Deutschland

Destatis: Weiterhin Zuwächse beim Umsatz im Groß- und Einzelhandel

Deutschlands Großhandelsunternehmen setzten im zweiten Quartal 2013 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nominal 0,3 Prozent und real 0,2 Prozent mehr um als im zweiten Quartal 2012. Und auch der Einzelhandel legt ordentlich zu: im Vergleich zum Vorjahresmonat beträgt das nominale Wachstums 4,2 Prozent und das reale 2,3 Prozent.

Indikator für Industrieproduktion und Export

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Sowohl Groß- als auch Einzelhandel verzeichnen deutliche Zuwächse beim Umsatz (Bild: Marko Greitschus / pixelio.de)

Im Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren und Maschinen (Produktionsverbindungshandel), der ein Indikator für die Industrieproduktion und den Export ist, lag der Umsatz im zweiten Quartal 2013 nominal um 0,4 Prozent niedriger und real um ein Prozent höher als im Vorjahresquartal.

Im Großhandel mit Konsumgütern (Konsumtionsverbindungshandel) wurde nominal ein Prozent mehr als im zweiten Quartal 2012 umgesetzt (real – 1,1 Prozent).

Im ersten Halbjahr 2013 wurde von den Großhandelsunternehmen in Deutschland nominal 1,3 Prozent und real 1,7 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2012 umgesetzt.

Auch der Einzelhandel legte kräftig zu

Ebenfalls der Einzelhandel hat im Vergleich zum Vorjahresmonat mit teils kräftigen Zuwächsen beim Umsatz auf zuwarten. Allerdings hatte der Juli 2013 mit 27 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag mehr als der Juli 2012.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Juli 2013 nominal 8,7 Prozent und real fünf Prozent mehr um als im Juli 2012. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten nominal um 8,9 Prozent und real um 5,2 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde nominal 6,0 Prozent und real 2,4 Prozent mehr umgesetzt als im Juli 2012.

Auch im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze nominal (+ 0,8 Prozent) und real (+ 0,2 Prozent) über den Werten des Vorjahresmonats.

Von Januar bis Juli 2013 wurde im deutschen Einzelhandel nominal 1,4 Prozent mehr und real 0,1 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum umgesetzt.

(Destatis)

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Methodische Hinweise:

1. Zum Großhandel: Verspätete Mitteilungen der befragten Unternehmen erfordern monatliche Aktualisierungen der ersten nachgewiesenen Ergebnisse. Basisdaten und lange Zeitreihen zur Monatsstatistik Großhandel und Handelsvermittlung können in der Tabelle Großhandelsumsatz (45211-0004) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.

2. Zum Einzelhandel: Die Ergebnisse basieren ab dem Berichtsmonat Juli 2013 auf einem neuen Berichtskreis. Grundlage für den neuen Berichtskreis bildet eine jährliche Rotation der in die Stichprobe einbezogenen Unternehmen. Die Statistischen Ämter tauschten rund 17 % der Unternehmen in den Repräsentativschichten der Stichprobe (rund 4 100 Einheiten) gegen neue Unternehmen aus.

Verspätete Mitteilungen der befragten Unternehmen erfordern Aktualisierungen der ersten nachgewiesenen Ergebnisse. Aufgrund der Aktualisierungen wichen die Veränderungsraten des monatlichen nominalen Einzelhandelsumsatzes in den letzten zwölf Monaten im Intervall (– 0,7/+ 1,0 Prozentpunkte) vom Wert der jeweiligen Mitteilung ab.

Christoph Schroeder

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