmen aus den Bereichen Solar, Wind, Biofuels/Biogas analysiert (weltweit, Fokus Deutschland). Dabei wurden die Studien der letzten Jahre, die noch auf Solarfirmen beschränkt waren, entsprechend erweitert. Insgesamt wurden 19 Solar-, acht Wind- und acht Biofuels/Biogas-Unternehmen untersucht. Davon sind 19 Unternehmen in Deutschland ansässig, weitere zwei in Europa, acht in Asien, fünf in Amerika und eins in Australien.

Simon-Kucher & Partners, Strategy & Marketing Consultants:
Die Beratungsarbeit von Simon-Kucher & Partners ist ganz auf „Smart Profit Growth“ ausgerichtet. Das manager magazin stuft Simon-Kucher einer Umfrage unter deutschen Top-Managern zufolge als besten Marketing- und Vertriebsberater (08/2011) ein. Die Unternehmensberatung ist mit rund 690 Mitarbeitern in 26 Büros weltweit vertreten.

(Simon-Kucher & Partners 2013)

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