Finanzen

Sorgenfrei im Alter – Das sind die Säulen der Altersvorsorge

Langsam dämmert es auch dem Unbedarftesten: Die staatliche Rente wird wohl nicht reichen, um nach der Pensionierung ein Leben auf dem gleichen Niveau wie zuvor zu führen. Das Rentenniveau wird in den kommenden Jahren weiter sinken. Was ist mit dem Traum von schönen Reisen nach der Pensionierung, wenn man endlich Zeit dafür hat? Geplatzt? Wir stellen Ihnen die wichtigen Säulen der Altersvorsorge vor, damit Sie auch im Ruhestand ein sorgenfreies Leben führen können.

 

Die gesetzliche Rente

Die staatliche Rente ist und bleibt der Grundpfeiler der Altersvorsorge, obschon bereits heute klar ist, dass die monatlichen Rentenzahlungen allein nicht reichen werden, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Wie hoch die monatliche Rente ausfallen wird, ist schwer vorherzusagen, aber wahrscheinlich wird die Rente in 15 Jahren nicht mehr als die Hälfte des letzten Nettogehalts ausmachen. Hier muss man also zusätzlich privat vorsorgen – Experten raten, etwa zehn Prozent des Einkommens in die private Altersvorsorge zu investieren.

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Wer seinen Ruhestand genießen möchte, sollte sich nicht auf die gesetzliche Rente verlassen. (Bild: Rainer Sturm / pixelio.de)

Die betriebliche Altersvorsorge

Seit mehr als zehn Jahren haben Angestellte ein Recht auf eine betriebliche Altersvorsorge, die die zweite Säule der Altersvorsorge bildet. Der Vorteil der betrieblichen Altersvorsorge besteht darin, dass sie aus dem Bruttogehalt gezahlt wird und so die Steuerlast und die Sozialabgaben senkt. Die betriebliche Altersvorsorge muss im Alter versteuert werden, lohnt sich aber trotzdem für die meisten Arbeitnehmer. Wenn Sie noch keine betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen haben, sprechen Sie Ihren Arbeitgeber unbedingt darauf an. Auch kleinere Unternehmen müssen Sparpakete für den Ruhestand anbieten.

Die Riester-Rente

Die dritte Säule ist die Riester-Rente. Das sogenannte „Riestern“ war lange Jahre in aller Munde – mittlerweile ist es etwas ruhiger um diese staatlich bezuschusste Sparform geworden. Das liegt wohl daran, dass viele Riester-Verträge in Lebensversicherungen und andere Versicherungen einzahlen, die durch hohe Kosten die staatlichen Zulagen fast aufzehren. Zudem sinken die Garantieverzinsungen der Versicherer 2015 abermals und liegen nun bei 1,25 Prozent. Kostenmäßig günstiger sind Riester-Verträge, die in Fonds oder Immobilien investieren. Am ehesten lohnt sich die Riester-Rente für Menschen mit geringem Einkommen und vielen Kindern.

Sparen ohne staatliche Zuschüsse

Die vierte Säule einer tragfähigen Altersvorsorge ist das ungeförderte Sparen. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das Geld gewinnbringend anzulegen. Am beliebtesten sind nach wie vor Immobilien. Hier sollten Sie sich im Klaren darüber sein, ob Sie die Immobilie im Alter selbst bewohnen möchten oder sie als reine Kapitalanlage nutzen. Wenn Sie im Alter keine Miete mehr zahlen wollen und planen, die Immobilie selbst zu bewohnen, sollte das Häuschen oder die Wohnung altersgerecht gelegen und ausgestattet sein. Auch sollte die Immobilie beim Renteneintritt schuldenfrei sein. Zur Kapitalanlage kommen auch Immobilienfonds in Frage, wobei geschlossene Immobilienfonds das Risiko eines Totalverlusts mit sich bringen.

Auch Gold und andere Edelmetalle sind bei Sparern beliebt, stellen Sie doch einen konkreten Wert dar, der auch bei einer Finanzkrise erhalten bleibt. Da aber auch der Wert der Edelmetalle von den Märkten abhängt, kann niemand voraussagen, wie der Goldpreis in 20 oder 30 Jahren sein wird. Aus diesem Grund sollten Edelmetalle nur ein kleiner Bestandteil des Vorsorge-Mixes sein.
Aktuelle Tipps und Informationen rund um die private Altersvorsorge und Kapitalanlagen finden Sie auch hier.

Katja Heumader

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