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Wie erotisch klingt Ihre Stimme?

Stimmen beeinflussen auf vielfältige Weise unsere Stimmung. Manche wirken auf uns gar erotisch! Doch woran liegt das? Nachdem Sie inEngelszunge oder Erpresserstimme – hörbare Emotionen“, dem letzten Beitrag zur zweiwöchentlichen Themenserie „Erfolgsfaktor Stimme“, erfahren haben, warum es keine sachlichen Gespräche gibt, zeigt Ihnen Barbara Blagusz im Folgenden auf, was manche Stimmen so erotisch macht.

„Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, gurrte einst Marlene Dietrich und beflügelte auch aufgrund ihrer sonoren, tieffrequentierten Stimme so manche Männerfantasie. Tiefe Frauenstimmen üben schon seit jeher eine ungemeine Faszination aus.

Erregung oder Beruhigung – was wirkt erotischer?

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Stimmen bestimmen die Stimmung. Manche von ihnen wirken auf uns regelrecht erotisch! (Bild: Juergen Jotzo / pixelio.de)

Forscher/innen haben herausgefunden, dass Menschen ihre Stimme senken, wenn sie ihren Gegenüber attraktiv finden. Sprich: ist der Sprecher entspannt, dann kommt eher die tiefere Bruststimme zum Vorschein, was den Sprecher selbst und den Zuhörer gleichermaßen beruhigt. Eine tiefe Stimme vermittelt Fürsorge, was wiederum Vertrauen erzeugt und indirekt auch Interesse bekundet. Tiefe Stimmen werden demnach als erotisch empfunden.

Im Gegenzug lässt Aufregung beziehungsweise Erregung die Stimme ansteigen. Der Zuhörer erkennt dies unbewusst als Hysterie und spürt auch selbst die Anspannung. Dahinter verborgen liegt zumeist Angst. Fazit: Körperliche Zustände übertragen sich spürbar und hörbar vom Sprecher auf den Zuhörer. Damit noch nicht genug, erzeugt jede Stimme mit den darin verborgenen Emotionen eine bestimmte Wirkung. Versuchen Sie es ruhig und schreiben Sie tief und entspannt „Feuer“. Sie können nicht erwarten, dass jemand kommt. Dies wirkt wie ein genetischer Code und lässt uns wissen: höhere Stimme = gefährlicher als tiefe Stimme.

Klingt Mann gleich erotisch wie Frau?

Schon Charles Darwin hat erkannt: Menschen wissen unbewusst, dass eine tiefe Stimme besser ankommt und Entspannung bewirkt, daher senken sie die Stimme ab, wenn sie beim anderen Geschlecht ankommen wollen. Das machen Mann und Frau gleich.

Dass Männer die Stimme senken erscheint klar: tief ist männlich und dominant und damit mit attraktiverem Verhalten verbunden. Warum aber senken Frauen ihre Stimmen ebenso, wo doch nach der gleichen Logik piepsige Stimmen attraktiv sein müssten – Stichwort: Beschützerinstinkt – und nicht verrauchte, heisere und tief klingende Stimmen?

Manche Männer finden jedoch eben genau diese hohen piepsigen Frauenstimmen als erotisch. Das jedoch nur, weil diese ihren Beschützerinstinkt anspricht. Man(n) fühlt sich dann stark und selbstsicher – als Beschützer eben.

So wirken Sie erotisch!

Eine tiefe, entspannte Stimme ist melodiös, flexibel und hat einen weichen Stimmeinsatz Sie klingt dunkel und voluminös, warm und im ganzen Körper klingend. Die Stimme schwingt wohlig im Körper und hat einen guten Kontakt zum Beckenboden – der Inbegriff von Erotik.

Ist der Sprecher jedoch angespannt, klingt die Stimme wie in einem Panzer gefangen. Der Körper ist dann nicht durchlässig und dann klappt’s auch nicht mit der Erotik.

Viele Menschen erleben ihre Stimme so ähnlich, wenn sie etwas verkühlt sind oder zu viel Alkohol getrunken haben. Letzterer lässt die Muskeln entspannen. Dann klingt die Stimme so angenehm tief. Sie brauchen jedoch kein „Achterl zu heben“, um erotisch zu klingen.

Tiefere Frequenzen schwingen langsamer und lösen ein entspanntes Mitschwingen beim Zuhörer aus. Dies spürt auch der Sprecher selbst, denn diese Frequenzen entspannen auch das System des Sprechers.

Tiefe Stimme = Bruststimme – Hohe Stimme = Kopfstimme

Eine tiefe Bruststimme ist im Körper ganz anders zu spüren als die hohe Kopfstimme. All dies ist abhängig von der Länge und Spannung der Stimmbänder im Kehlkopf. Je stärker die Stimmbänder gespannt sind, umso höher der Ton. Bei weniger Spannung schwingen die Stimmbänder langsamer. Der Ton klingt damit tiefer und eben auch entspannter. Vergleichbar mit einem Gummiring. Zieht man einen Gummiring auseinander, so wird der Gummi zwar bei stärkerer Spannung länger, aber er schwingt nicht so weit. Lässt man die Spannung wieder nach d.h. der Gummiring wird kürzer, schwingt langsamer und daher tiefer und auch entspannter. Bei entspannten Stimmbändern schwingt auch die ganze Umgebung mit. Bei dieser inneren und  äußeren Randschwingung ist mehr „Material“ beteiligt (=der Körper) und daher haben wir viel mehr Schwingung insgesamt.

Machen Sie den Test:

Legen Sie eine Hand auf Ihre Brust. Sprechen Sie dann mit Ihrer Kopfstimme – also möglichst hoch. Hier werden Sie nur wenig Vibration spüren. Kopfstimme schwingt zwar auch, nur nicht so tief und weit, wie die Bruststimme. Sprechen Sie dann tief mit Ihrer Bruststimme, dann spüren Sie die Vibration nicht nur weit stärker in der Brust. Sie spüren sie auch im Bauch, in den Flanken, ja sogar bis in den Beckenboden. Das hat natürlich auch eine andere Wirkung – erotischer eben.

Qualität und Stimmlage

Tiefe Stimme ist gekennzeichnet durch Loslassen und Entspannen. Es hilft, dass Sie tief und laut sprechen – jedoch ohne Luftdruck, mit öffnenden Resonanzen, den Gaumen heben, ohne die Vokalfarbe einzudunkeln. Aha! Und wie geht das genau? Im Folgenden drei Wege für mehr Erotik in der Stimme:

1. das Timbre

Durch das Verändern des Resonanzraumes im Mund können Sie Ihre Stimme verändern. Öffnen Sie den Mundraum weit, wie beim Gähnen, wird die Stimme dunkel, sprich erotischer als eine helle Stimme.

Beim Schlucken hingegen hebt sich der Kehlkopf und die Stimme wird hoch und hell. Ohne die Lage der Stimme selbst zu verändern, können Sie hell und dunkel nur durch die Stellung des Kehlkopfes und der Größe des Mundraumes verändert.

2. Hauchig statt gepresst

Das Kriterium für Erotik ist nicht unbedingt die Stimmlage, sondern die Qualität der Stimme. So entsteht jeweils eine andere Wirkung, ob die Stimme tief und hauchig oder gepresst eingesetzt wird, selbst wenn die Stimmlage an sich gleich bleibt. Gepresst oder gehaucht. – hier macht die Spannung den Effekt auf das Gegenüber aus. Beim gehauchten oder weichen Stimmeinsatz erzeugt die Stimme mehr Nähe – ebenfalls gut für mehr Erotik.

3. Stimmlage

Sprechen Sie bewusst tiefer und langsamer. Damit wirken Sie gelassen und entspannt. Schon ein wenig tiefer lässt Ihre Stimme anders klingen und die Wirkung spricht für sich.

Barbara Blagusz, Potenzialanalyse, emotionen
Quelle: © Barbara Blagusz

 

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Über Barbara Blagusz

Barbara Blagusz ist die einzige Stimm- und Sprechtechniktrainerin im deutsch-sprachigen Raum, die direkt aus dem Verkauf kommt. Sie ist Autorin des Buches „Erfolgsfaktor Stimme“. Seit mehr als 20 Jahren ist sie erfolgreich als Kommunikationstrainerin und Top-Speakerin in den Bereichen Motivation, Kundenservice sowie Vertriebsmanagement und hat in ihren Seminaren bereits tausende Teilnehmer mit dem Machtfaktor Stimme begeistert. Aus dieser Erfahrung schöpft sie, wenn sie über den unbewussten Machtfaktor Stimme in Beratung, Führung und Verkauf spricht. Sie ist Expertin, wenn es um schwierige Kommunikationssituationen geht und wurde dreimal „Trainerin des Jahres“. Ob herausfordernde Kundensituationen am Telefon, Reklamationen, knifflige Verhandlungen oder mitreißende Präsentationen – profitieren Sie von ihrer jahrelangen Erfahrung im Management und Vertrieb!

(Foto: © Barbara Blagusz)
(Foto: © Barbara Blagusz)

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Christoph Schroeder

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