Regionales

Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg bei vier Prozent

Arbeitsministerin Kartin Altpeter: Wir wollen Baden-Württemberg zum Musterland für Gute Arbeit machen

Trotz Wirtschaftsaufschwung stehen noch zu viele auf der Schattenseite des Arbeitmarkts

Mit einer Arbeitslosenquote von vier Prozent hat das Land auf dem Arbeitsmarkt zwar weiterhin bundesweit einen Spitzenwert, vor allem Langzeitarbeitslose und Ältere profitieren aber noch nicht in ausreichendem Maße vom Wirtschaftsaufschwung. Arbeitsministerin Katrin Altpeter will deshalb zusammen mit den Arbeitsagenturen, Gewerkschaften und Arbeitgebern in Baden-Württemberg einen Sozialen Arbeitsmarkt auf den Weg bringen. Altpeter: „Wir wollen Baden-Württemberg zu einem Musterland für Gute Arbeit machen.“ Dazu werde unter anderem ein Landesarbeitsmarktprogramm entwickelt, mit dem Langzeitarbeitslose und ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gezielt gefördert werden sollen.

Der Rückgang der Arbeitslosen um über 50.000 Personen im Vergleich zum Mai 2010, auf aktuell rund 225.000, unterstreiche die anhaltende Erholung auf dem baden-württembergischen Arbeitsmarkt. Das sei die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Mai seit 1992; sogar der Mai-Wert im Boomjahr 2008 sei unterschritten worden, so Altpeter.

Vor allem für junge Menschen bis 25 Jahre werden die Beschäftigungschancen immer besser. Die Arbeitslosenquote betrage bei dieser Personengruppe noch 2,4 Prozent. Erstmals hätten auch die älteren Arbeitnehmer über 50 Jahre vom Aufschwung profitiert. Im Vergleich zum April sei die Arbeitslosigkeit für diesen Personenkreis um 3,2 Prozentpunkte zurückgegangen.

Arbeitsministerin Katrin Altpeter warnte jedoch davor, angesichts dieser erfreulichen Entwicklung bereits zur Tagesordnung überzugehen. Die Erholung auf dem Arbeitsmarkt sei „kein Selbstläufer“ und habe noch längst nicht Alle auf dem Arbeitsmarkt erreicht.

Sorge bereite ihr der ungebrochene Trend zur Ausweitung prekärer und unsicherer Beschäftigungsformen wie beispielsweise Zeitarbeit oder befristete Beschäftigung. „Wir müssen alles dafür tun, damit in der anhaltenden konjunkturellen Aufschwungphase wieder vermehrt sozialversicherungspflichtige und dauerhafte Arbeitsverhältnisse angeboten werden.“

Baden-Württemberg liege beim Beschäftigungsaufbau derzeit im Bundesdurchschnitt, so Altpeter. Ende März 2011 gab es im Land 3.950.300 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, ein Zuwachs von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit bleibt das Land beim Zuwachs im Bundesschnitt von 2,5 Prozent. Der Stellenzuwachs findet derzeit zudem zum großen Teil in der Zeitarbeitsbranche statt. Der Anteil der Zeitarbeitnehmer gemessen an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Baden-Württemberg liegt damit aktuell bei 2,1 Prozent. Hinzu komme, dass fast jede zweite Neueinstellung befristet ist.

Quelle: Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg

Baden-Wuerttemberg.de

ElSchnuppero

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