Deutschland

KfW-Förderung 73,4 Mrd. Euro Hilfe im schwierigen Finanz- und Wirtschaftsumfeld

KfW Kommunalbank

Der Geschäftsbereich KfW Kommunalbank hat im Jahr 2012 ein Fördervolumen von 9,1 Mrd. EUR erreicht und ist trotz einer rückläufigen Investitionsneigung der Kommunen nur leicht unter den Erwartungen geblieben. Im Bereich der Infrastrukturfinanzierung betrug das Zusagevolumen rund 3,8 Mrd. EUR. Dies stellt eine leichte Reduzierung gegenüber dem Vorjahr dar (2011: 4,1 Mrd. EUR), jedoch erhöhte sich die Anzahl der gewährten Darlehen für kommunale Vorhaben deutlich und stieg um 40 %. Insgesamt wurden über 2.500 Einzelzusagen erteilt. Zudem wurde die Förderung verstärkt auf die Förderthemen Klimawandel und Umweltschutz sowie demografische Entwicklung ausgerichtet. Insbesondere in der Umwelt- und Klimaschutzfinanzierung stieg das Zusagevolumen von 0,9 Mrd. EUR im Vorjahr auf 1,3 Mrd. EUR sehr deutlich. Diese mit dem Start neuer spezieller Förderprogramme (Energetische Stadtsanierung) verbundene Entwicklung dokumentiert den substanziellen Beitrag der KfW zur Unterstützung der Energiewende der Bundesregierung auf kommunaler Ebene.

Das Zusagevolumen der Allgemeinen Refinanzierung der Landesförderinstitute wurde im Jahr 2012 planmäßig reduziert. Es betrug 5,3 Mrd. EUR im Berichtsjahr gegenüber 7,7 Mrd. EUR im Vorjahr.

Export- und Projektfinanzierung

Das von der KfW IPEX-Bank verantwortete Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung erreichte mit Neuzusagen von 13,4 Mrd. EUR das Vorjahresniveau (2011: 13,4 Mrd. EUR). Hierzu trugen insbesondere die Geschäftssparten Maritime Industrie (2,5 Mrd. EUR), Energie und Umwelt (2,1 Mrd. EUR) sowie Industrie und Services (2,1 Mrd. EUR) bei. Die Zusagen im Bereich Maritime Industrie betrafen zu einem erheblichen Teil Kreuzfahrtschiffe und Investitionen der Offshore-Industrie. Grundlage für die stabile Zusagenentwicklung waren die positive Investitionsneigung der Unternehmen sowie der Erfolg der heimischen Exportwirtschaft im globalen Wettbewerb.

Förderung der Entwicklungs- und Transformationsländer

Das Zusagevolumen im Geschäftsfeld Förderung der Entwicklungs- und Transformationsländer lag bei 6,2 Mrd. EUR (2011: 5,8 Mrd. EUR).

Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank hat sein Zusagevolumen erneut gesteigert und 2012 rund 4,9 Mrd. EUR (2011: 4,5 Mrd. EUR) weltweit für Entwicklungsprogramme zugesagt. Die KfW-Eigenmittel, die der Geschäftsbereich dabei für die internationale Entwicklungsfinanzierung eingesetzt hat, betrugen 3,1 Mrd. EUR (2011: 2,6 Mrd. EUR). Damit unterstützt die KfW die Bundesregierung in erheblichem Maße dabei, ihren internationalen Verpflichtungen zur Entwicklungsfinanzierung nachzukommen. Rund 2,8 Mrd. EUR kommen dem Bereich „Klima und Umwelt“ zugute; das sind etwa 57 Prozent des Neuzusagevolumens.

Die in der Finanzierung privater Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern tätige DEG erreichte ein Finanzierungsvolumen von 1,3 Mrd. EUR (2011: 1,2 Mrd. EUR). Sie erzielte damit erneut eine beträchtliche Hebelwirkung und stieß privatwirtschaftliche Investitionen der Unternehmen in erheblichem Umfang an. Viele der DEG-Partnerländer sind auch Zukunftsmärkte für deutsche Unternehmen, eine zentrale Zielgruppe der DEG. Dieser stellte sie 2012 rund 182 Mio. EUR (2011: 99 Mio. EUR) zur Finanzierung von Auslandsinvestitionen bereit und damit deutlich mehr als im Vorjahr.

Kapitalmarktnahe Finanzierungen

Der Geschäftsbereich Kapitalmarktnahe Finanzierungen hat im Jahr 2012 ein Zusagevolumen in Höhe von rd. 3,6 Mrd. EUR realisiert. Über das Programm zur Refinanzierung bundesgedeckter Exportkredite wurde die deutsche Exportwirtschaft mit langfristigen Mitteln in Höhe von rund 1,2 Mrd. EUR unterstützt. Zusätzlich wurden über Verbriefungsinstrumente und Globaldarlehen Leasinggesellschaften und Kreditinstituten rund 2,4 Mrd. EUR zur Finanzierung des deutschen Mittelstandes zur Verfügung gestellt.

Zur Refinanzierung ihres Förderauftrags hat die KfW 2012 langfristige Mittel in Höhe von 78,7 Mrd. EUR an den internationalen Kapitalmärkten aufgenommen (2011: 79,7 Mrd. EUR). Dazu emittierte die KfW mehr als 200 Anleihen in fünfzehn verschiedenen Währungen. Großvolumige und hochliquide Anleihen im Benchmarkformat stellten mit einem Anteil von 59 % einmal mehr den wichtigsten Pfeiler der KfW-Gesamtrefinanzierung dar. Hauptrefinanzierungswährungen waren EUR mit knapp 49 % und USD mit knapp 32 %. Die Refinanzierungskosten der KfW blieben im Gesamtjahr auf historisch niedrigem Niveau stabil. Für das Jahr 2013 plant die KfW ein geringeres Refinanzierungsvolumen von 70 bis 75 Mrd. EUR.

Weiterführende Informationen durch den Förderratgeber auf der Website der KfW.

(KfW 2013)

Marc Brümmer

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