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HD, Full-HD und Quad-HD – Je größer, je dicker, je besser?

Seit den Anfängen des Handys hat sich in Sachen Bildschirmauflösung viel getan. Während man früher schon genau hinschauen musste, was da auf dem Display stand, sind wir mittlerweile bei Quad-HD angekommen, also vierfach HD. Aber braucht man das wirklich? Die Meinungen darüber, welche Bildschirmauflösungen das menschliche Auge noch differenzieren kann, gehen auseinander.

Mein erstes Handy hatte gefühlte 16 Pixel – jeweils vier pro Reihe. Man konnte Buchstaben und Ziffern mit ein wenig Glück und dem richtigen Licht erkennen, mehr aber auch nicht. Bilder und Grafiken (von Videos ganz zu schweigen) waren noch eine Ewigkeit entfernt. Doch mittlerweile sind auch schon ein paar (um genau zu sein vierzehn) Jahre vergangen. Seitdem haben sich ein paar zusätzliche Pixel in die Displays moderner Smartphones – die legitimen Nachfolger der ersten Mobiltelefongeneration – geschlichen. Langsam aber kontinuierlich haben sich die Displayauflösungen nach oben erweitert, grafische Elemente, Sättigung, Schärfe und Farben hielten Einzug und Telefonieren wurde zur Nebensache. Die heutigen Displays sind wahre Alleskönner: Gestochen scharf, 16 Millionen Farben und dazu auch noch touchfähig. Doch wie ist es mittlerweile um die Auflösungen bestellt?

HD, Full-HD und Quad-HD - Je größer, je dicker, je besser?
Bildquelle: Viktor Hanacek/ picjumbo.com

HD und Full-HD – Unterschied fürs Auge?

In den ersten Smartphones der Ära „HD-Display“ liefen die kleinen Bildschirme in der Regel über eine 720p-Auflösung, also eine direkten Verteilung von 1280 Pixel in der Breite und 720 Pixel in der Höhe, während Ihre Nachfolger mit 1080p (1920 Pixel mal 1080 Pixel) ausgestattet sind. Dabei stellt sich die Frage, ob das menschliche Auge diese Unterschiede überhaupt wahrnimmt. Darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Zunächst wird vom jeweiligen Display die entsprechende Pixeldichte berechnet und mit der Einheit Pixel per Inch (ppi) versehen. Bei Bildschirmen sind für die Berechnung im Wesentlichen die folgenden Werte von Bedeutung:

  • die Anzahl Bildpunkte in horizontaler und in vertikaler Richtung in Pixeln
  • die Kantenlänge dieses sichtbaren Bildbereichs in cm bzw. Inch

Daraus errechnet sich für die Waagrechte und die Senkrechte jeweils eine Punktdichte (Wiedergabeauflösung) in Pixel pro Inch.

Der daraus resultierende Wert war bereits mehrfach Auslöser intensiver Diskussionen darüber, ab welchem ppi-Betrag das menschliche Auge keinen Unterschied mehr ausmachen kann. Die Macher des Technikportals Chip legen bei 250 ppi die Messlatte, ab der ein Nutzer mit vollständiger Sehkraft keine Differenzierungen mehr vorzunehmen vermag.  Ars Technica zitiert den CEO von DisplayMate, Dr. Raymond Soneira, der sich auf den Wert 229 ppi versteift hat. Als kurze Zeit später Apples Retina Display auf den Markt kam, wurde 326 ppi als magische Zahl kolportiert.

Kurzum: Beim Unterschied zwischen HD und Full-HD kommt es also auf die Größe des entsprechenden Displays an. Bei kleineren Varianten bis ca. fünf Zoll ist für Ungeübte kein Unterschied auszumachen. Bei Varianten darüber sieht es schon anders aus. Wenn man die Wahl hat, sollte man hier bereits auf Full-HD setzen. Denn Full-HD Applikationen und Filme sind auf größeren Screens mit deutlich mehr Schärfe, Kontrast und Tiefe ausgestattet – ein Umstand, der deutliche Qualitätsverbesserungen gegenüber einem regulären HD-Display verspricht. Im Online-Shop von redcoon können Sie sich einen Überblick zu den verschiedenen Angeboten machen.

Quad-HD – Die nächste Generation

In den neueren Smartphones wurde bereits der nächste Sprung in Sachen Displayqualität vollzogen: Von Full-HD zu Quad-HD (WQHD). Während erstere mit einer nativen Auflösung von 1920 x 1080 Pixel aufwarten, sind es bei der neuen Generation bereits 2560 x 1440 Pixel. Weil das viermal mehr ist als auf einem HD-Bildschirm (1280 x 720), wird der Begriff Quad HD verwendet. Im Vergleich zu Full-HD fällt der Unterschied geringer aus: Sie ist 1,8-mal höher. Das Unternehmen Japan Display hatte bereits Ende 2013 angekündigt, Quad-HD-TFT-Module mit den Diagonalen 5,4 und 6,2 Zoll mit Quad-HD-Auflösung und einer Pixeldichte von 543 ppi, respektive 473 ppi auf den Markt zu bringen. Die bis dahin höchste Pixeldichte bei Mobilgeräten lag bei 468 ppi im HTC One. Dem Nutzer wird der Unterschied zu Full-HD wahrscheinlich erst einmal nicht ins Auge springen, da es nur wenige für diese Auflösung programmierte Apps gibt und auf den normalen Gebrauch eines Smartphones, also beim Surfen, Chatten oder Navigieren, hat die neue Auflösung noch keine Auswirkungen.

ElSchnuppero

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