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Mächtiges Tool: Google Analytics – Interview mit Stefan Ponitz

Google Analytics, Stefan Ponitz

Die eigene Zielgruppe zu kennen ist wichtiger denn je. Welche Inhalte sind gewünscht? Welche Formate sind beliebt? Wie lockt man Besucher auf die eigene Website? Nur versteht, wie die eigene Zielgruppe denkt, kann Optimierungsmaßnahmen durchführen. Mit Google Analytics erhält man schnell Daten zum Userverhalten – wie lange User auf der Website bleiben, was diese dort getan haben, durch welchen Kanal sie zur Website gekommen sind und vieles mehr. Stefan Ponitz erklärt im Interview zu seinem Webinar beim Social Media Sommer Camp 2016, wie man Google Analytics richtig nutzt und welche Vorteile Unternehmen dadurch erhalten.

Interview mit Stefan Ponitz zum Social Media Sommer Camp 2016

Hallo Herr Ponitz, wie funktioniert Google Analytics und was bringt es für mich als Unternehmer?

Google Analytics ist ein mächtiges Tool zum tracken der Nutzungsdaten von Besuchern auf der eigenen Website. Mit den Zahlen, die Google Analytics liefert, lassen sich sehr schnell Erkenntnisse gewinnen, was Nutzer interessiert und was nicht. Darüber hinaus lassen sich aber auch demografische Daten erfassen, die technischen Geräte mit denen die eigene Seite genutzt wird und die Herkunft der Besucher. Und das nicht nur geographisch, sondern auch aus welcher Quelle im Internet der Benutzter zu der Seite gekommen ist, beispielsweise durch die Google Suchmaschine, Facebook oder durch den Newsletter.
Unternehmen sollten diese Daten immer im Auge haben. Für die Erfolgskontrolle von Marketing Maßnahmen und Änderungen auf der Webseite sind diese Daten unerlässlich.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Leichter gesagt als getan, wenn die Arbeit gerade stressig ist. Kann man sich auch ohne ständige Kontrolle auf Google Analytics verlassen?

Sofern Google Analytics sauber eingerichtet ist, liefert es auch saubere Daten. Leider sehe ich viel zu oft Systeme, die nur halbherzig implementiert wurden. Als Ergebnis erhält man dann Daten, welche häufig mit Fehlern behaftet sind. Aber einmal sauber implementiert läuft Google Analytics. Mit sogenannten Monitorsystemen kann man sich auch aktiv von Google Analytics benachrichtigen lassen, wenn Kennzahlen „aus dem Ruder“ laufen. Man muss also nicht täglich reinschauen. Ich empfehle aber trotzdem – vor allem am Anfang – eine regelmäßige Nutzung, um zu verstehen, wie das System funktioniert und sich im Auswerten und Interpretieren von Daten zu üben.

Welche Kennzahlen sollte man beim Marketing-Controlling immer im Auge behalten?

Die Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten, da dies von den Zielsetzungen des Unternehmens abhängt. Aber grundsätzlich kann man sagen, dass man sicherlich die Besucherströme genau verfolgen sollte und zwar nicht nur die Anzahl, sondern auch die Herkunft. Eine zweite Kennzahl, die man sich am Anfang anschauen sollte ist die Absprungrate (Bounce Rate). Diese definiert, wie viele Besucher – ohne einen Klick auf der Webseite zu tätigen – diese wieder verlassen. Hier hat man schon einen ersten Indikator, ob man die passenden Interessenten für seine Webseite generieren konnte.

Spannend wird es vor allem dann, wenn man gezielte Handlungen auf der Webseite verfolgt, zum Beispiel: die Anmeldung zu einem Newsletter, der Kauf eines Produkts oder den Download einer Datei. Hier sprechen wir von Conversion von Nutzern. Diese sind jedoch sehr individuell, gehören aber zu den spannendsten Bereichen der Website-Optimierung.

Sie haben sich vor allem dem Online-Marketing für kleine und mittelständische Unternehmen gewidmet. Es werden oft Aussagen in den Raum geworfen, dass die KMU definitiv Optimierungsbedarf haben. Können Sie das aus persönlicher Erfahrung bestätigen, oder sehen Sie den Optimierungsbedarf auch bei großen Unternehmen bzw. Startups?

Unter meinen Kunden befinden sich sowohl kleinere, mittelständische sowie größere Unternehmen und überall gibt es Potenzial zur Optimierung. Wo man jedoch einen Unterschied feststellen kann ist, wie stark der Unternehmenserfolg vom Online-Bereich abhängig ist. Je höher die Abhängigkeit, umso stärker der Optimierungsgrad; und das unabhängig von der Größe des Unternehmens.

Ist Marketing-Controlling auch mit einem kleinen Budget möglich?

Marketing Controlling ist eher eine Frage der Einstellung, als eine Frage des Budgets. Systeme hierzu gibt es für jedes Budget. Die Frage ist, wie gut und professionell kann ich diese Systeme nutzen und welche internen Ressourcen kann ich dafür bereitstellen. Bin ich mir über meine Ziele und über die Maßnahmen der Erreichung im Klaren, habe ich diese detailliert genug definiert, um überhaupt eine Erfolgsmessung vornehmen zu können? Was man aber auf jeden Fall berücksichtigen muss ist, dass es Ressourcen bindet, diese müssen jedoch nicht immer monetär sein.

Was dürfen die Teilnehmer beim Social Media Sommer Camp 2016 von Ihrem Webinar „Marketing-Controlling mit Google Analytics“ am 22. Juli 2016, von 09:00 bis 10:00 Uhr, erwarten?

Neben einer kleinen Einführung in das Thema Controlling und Google Analytics konzentrieren wir uns in diesem Jahr vor allem auf das Thema Kampagnen. Wir gehen der Frage nach, wie wir Ergebnisse aus Kampagnen in sozialen Netzwerken messen und auswerten können. Dabei stelle ich nicht nur die blanke Theorie vor, sondern zeige auch Beispiele aus Kundenprojekten, wo wir beispielsweise den Erfolg von Facebook Ad Kampagnen gemessen und über A/B Tests optimiert haben.

Herr Ponitz, vielen Dank für das Gespräch und Ihre faszinierenden Einblicke in die Welt von Google Analytics. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Social Media Sommer Camp 2016.

Das Interview führte Oliver Foitzik, Herausgeber des Wirtschafts- und Mittelstandsmagazins AGITANO sowie Geschäftsführer der FOMACO GmbH.

Nehmen Sie am Social Media Sommer Camp 2016 teil

Vom 18. Juli bis 22. Juli zeigt Sabine Piarry und ihr Expertenteam, wie leicht Social Media sein kann. 15 Experten geben inspirierende, spannende und hilfreiche Webinare zum Thema Social Media, zum Beispiel zu Content Marketing, Visual Brand Storytelling, Facebook Werbeanzeigen, Landingpages, Live-Streaming mit Periscope, Marketing-Controlling mit Google Analytics et cetera.

Unter “Mehr Social Media geht nicht! Bereitmachen für das Sommer Camp 2016” finden Sie das gesamte Programm. Hier geht es zum Social Media Sommer Camp 2016 und direkt zur Anmeldung.

Über Stefan Ponitz

Google Analytics, Stefan Ponitz
Stefan Ponitz kennt die Vorteile von Google Analytics (Bild: © Stefan Ponitz)

Stefan Ponitz ist studierter Wirtschaftsinformatiker und Betriebswirt. Seit knapp 20 Jahren arbeitet er im Online-Marketing als Berater für kleine und mittelständische Unternehmen. In zahlreichen Projekten konnte er vielfältige Erfahrungen sammeln – ob als Geschäftsführer eines mittelständischen Handelsunternehmens oder als Leiter einer E-Commerce-Agentur. Dies ermöglicht ihm heute einen vollständigen Blick auf die Akquise- und Vertriebsprozesse im Online-Business. Seine Leidenschaft und Spezialisierung liegt im Bereich SEO, SEM, CRO & Analytics.

Markus Jergler

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