Finanzmarkt

Lebensversicherungen als Chance zur Liquiditätsbeschaffung

Ob zur Erfüllung eines Lebenstraums, der Umsetzung einer erfolgversprechenden Existenzgründung  oder zum Abbau vorhandener Schulden… die Situationen im Leben, in denen man kurzfristig an eine größere Menge Geld gelangen muss, können ebenso zahlreich sein, wie die Möglichkeiten sich dieses zu beschaffen. Eine Variante, die in der breiten Öffentlichkeit noch kaum diskutiert wird ist der Zweitmarkt für Lebensversicherungen.

Klippen wie den Storno erfolgreich umschiffen

[Bild: Petra Bork / pixelio.de]
Bevor man seine auf dem Zweitmarkt für Lebensversicherungen sich Kapital beschafft, gilt es einiges zu beachten (Bild: Petra Bork / pixelio.de).

Um schnell an Kapital zu gelangen, verkaufen vielen Menschen in Deutschland ihre Lebensversicherung. Dem Bundesverbands Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen e.V. (BVZL) zufolge, wurden in der Bundesrepublik bisher über 45 Millionen bestehende Lebensversicherungen vorzeitig gekündigt. Ein verlustreiches Geschäft für den Versicherungsnehmer.

Schließlich ist der Ausstieg aus der Lebensversicherung mit erheblichen Kosten, wie zum Beispiel den Gebühren für Storno, verbunden. Zudem verfällt in vielen Fällen der Versicherungsschutz beziehungsweise die bereits verdienten Schlussgewinnanteile. Also jene Anteile am Gewinn, die nicht schon während der Laufzeit des Vertrags zugeteilt werden.

Dabei gibt es eine Alternative zum Storno, die laut BVZL vier Fünftel der Deutschen gar nicht kennen: den Verkauf der Lebensversicherung auf dem sogenannten Zweitmarkt. Darunter versteht man einen Markt, in dem die Ansprüche aus bestehenden Lebensversicherungsverträgen während der Vertragslaufzeit gehandelt werden. Institutionellen Anlegern bietet sich dadurch die Möglichkeit direkt in Lebensversicherungen zu investieren. Mit diesen sogenannten „gebrauchten Policen“ erzielten sie in der jüngsten Vergangenheit eine durchschnittliche Rendite von 4,9 Prozent.

Renditeerwartung nutzt auch dem Versicherten

Dieser Umstand nützt bei der Veräußerung der Lebensversicherung auf dem Zweitmarkt auch dem Versicherten, denn dank der hohen Renditeerwartung ist der Käufer bereit, ein bis drei Prozent mehr als den Rückkaufswert zu zahlen.Zudem bleibt, je nach Ausgestaltung des Übertragungsvertrages der Versicherungsschutz für den ursprünglichen Versicherungsnehmer zum Teil bestehen. Im Todesfall wird die Differenz zwischen der Versicherungssumme und dem mit etwa neun Prozent verzinsten Kaufpreis abgezogen.

Vor dem Verkauf genau überlegen

Generell will die Beendigung einer Lebensversicherung wohl überlegt sein. Schließlich stellt sie für für die meisten einen wichtigen Bestandteil ihrer privaten Altersvorsorge dar. Unseriöse Anbieter  werben häufig damit, eine Lebensversicherung für privaten Konsum zu kündigen. Davon ist dringend abzuraten. Für die Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe ist eher das Beleihen anstatt der Verkauf der Police zu empfehlen. So bleiben die private Altersvorsorge und der Versicherungsschutz erhalten.

Käufer bewerten Versicherungen unterschiedlich

Zudem gilt für den Verkauf einer Lebensversicherung auf dem Markt das, was für den Handel eines jeden Produkts gilt: sie werden von den Käufern unterschiedlich bewertet. Folglich kommt es zu unterschiedlichen Kaufpreisen. Aus diesem Grund sollten potenzielle Verkäufer sich mehrere Angebote einholen. Zum Beispiel über hierauf spezialisierte Vermittlerplattformen im Internet wie zum Beispiel Policen Direkt, dem Marktführer im Policen-Zweitmarkt.


Christoph Schroeder

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