Regionales

Niedersachsen: Landesregierung gibt Startschuss für European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS)

Die Niedersächsische Landesregierung hat in ihrer gestrigen Kabinettssitzung dem grundlegenden Vertragswerk zur Einrichtung der European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS) zugestimmt. 
Diese Vereinbarung wird die Zusammenarbeit der Universität Oldenburg mit den örtlichen Krankenhäusern regeln. Kernpunkte sind dabei die grundsätzlichen Aufgaben, Zuständigkeiten und Mitspracherechte der jeweiligen Vertragspartner bei Forschung und Lehre.
Der Vertrag wird nunmehr von dem Land Niedersachsen, vertreten durch das Ministerium für Wissenschaft und Kultur, und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, der Evangelischen Krankenhaus Stiftung Oldenburg, der Klinikum Oldenburg gGmbH und der Stiftung St. Pius-Hospital Oldenburg unterzeichnet.

„Der neue Studiengang stärkt die künftige Gesundheitsversorgung im Nordwesten unseres Landes und sichert zudem den ärztlichen Nachwuchs. Neben Göttingen und Hannover können junge Menschen an einem dritten Hochschulstandort Medizin studieren", sagte der Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister. Er betonte zugleich, dass Niedersachsen eine in Deutschland und Europa einzigartige grenzüberschreitende Medizinerausbildung auf den Weg gebracht habe.
Im Mai dieses Jahres hatte der Ministerpräsident sich bei einem Besuch der Universität Groningen eingehend über den Stand der Vorbereitungen für den Start des länderübergreifenden Studiengangs informiert und die besondere Bedeutung dieses Leuchtturmprojekts herausgestellt.

Das vom Wissenschaftsrat im Jahr 2010 positiv begutachtete Konzept der EMS sieht die Einrichtung eines gemeinsam verantworteten Studiengangs der Humanmedizin vor, welcher wahlweise mit dem Staatsexamen an der Universität Oldenburg oder dem Bachelor/Master der Rijksuniversiteit Groningen abschließt.
Die Ausbildung wird durch eine enge Kooperation mit den Oldenburgern Krankenhäusern erfolgen. Sie zeichnet sich aus durch ein intensives Zusammenwirken der unterschiedlichen medizinischen Disziplinen in Lehre und Forschung vom ersten Studientag an, eine sehr enge Verzahnung von naturwissenschaftlichen, klinisch-theoretischen und klinischen Studieninhalten sowie einen hohen Praxisbezug.
An den Standorten Oldenburg und Groningen werden ab dem Wintersemester 2012/2013 jeweils 40 Studierende jährlich das Studium der Humanmedizin beginnen. Dabei haben die Medizinstudierenden jeweils zwei Semester der Studienzeit an der anderen Partneruniversität zu absolvieren.
Das Land unterstützt den Aufbau der EMS in den nächsten Jahren mit insgesamt mehr als 57 Millionen Euro.
 

 

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