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Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten sinnvoll?

Die Frage, ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll für Studenten ist, kann mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden. Denn eine BU schützt schon Studenten sinnvoll vor dem Fall, dass sie ihren angestrebten Beruf nach dem Studium krankheits- oder unfallbedingt nicht ausüben können. Im Gegensatz zu anderen Berufstätigen wird bei Studenten nämlich nicht der ausgeübte Beruf, sondern der angestrebte Beruf mit Hilfe einer Berufsunfähigkeitsversicherung abgesichert. Wie sich Studenten gegen die spätere Berufsunfähigkeit mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll versichern und wie der BU Vergleich bewerkstelligt werden muss, erklären die Experten für die Berufsunfähigkeitsversicherung von der Online Verbraucherplattform Berufsunfähigkeitsversicherung-Ratgeber.com in diesem Artikel.

Sinnvolle BU Versicherung für Studenten

Studenten / Studium / Lernen / Menschen / Berufsunfähigkeit
Quelle: Sebastian Bernhard / pixelio.de

Eine sinnvolle BU-Versicherung für Studenten sichert deren angestrebten Beruf ab. Denn auch Studenten, die ja noch keinen Beruf im eigentlichen Sinne anstreben, können berufsunfähig werden und daher später die Leistungen einer Berufsunfähigkeitsversicherung benötigen. So kann zum Beispiel ein Student der Chemie im Laufe seines Studiums eine Allergie gegen verschiedene Stoffe entwickeln und dann nach seinem Abschluss natürlich nicht mehr in einem Labor oder der chemischen Industrie arbeiten. In einem solchen Fall hätte der Student, zumindest bis er eine andere Anstellung gefunden hat, Anspruch auf die Leistungen seiner Berufsunfähigkeitsversicherung.

Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten

Die Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten bestehen in der Auszahlung der vereinbarten BU Rente. Diese BU Rente wird zwischen dem Studenten und seiner Berufsunfähigkeitsversicherung frei ausgehandelt. Studenten sollten bei der Höhe ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung Rente vor allem darauf achten, dass die Beiträge zur BU Versicherung für sie bezahlbar bleiben.

Studenten haben keinen Anspruch auf staatliche Hilfe

Wenn ein Student während seines Studiums für seinen angestrebten Beruf berufsunfähig wird, so hat er kein Anrecht auf staatliche Unterstützung für Berufstätige. Dieses Anrecht besteht nur, wenn der Student vor seinem Studium mindestens fünf Jahre lang in einem Arbeitsverhältnis stand und außerdem mindestens drei Jahre Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung geleistet hat. Nur wer diese Bedingung erfüllt, hat überhaupt ein Anrecht auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Ohne eine sinnvolle BU Versicherung droht dem Studenten daher ein Abrutschen in Hartz IV.

Vergleich bringt Studenten beste BU

Natürlich sollten Studenten nun nicht einfach losgehen und die nächstbeste Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, sondern sich auf jeden Fall die Zeit für einen Online BU Vergleich (http://www.berufsunfaehigkeitsversicherung-ratgeber.com/bu-vergleich/) nehmen. Denn der Online BU Vergleich ermöglicht es dem Studenten nicht nur, mit Hilfe des in den BU Vergleich integrierten BU Rechner seine zu erwartenden Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung vorauszuberechnen, sondern er liefert ihm auch direkt im Anschluss an den BU Rechner einen optimierten Vergleich Berufsunfähigkeitsversicherung. Studenten sollten also für ihre Suche nach der besten Berufsunfähigkeitsversicherung am besten so bald wie möglich den BU Vergleich mit dem online BU Rechner starten. Zum Online BU Rechner geht es hier.

 

Oliver Foitzik

9 Kommentare zu “Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten sinnvoll?

  1. Noch etwas zum Thema staatliche Hilfe. Selbst wenn man Anspruch darauf hätte, würde ich meine Vorsorge nicht darauf stützen, da a) der maximale Beitrag bei gerade einmal 450 Euro liegt und b) jährlich nur jeder zweite Antrag bewilligt wird.

  2. Kurze Frage: Wenn eine sinnvolle BU für einen Studenten deren angestrebter Beruf absichern soll – wie erfolgt dann eine Leistungsprüfung? Wie soll ein Student, der vielleicht noch nicht einmal weiß, welchen Beruf er später wirklich ausüben will, beweisen, dass er in dem Beruf und seiner konkreten Ausgestaltung berufsunfähig ist? Müsste nicht vielmehr ‚Student‘ als Beruf gelten?

    1. „Müsste nicht vielmehr ‘Student’ als Beruf gelten?“

      Nein, denn die meisten BU Versicherer haben bei Verträgen mit Studenten spezielle Klauseln eingebaut. Wer zum Beispiel auf Lehramt studiert, sichert den Beruf „Lehrer“ ab. Je nach Versicherungsanbieter gibt der Student dem Versicherer auch einen oder mehrere Berufe an, die er nach seinem Studium ausüben möchte und für die er eine entsprechende Absicherung wünscht.

      1. Sehe ich anders. Wer berufsunfähig wird, muss das dem Versicherer beweisen. Die Definition steht im Gesetz: „Berufsunfähig ist, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann.“ Wenn ich studiere, kann mein Studienziel kaum der zuletzt ausgeübte Beruf sein. Und wer soll festlegen, wie der konkrete Beruf – also die Tätigkeit – ausgestaltet ist, wenn er noch gar nicht ausgeübt wird? Muss man als Lehrer z.B. Treppensteigen, um in die Klasse zu kommen? Muss das Arbeitsmaterial transportiert werden? Hätte man eine 20 Stunden-Stelle, oder eine 35 Stunden-Stelle? Das sind alles Faktoren, die ganz erheblich sind, um feststellen zu können, ob und zu wie viel Prozent jemand berufsunfähig ist. Feststellen kann man hingegen, wie das Studium aussah: Wie viele Stunden sitzen, treppen steigen, tragen, Labor, konzentrieren, schreiben, hören. Dshalb muss ‚Student‘ als Beruf bedingungsgemäß anerkannt sein und dann hat man auch eine Chance, als Student seine Berufsunfähigkeit anerkannt zu bekommen.

        1. Da kann ich dem Herrn Hellberg weitestgehend zustimmen. Es ist schwierig als Student auch eine Versicherungsleistung aus einer BU Versicherung zu erhalten, wenn die Klauseln dort nicht eine gewisse Offenheit in Bezug auf den Beruf „Student“ aufweisen.
          Ein Argument für eien BU Versicherung als Student hab ich aber: wer in jungen Jahren eine BU Versicherung abschließt, der hat einen niedrigen Beitrag zu erwarten und muss im Berufsleben nicht noch einmal die Gesundheitsfragen beantworten. Und je jünger man ist, desto weniger schwere Behandlungen hat man in der Regel gehabt.
          Das ist sicher ein Vorteil, wenn es später wirklich zum Leistungsfall kommt.

    2. Die Versicherer regeln dies in ihren Versicherungsbedingungen recht unterschiedlich. Deshalb sollten Studenten auch die diesbezüglichen Regelungen sehr genau ansehen. Nachfolgend einige Auszüge aus den Versicherungsbedingungen verschiedener Versicherer (Stand: 01.01.2013):

      Alte Leipziger:
      „Die Tätigkeiten von Hausfrauen/-männern, von Schülern, Studenten und Auszubildenden sehen
      wir als Beruf im Sinne von Satz 1 an. Wir verzichten auf eine abstrakte Verweisung.“

      Volkswohl Bund:
      „Wenn die versicherte Person bei Abschluss der Versicherung Student an einer staatlich anerkannten Universität oder Fachhochschule ist, dann gilt bis zur Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit als versicherter Beruf der bei Antragstellung angegebene, angestrebte Beruf.“

      HDI:
      „Bei hauptberuflich tätigen Studenten wird für die Feststellung der Berufsunfähigkeit als ausgeübter Beruf das Mindestanforderungsprofil des Berufes zu Grunde gelegt, der dem angestrebten Studienabschluss entspricht. Können mit dem Studienabschluss verschiedene Berufe ausgeübt werden, erfolgt die Feststellung der Berufsunfähigkeit auf der Basis beruflicher Anforderungen mit
      hohen geistig-mentalen Ansprüchen und mit überwiegend an einem festen Arbeitsplatz auszuübenden geringen bis leichten körperlichen Tätigkeiten.“

      Einige Versicherer reduzieren den Versicherungsschutz während der Studienzeit auch auf eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Solche Angebote sollte ein Student natürlich meiden. Gute
      BU-Versicherungsvergleiche berücksichtigen aber auch solche Besonderheiten.

  3. War mir neu das sich auch Studenten gegen eine Berufsunfähigkeit absichern können. Welches Einkommensniveau wird gesichert? Wie ist es wenn der Student während seines Studiums arbeitet und das auch noch in einer ganz anderen Branche als später vielleicht angestrebt? Ist ja nicht selten das ein Student sich neben dem Studium was dazu verdient. Sind wirklich alle Risiken, auch die, die mit dem eigentlich abgesicherten Beruf nichts zu tun haben mit abgesichert?

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