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Diskriminierung auf der Arbeit – die Alten haben es schwer

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Mobbing am Arbeitsplatz zeigt sich in vielen Formen. Es beginnt mit kleinen Schikanen und Arbeitsaufträgen, die nichts mit der eigentlichen Jobbeschreibung zu tun haben und geht über die Kürzung der Boni bis hin zur direkten Diskriminierung. Laut einer aktuellen Studie der Antidiskriminierungsstelle hat in den vergangenen zwei Jahren jeder dritte Mensch Erfahrungen mit Diskriminierung gemacht.

Was genau ist Diskriminierung?

Das Wort „Diskriminierung“ wird aus dem Lateinischen abgeleitet und bedeutet: unterscheiden, trennen, absondern. Es ist jede Art von Benachteiligung, Geringschätzung oder Ungleichbehandlung unter der eine Gruppe von Menschen leidet. Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz liegt Diskriminierung dann vor, wenn eine nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung bezüglich der Herkunft, der Religion oder des Aussehens besteht.

Bei den Erscheinungsformen unterscheidet man zwischen der alltäglichen und der strukturellen Diskriminierung. Äußerungen von Vorurteilen gegenüber der Traditionen und Gewohnheit von Migranten werden vor allem im Alltag beobachtet. Eine offene Äußerung dem Betroffenen gegenüber muss hierbei nicht zwingend notwendig sein. Eine bewusste Aussage zu seinen Freunden und Bekannten reicht, um einen solchen Vorfall als diskriminierend zu werten. In der Arbeit gilt dies ebenfalls. Es ist egal, ob diskriminierende Aussagen bewusst oder unbewusst ausgesprochen werden. Sobald sich eine Person hinsichtlich dieses Statements angegriffen und benachteiligt fühlt, wird dieser Vorfall als strukturelle Diskriminierung bezeichnet. Diese findet man vor allem in den Regeln und Normen oder in den Einstellungen in Institutionen wieder, welche zu einer unfairen Behandlung der betroffenen Personen führt.

Besonders ältere Menschen werden benachteiligt

In einer Umfrage der Antidiskriminierungsstelle gaben die meisten befragten Personen an, auf der Arbeit schon einmal Erfahrungen mit Diskriminierung gemacht zu haben. 49 % derjenigen, welche die Arbeit als Hauptdiskriminierungsort angegeben haben, fühlten sich aufgrund ihres Alters ausgeschlossen. Auch die Geschlechterdiskriminierung mit 37 % ist überraschend hoch.

Diskriminierung, Arbeit, Alter
Die Alters-Diskriminierung auf der Arbeit steigt stetig. (Quelle: de.statista.com / CC BY-ND 3.0)
Lydia Hagen

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