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Erfolgreich Verkaufen: Flirtmodus statt Dominanzgehabe

„Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht“ wusste einst eine große deutsche Tageszeitung zu berichten. Und zur Wahrheit in puncto erfolgreich Verkaufen gehört: Sex sells! Darauf weist auch Verkaufs- und Verhandlungsspezialistin Ulrike Knauer hin. Sie sagt: „Heiße Gedanken sorgen für Umsatz“. Denn wer beim Verkaufen an Sex denkt, wirkt anziehender, emotionaler und kann mit mehr Nähe verhandeln.

Erfolgreich Verkaufen kann durchaus erotisch sein

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Frauen, die erfolgreich verkaufen möchten, sollten während dem Gespräch erotische Gedanken haben. (Bild: Stingray / pixelio.de)

Wie erotisch klingt Ihre Stimme? Eine Frage, die auf den ersten Blick nichts im geschäftlichen Umfeld zu suchen hat. Gerade Verkaufen gilt vielen nicht als besonders erotisch. Dass erfolgreich Verkaufen beziehungsweise Verhandeln aber durchaus erotisch sein kann, beweist die Innsbrucker Verkaufsexpertin Ulrike Knauer mit einem Experiment.

Jedes Mal, wenn sie vor einem Gespräch intensiv an Sex gedacht hat – nicht mit dem jeweiligen Gesprächspartner, sondern dem eigenen Freund – war das folgende Gespräch viel sympathischer, emotionaler, intensiver und vor allem vertrauter. Die Abschlusschancen stiegen. Auch weibliche Seminarteilnehmer und Coachees, die von Ulrike Knauer in Sachen Kommunikation und Vertrieb trainiert worden sind, probierten den Effekt aus: mit Erfolg.

Gedanken an Sex sorgen für eine bessere Stimmung

„Die Wirkung war verblüffend“, berichtet Ulrike Knauer. „Sowohl bei einstündigen Gesprächen mit teilweise intensiven Verhandlungen als auch in Zweiminuten-Talks an der Kasse konnte der Effekt nachgewiesen werden.“ Das einzige, was die Damen gemacht haben vor jedem Gespräch, war, intensiv an Sex zu denken und das männliche Gegenüber anzuschauen, bevor sie mit ihm ins Gespräch kamen. Das Ergebnis: Die Männer änderten komplett ihr Verhalten, lächelten, waren freundlicher, charmant und sympathisch. „Flirtmodus statt Dominanzgehabe“ fasst Knauer den Effekt zusammen und betont, dass außer den „heißen Gedanken“ nichts verändert wurde auf Seiten der Damen. Weder an den getätigten Aussagen noch an Kleidung oder Gestik sei im Rahmen des Versuches etwas im Vergleich zu früheren Gesprächen verändert worden. Gedanken an Sex und Erotik sorgen also von sich aus für eine bessere Stimmung und verändern die eigene Ausstrahlung positiv.

Den Grund sieht die Expertin für Spitzenverkauf in den Ergebnissen der modernen Hirnforschung, genauer gesagt im limbischen System. Frauen, die an Sex denken, würden automatisch von Männern als sympathischer wahrgenommen. Die nämlich nähmen unbewusst die positiven Signale auf. „Die gedachten Signale, nicht die ausgesprochenen Worte“, verdeutlicht Knauer, schließlich sei das bei Frauen ja nicht immer dasselbe.

Eine echte Geheimwaffe

Da Verkaufen weitgehend von einer funktionierenden Beziehungsebene abhängt, dürften die Ergebnisse dieses Experimentes für weibliche Verkäuferinnen eine echte Geheimwaffe darstellen. „Wo kaufe ich, wenn nicht dort, wo Vertrauen und Nähe entsteht“, fragt die Verkaufstrainerin und mehrfache Buchautorin. Und neben der verbesserten Wirkung auf andere prophezeit sie auch mehr Spaß an zukünftigen Verkaufsgesprächen. Schließlich seien Gedanken an Sex ja motivierend. Verkaufen dürfe und solle auch Spaß machen.

Die schlechte Nachricht: Der Effekt funktioniert nur bei Frauen im Gespräch mit Männern. Umgekehrt lösen Männer, die an Sex und Erotik denken, eher unangenehme Gefühle bei Frauen aus, wenn zwischen beiden nicht schon eine Beziehung besteht.

Über Ulrike Knauer:

Ulrike Knauer ist Verkaufs- und Verhandlungsspezialistin und Expertin für Spitzenverkauf durch Integrität. Praktisch und praxisorientiert zeigt sie Führungskräften und Mitarbeitern – gerne auch in englischer Sprache – wie dies möglich wird. Und das mit viel Herzlichkeit, psychologischem Know-how, Wertschätzung und Empathie.

Weitere Informationen über Ulrike Knauer im Internet unter www.ulrikeknauer.com.

 

Christoph Schroeder

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