Deutschland

Umsatzpotenziale zum Trotz – Handel nur schlecht aufs Weihnachtsgeschäft vorbereitet

Für die Weihnachtszeit erwartet der Handelsverband Deutschland (HDE), mit seinen 100.000 Mitgliedsunternehmen, eines der wichtigsten Sprachrohre der Einzehandels-Branche, erhebliche Umsatzzuwächse. Diesen Erwartungen zum Trotz haben viele Unternehmen für das Weihnachtsgeschäft keinen speziellen Marketing-Plan in petto. Dabei lässt sich mit wenig Aufwand ein erheblicher Ertrag generieren. Ein oft unterschätztes Instrument: Das Geo- beziehungsweise Haushaltsmarketing.

Die Rahmenbedingungen stimmen

Geschenke / Verkaufen / Weihnachten
(Quelle: Rike / pixelio.de)

Mit seiner Wirtschaftsleistung und seinen drei Millionen Arbeitsplätzen leistet der Handel einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität der volkswirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Vor diesem Hintergrund klingt die Nachricht von HDE-Präsident Josef Sanktjohanser wie Wasser auf den Mühlen des deutschen Einzelhandels: „Die Rahmenbedingungen für ein gutes Weihnachtsgeschäft im deutschen Einzelhandel stimmen.“ Der Verband rechnet für den aktuell laufenden Monat für November sowie für den kommenden Dezember mit einem Umsatzplus von 1,2 Prozent, das entspricht einem Gesamtumsatz von 80,6 Milliarden Euro.

Jedes vierte Buch wird zur Weihnachtszeit verkauft

Wie wichtig das Weihnachtsgeschäft für die Branche ist, wird deutlich, wenn man die Zahlen von November und Dezember mit dem Rest des Jahres in Relation setzt. So liegen die Umsätze just in dieser Zeit im Schnitt um 15 Prozent höher als in den anderen zehn Monaten. Spielwarenhändler etwa machen fast 30 Prozent, Buchhändler rund ein Viertel ihres Umsatzes in den letzten beiden Monaten des Jahres. Somit wird gut jedes vierte Buch zur Weihnachtszeit verkauft.

Keine spezielle Marketing-Strategie

Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, dass allein jeder dritte Online-Händler, für das Weihnachtsgeschäft keinen speziellen Marketing-Plan in petto hat. Dabei lässt mit vergleichsweise geringem Marketing-Aufwand, ein hohes Umsatzplus erzielen. So raten Experten dem Einzelhandel unter anderem einen Kommunikationsplan zu entwickeln, wie Sie Ihren E-Mail-Verteiler nutzen können.

Oft unterschätzt: das Haushaltsmarketing

Auch der „reale“ Einzelhandel unterschätzt das Umsatzsteigerungspotenzial, welches die bei ihnen bereits vorhandene Adressen von Kunden oder Interessenten birgt. Diese stellen wertvolle Indikatoren für ein wirkungsvolles Haushaltsmarketing dar.

Denn die Wohngegend lässt Rückschlüsse auf Kaufkraft, Lebensumstände und Interessen an Produkte und Dienstleistungen zu. Mit anderen Worten: hier bestehen Potenziale zur Neukundengewinnung, und dass ohne die exakten Adressen für Direktmarketing-Aktionen zu mieten. Kostengünstig und effizient funktioniert dies mit Hilfe von Geomarketing.


Christoph Schroeder

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