Bauen & Wohnen

Fenster sanieren hilft Heizkosten sparen

Der Winter steht vor der Tür. Bisher ist es zwar noch nicht so richtig kalt geworden, aber das kann sich Anfang Dezember schnell ändern. Die Heizperiode hat jedenfalls längst begonnen: Wohl dem, der jetzt die richtigen Fenster hat. Denn laut Berechnungen von Energieberatern könnten deutsche Haushalte ihre Heizkosten um bis zu 50 Prozent senken, wenn sie ihre Fenster sanieren würden.

 

Der U-Wert: Wieviel Wärme geht nach draußen?

Bei der Erneuerung der Fenster sollte man vor allem auf den Wärmedurchgangskoeffizienten, den so genannten U-Wert achten. Er bezeichnet den Wärmeverlust pro Quadratmeter. Je höher also der U-Wert, desto schlechter halten die Fenster die Wärme im Gebäude und desto mehr steigen Ihre Heizkosten.

Moderne Fenster, wie sie z.B. die Firma Hero Glas herstellt, können einen U-Wert von bis zu 0,5 erreichen – in den 1980ern lag der Wert noch bei 2,5.

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Wer seine Fenster saniert, kann Energiekosten sparen. (Bild: neurolle – Rolf / pixelio.de)

Die Kosten im Blick

Heute werden allerdings meist Fenster mit dem U-Wert 1,1 eingesetzt. So wird ebenfalls eine spürbare Verbesserung bei der Wärmedämmung erreicht. Schließlich sollte beim Ersetzen der Fenster auch die Wirtschaftlichkeit berücksichtigt werden: Je höher der U-Wert, desto höher natürlich auch die Kosten für die neuen Fenster. Dabei sollte man stets im Hinterkopf behalten, wie lange es dauert, bis sich die Sanierungskosten durch Einsparungen bei der Heizung amortisiert haben.

Auf den ersten Blick ist die Sanierung der Fenster eine kostspielige Maßnahme: Mit rund 100 bis 400 Euro pro Quadratmeter schlägt sie zu Buche. Aber wer die Amortisierungszeiten im Auge behält, der kann mit der Investition langfristig bares Geld sparen. Neben dem U-Wert der Fenster sollte man aber beim Einbau auch darauf achten, dass sie fachgerecht abgedichtet werden. Wird hier geschlampt, sind weitere Wärmeverluste die Folge.

Wann ist die Fenster-Sanierung sinnvoll?

Wer den U-Wert seiner Fenster nur um 0,1 verbessert, der kann im Jahr einen Liter Heizöl sparen. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) verpflichtet beim Neubau oder bei der Sanierung von Bestandsgebäuden dazu, hoch wärmedämmende Fenster einzusetzen. Energieberater empfehlen bis zu einem U-Wert von 1,9 die Sanierung der Fenster.

Große Glasflächen richtig dämmen

Was für Privathaushalte oft nicht rentabel ist, ist bei gewerblichen Gebäuden ein Muss. Besonders Bauten mit großen Glasflächen brauchen Fenster mit einem sehr guten U-Wert, da sonst kein angenehmes Raumklima zustande kommt und in Fensternähe Zugluft zu spüren ist.

Die Herausforderung für Glashersteller ist bei Fenstern mit einem U-Wert von 0,5 oft, das Glas trotzdem in höchstem Maße lichtdurchlässig zu gestalten. Denn je mehr Schichten eine Scheibe hat, desto weniger Licht kommt hindurch.

Hero Glas verwendet zu diesem Zweck spezielle Beschichtungen und zwei- bis dreifache Aufbauten. Gasfüllungen im Scheibenzwischenraum erhöhen den Dämmwert der Fenster zusätzlich. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass die Scheibe transparent bleibt und genügend Licht in den Raum fällt.

Branchenführer ist Familienbetrieb

In diesem Bereich gehört Hero Glas im emsändischen Dersum zu den Branchenführern. Der Familienbetrieb ist in der zweiten Generation in der Hand der Familie Ross. Vor mehr als vierzig Jahren wurde das Unternehmen gegründet und hat heute über 300 Mitarbeiter. Die Firma stemmt auch internationale große Projekte.

Der Betrieb legt außerdem viel Wert auf die Nachwuchsförderung: Die Bandbreite an Ausbildungsberufen ist groß und Azubis werden meist übernommen.

Katja Heumader

Ein Kommentar zu “Fenster sanieren hilft Heizkosten sparen

  1. Bei älteren Bauten ist der U-Wert der Bauelemente (Fenster, Wände, Böden) oft nicht bekannt. Der U-Wert ist der Ausgangspunkt, um energetische Sanierungsmassnahmen gezielt, kosteneffizient sowie regulatorischen Anforderungen gemäß zu planen und durchzuführen. Ferner bildet der U-Wert die Basis, um Ansprüche auf Förderung durch öffentliche Gelder (bspw. „Das Gebäudeprogramm“) geltend machen zu können. Es empfiehlt sich deshalb, den U-Wert vor einer Sanierung zu messen.

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