Management

Sustainable Life Excellence: Nachhaltige Lebensqualität und Innovation in einer digitalen Welt

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Der Wettbewerb um innovative Technologien wird weltweit immer schärfer. Erfolg setzt technische Ideen und wirtschaftliches Denken voraus. Der Paradigmenwechsel liegt im Denken und Arbeiten in funktionalen, vernetzten und nachhaltigen Lösungen und Netzwerken. Spitzenleistungen können nur gemeinsam erzielt werden. Die Grenzen zwischen der Welt der Technik und der Welt der Wirtschaft müssen überwunden werden um Organisationen im modernen technischen Umfeld erfolgreich zu führen. Nur mit dieser Integration können Innovationen nachhaltig erfolgreich sein. Managementbereiche, die an der Schnittstelle zwischen Technik, Wirtschaft und Forschung liegen, werden immer wichtiger. Die synergetische Vernetzung von Unternehmen, Hochschulen und Wertschöpfungspartnern besitzt hier besondere Bedeutung, um Geschäftsmodelle im Umfeld der Industrie 4.0 in Netzwerken zu realisieren. Die Basis für exzellentes Führen und nachhaltiges Handeln ist ein nachhaltiges Innovations- und Technologiemanagement.

Unterschiedliche Perspektiven werden vernetzt

Die digitale Welt bestimmt das Leben der Menschen in allen Bereichen und ist ein Motor für Wachstum und Beschäftigung. Wenn im Rahmen des Internets der Dinge (IoT) alles mit allem und jeder mit jedem verbunden sein wird, bieten sich ungeahnte Möglichkeiten für völlig neue Geschäftsmodelle, welche ganze Branchen transformieren und eliminieren werden. Der Wettlauf der Systeme zwischen der „Old Economy“ und den High-Tech-Unternehmen der digitalen New Economy, bei dem die virtuelle Welt die reale herausfordert, läuft bereits auf Hochtouren. Deshalb verbinden sich im Rahmen der Industrie 4.0 zurzeit Industrieunternehmen mit Forschung, Hochschulen und Start-Ups um neue Ideen aufzunehmen und voran zu treiben.

Die 4. industrielle Revolution

Der Begriff Industrie 4.0 steht also definitiv für eine vierte industrielle Revolution – einer neuen Stufe der Organisation und Steuerung der gesamten Wertschöpfungskette über den Lebenszyklus von Produkten beziehungsweise Services. Die Basis dafür bilden cyber-physische Systeme, die alle relevanten Informationen in Echtzeit durch Vernetzung aller an der Wertschöpfung beteiligten Instanzen verfügbar machen, und es ermöglichen, dass aus den Daten jederzeit der optimale Wertschöpfungsfluss abgeleitet werden kann. So entstehen dynamische, echtzeitoptimierte, selbstorganisierende und organisationsübergreifende Wertschöpfungsnetzwerke (Value Chain Networks).

Der arbeitende Mensch bleibt zentral

Sicher ist, dass die reale und digitale Welt immer weiter zusammenwachsen werden. Sogenannte „hybride Produkte“, das heißt kundenspezifische Problemlösungen aus Sachgütern und Dienstleistungen, werden immer mehr zunehmen. Mit der Verkopplung von Produktion und Dienstleistungen geht eine weitgehende Integration von Kunden sowie Geschäftspartnern in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse einher. Der arbeitende Mensch wird auch im Rahmen dieser intelligenten Vernetzung zwischen Produktentwicklung, Produktion, Logistik und Kunden weiterhin im Mittelpunkt stehen. Ziel des Innovations- und Technologiemanagements ist es, die Wettbewerbsfähigkeit durch den Aufbau und die Weiterentwicklung von Erfolgspotenzialen nachhaltig zu sichern.

Ins neue Zeitalter mit Life Balance Research

Die brainLight GmbH möchte die Menschen für dieses neue Zeitalter und eine neue Lebens- und Arbeitswelt 4.0 fit machen, damit sie den neuen Anforderungen optimal gewachsen sind und ihr Potenzial bestmöglich entfalten können. Mit Life Balance Research wurde eine Plattform geschaffen, die sich an Experten und Interessierte richtet. Als Exzellenz-Netzwerk werden hier aktuelle Entwicklungen aufgegriffen, die sich mit dem Bewusstsein, dem Wohlfühlen, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen auseinandersetzen. Kernpunkte sind inter- und transdisziplinäre Ansätze und die Potenzialentwicklung von Menschen, Organisationen und Gesellschaft für nachhaltige Transformations- und Innovationsprozesse und ein Leben in Balance.

Nachhaltige Lebensqualität wird dabei als eine Vision einer zukünftigen Entwicklung der Erde verstanden, welche die Integration der drei Säulen der ökonomischen, der ökologischen und der sozialen Entwicklung umfasst. Die technologische Nachhaltigkeit spielt im Rahmen der Digitalisierung der Entspannung und des Wohlfühlens bei der brainLight GmbH eine zentrale Rolle. Ein zentrales Anliegen ist das Streben nach Exzellenz in der Breite, von den Geistes- und Sozialwissenschaften bis zu Naturwissenschaften und Technik.

Energie und Balance: Ressource für nachhaltige Lebensqualität

Im Rahmen eines Human Energy Management kann man beispielsweise durch Entspannungs- und Regenerationskonzepte die eigene Energie sowie die Energie in Organisationen (Organizational Energy) managen und Gesundheit, Kreativität und Leistungsfähigkeit fördern. Es ist der nächste Schritt im Human Resource Management und Selbstmanagement, denn Energie ist die wichtigste Ressource und im Flow und in der persönlichen Life Balance lebt und arbeitet man besser. Erfolgreiche Führung wird einen bewussteren Umgang mit diesen Energieressourcen im Sinne eines umfassenden Sustainable Human Energy Leadership-Ansatzes erfordern. Die Stärkung der eigenen Lebensenergie hilft nicht nur kranken, sondern auch gesunden Menschen.

Selbstbalance beziehungsweise die individuelle Life Balance ist dabei der zentrale Punkt für ein nachhaltig erfülltes und erfolgreiches Leben. Die Balancefindung ist ein dynamischer Prozess, da das Leben Schwankungen und Phasen beziehungsweise Zyklen unterliegt und jeder Tag neue Herausforderungen mit sich bringt. Hindernisse, wie beispielsweise zu hohe Erwartungen und innere Zwänge, führen zu Stress und sabotieren das Streben nach dieser Balance, den Zugang zur inneren Energiequelle, Stärke und Erfüllung.

Das Streben nach dem Glück

Schon der griechische Philosoph Aristoteles hat es auf den Punkt gebracht: Alle Menschen wollen glücklich sein. Was aber macht glücklich? Wie entsteht es und wie kann man es halten? Nachdem sich die Philosophie schon seit Jahrtausenden mit diesen Fragen beschäftigt, tritt dieses Thema vermehrt in den Fokus von Medizin, Neuro- und Gesundheitswissenschaften.

Sowohl C. G. Jung, der Begründer der analytischen Psychologie, als auch Rudolph Steiner, der Begründer der Anthroposophie, sahen den östlichen Weg kritisch. Für beide war eine einfache Übernahme östlicher Weisheiten undenkbar, zumal sie Dinge voraussetzten, die im Westen längst überwunden waren, zum Beispiel die Anbetung von spirituellen Meistern oder Tranceerfahrungen, welche das Ich abdämpften anstatt es zu stärken. Bei allem Respekt vor den Hochkulturen Asiens war für beide die östliche Philosophie nicht vereinbar mit der westlichen, wissenschaftlichen Auffassung von Evolution. Die immer stärkere Zuwendung zur materiellen Welt um Naturwissenschaften und Ich-Stärke zu entwickeln – beides höchstwichtige Elemente für folgerichtiges Denken und Handeln aus Freiheit – sahen beide als essentiell.

Warum ein Bewusstseinssprung notwendig ist

Ken Wilber ist wohl der bekannteste Bewusstseinsforscher unserer Zeit und einer der Väter der transpersonalen Psychologie. Während C. G. Jung noch den Begriff „Unbewusstes“ für den transpersonalen Bewusstseinsraum verwendete, hat Ken Wilber hier wichtige neue Begriffe zur Bezeichnung der Bewusstseinsbereiche etabliert. Er differenziert zwischen prepersonaler, personaler und transpersonaler Bewusstseinsebene. Die Erfahrung eines Selbst, das über das mentale Bewusstsein hinausgeht, ordnet er der transpersonalen Ebene zu. Im Gegensatz zu C. G. Jung nennt er diesen Bewusstseinsraum auch das Überbewusste.

Seine Arbeiten basieren unter anderem auf den Arbeiten und Erkenntnissen von Jean Gebser, welcher die Begriffe „Neues Bewusstsein“ und „Integrales Bewusstsein“ prägte. Er geht davon aus, dass die Menschheit wieder vor einer neuen Bewusstseinserhöhung beziehungsweise -transformation steht, die aus dem mental-rationalen in das integrale Bewusstsein führt. Die Notwendigkeit für einen neuen „Bewusstseinssprung“ erklärt Gebser unter anderem damit, dass seit etwa den letzten Jahrzehnten die vorherrschende Art zu denken, die Welt darzustellen und die Welt zu erfassen, fragwürdig geworden sind. Gebser war davon überzeugt, dass veränderte Selbst-Einstellungen und eine daraus resultierende Lebensweise nicht nur Einfluss auf das kollektive Bewusstsein nehmen können, sondern dass alle Menschen auch eine Verantwortung für die weitere Existenz der Menschheit haben. Er ist damit einer der Vordenker des ganzheitlichen beziehungsweise integralen und nachhaltigen Denkens.

Zauberwort Wissenstransfer

Um sich den Menschheitstraum nach mehr Glück zu erfüllen ist dieser ganzheitliche beziehungsweise integrale Ansatz auch in der Wissenschaft und Praxis angekommen. Der Wissenstransfer zwischen den verschiedenen Wissensdomänen, vor allem Lebenswissenschaften, Wirtschaft, Technik, Gesellschaft und Kultur, ist dabei eine der dringenden Aufgaben der fortgeschrittenen westlichen Welt. Wissenschaft trägt dabei nicht nur zum Wohlstand sondern auch zu einem Wertewandel, neuen Weltanschauungen und mehr Lebensqualität bei. Die im Transfer erfolgreichen Neurowissenschaften entwickeln sich dabei zu einer Leitdisziplin und leiten eine „Neurokultur“ ein. Viele Wissenschaftler haben sich aus ihrem Fachgebiet heraus dieser „Vernetzung“ beziehungsweise diesem „interdisziplinären Denken“ im Rahmen dieser Neurokultur verschrieben.

Warum die Neurowissenschaft eine so große Rolle spielt

Für viele Forscher ist gerade die enorme Adaptions- und Lernfähigkeit des Gehirns die eindrucksvollste Erkenntnis der neurowissenschaftlichen Forschung. Dank dieser Plastizität kann auch Hans durchaus noch lernen, was Hänschen nicht gelernt hat – auch wenn es ihm mit den Jahren deutlich schwerer fällt. Die molekularen und zellulären Faktoren, die der Lern-Plastizität zu Grunde liegen, versteht man inzwischen so gut, dass man beurteilen kann, welche Lernkonzepte – etwa für die Hochschule – am besten an die Funktionsweise des Gehirns angepasst sind. Die Neurowissenschaftler zeigen, dass die neuronalen Prozesse im Gehirn und die bewusst erlebten geistig-psychischen Zustände aufs Engste miteinander zusammenhängen und unbewusste Prozesse bewussten in bestimmter Weise vorausgehen. Geist und Bewusstsein sind also Teil des Naturgeschehens, übersteigen es nicht und sind somit das Ergebnis der Evolution der Nervensysteme, was wohl die wichtigste Erkenntnis der modernen Neurowissenschaften darstellt.

Durch die neuesten neurowissenschaftliche Erkenntnisse ist man dem Wunsch nach Neuromodulation, unter anderem zur Leistungssteigerung des Menschen, in erheblichem Maße näher gekommen. Die Vorstellung vom plastischen, das heißt permanent in Veränderung befindlichem Gehirn, macht die (Selbst-)Optimierung des Gehirns (Neuro-Enhancement) möglich. Und gerade weil das Gehirn so ein wichtiges Organ ist, sollte man auch darüber reflektieren, in welcher Gesellschaft man sich befindet beziehungsweise leben möchte. Es geht darum, Bewusstheit in die noch unbewussten Potenziale lenken – Unbewusstes bewusst zu machen. Arroganz, Narzissmus und Egoismus gilt es zu überwinden, und mehr Selbsterkenntnis und Menschlichkeit zu erlangen, Stück für Stück. Stufenweise.

Projektarbeit für Exzellenz und Fortschritt

Aktuelle Exzellenz-Projekte sind unter anderem das Projekt Nachhaltige Sensibilisierung“ mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und einer Krankenkasse sowie das Projekt Nachhaltige Prävention mit BoneDiaS und brainLight„.

BoneDiaS ist ein neuartiges intelligentes Diagnoseverfahren, das auf der Schallemissionsanalyse (SEA) beruht und in den Patienten hineinhorcht, um Defekte im Gelenkknorpel des Knies und der Hüfte zu erkennen und zu beschreiben. Im Gegensatz zu den etablierten Verfahren CT, MRT und Arthroskopie werden zur Bewertung von Gelenkverschleiß mit der innovativen BoneDias-Technologie nur die wirklich relevanten, aktiven Fehlstellen erfasst. Das Relaxieren des Gelenks nach einer Entspannung mit einem brainLight-System führt zur Reduzierung der Reibgeräusche im Gelenk bei Bewegung. Die korrespondierenden, aneinander reibenden Gelenkflächen führen bei Entspannung zu geringeren Reibgeräuschen. Durch Vergleich der Reibgeräusche vor und nach der Anwendung von brainLight kann man einerseits durch Abnahme der reibungstypischen Schallamplituden das Ausmaß von Gelenkknorpel-Schäden, vor allem von Schäden im Anfangsstadium, erfassen und anderseits die Tiefe der durch brainLight erzielbaren Entspannung evaluieren.

BoneDiaS ist im Vergleich zu konventionellen etablierten Verfahren kosteneffizienter, schmerzlos, zerstörungsfrei und es besteht keine Gefährdung der Gesundheit durch Strahlenbelastung oder Infektionen.

Nachhaltigkeit ist das übergreifende Ziel

Für nachhaltige Organisationen mit einem umfassenden Nachhaltigkeitsmanagement im Sinne eines integrierten Total Sustainability Management (TSM) sind nachhaltige Innovationen und eine nachhaltige Markenführung zentrale Faktoren. Denn nachhaltige Innovation, Reputation, Marke und ein starkes Nachhaltigkeitsimage werden immer wichtiger und treten als kaufentscheidende Faktoren in den Fokus in der heutigen Zeit, in der alles beliebig und gleich wird beziehungsweise Produkte und Services austauschbarer werden. Ein nachhaltiges Marketing mit einer glaubwürdigen Nachhaltigkeitskommunikation, einer emotional aufgeladenen Marke und klaren Haltung sind hier Erfolgsfaktoren. Es geht um eine sinnstiftende Grundlage beziehungsweise authentische Nachhaltigkeitsorientierung und nicht um ein rein selbstbezogenes Image.

Letztlich ist ein Paradigmenwechsel in Sichtweite, der die Marktwirtschaft mit ihrem Credo der Gewinnmaximierung und dem Shareholder-Value-Denken über den Wettbewerbsfaktor Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitsinnovation zum Katalysator für die wirksame und breitflächige Etablierung von Nachhaltigkeit beziehungsweise eines Nachhaltigkeitsbewusstsein macht.

Experten aller Bereiche sind gefragt

Die vernetzten und komplexen Systeme, mit denen Manager in diesem Bereich konfrontiert sind, erfordern geeignete Analysen und Maßnahmen. Es ist zu hoffen, dass mehr Ingenieure und Wissenschaftler den Schritt ins Management und in Exzellenz-Netzwerke wagen, um durch die Kombination aus technischem Wissen, wissenschaftlicher Ausbildung und Managementkompetenz zu einer positiven, nachhaltigen Entwicklung von Gesellschaft, Wirtschaft, Hochschulen und Unternehmen beizutragen.

 

Über die Autoren:

Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Schwalbe ist Wissenschaftler, Dozent und Autor. Er ist emeritierter Professor des von ihm mit aufgebauten Fachbereichs Maschinenbau & Energietechnik der TH Mittelhessen. Er promovierte an der RWTH Aachen nach dem Abschluss seines Studiums im Bereich Maschinenbau an der TU Darmstadt. Im VDI Bezirksverein Mittelhessen leitet er den Arbeitskreis VDI-GME Materials Engineering (Werkstoff- und Nanotechnik). Mit dem intelligenten Prüfverfahren BoneDiaS hat er im Team mit den Medizinern Prof. Dr.-Ing. Dr. med. Ralf-Peter Franke und Dr. rer. nat. Dr. med. Peter Dörner eine Innovation in der Medizintechnik entwickelt.

Marco Englert (MBA) ist Director Strategy & Corporate Development bei der brainLight GmbH. In dieser Position verantwortet er die Modellierung und Umsetzung der nachhaltigen Managementstrategien. Sein Arbeitsfeld umfasst u.a. die Digital Business Transformation, das PMO, das Innovations- und Technologiemanagement sowie die Markenführung. Er verfügt über exzellentes Research- und Consulting-Know-How, u.a. in den Bereichen Unternehmensführung, Personalmanagement sowie Projekt-, Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagement. Er ist zertifizierter Entspannungspädagoge und Betrieblicher Gesundheitsmanager (IHK).

Beate Greisel

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