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Nutzen Sie die Schwarmintelligenz von Facebook

Facebook

Das Internet wurde zu einer riesigen Datenbank an Informationen – sinnvollen sowie sinnlose. Jeder denkt, dass er über jedes Thema Bescheid weiß, doch am Ende ist alles nur heiße Luft. Frank Katzer ist sich aber sicher, dass man die „Schwarmintelligenz”, vor allem von Facebook Gruppen, für sich nutzen kann, um seine eigene Expertise zu maximieren. Wir hatten die Möglichkeit ihn vor seinem Webinar beim Social Media Start-Paket 2016 über die gewonnen Chancen durch Facebook Gruppen zu befragen.

Anmerkung der Redaktion: Die Komplettpakete zum Social Media Camp stehen auch nachträglich als Webinaraufzeichnung zur Verfügung. Dabei bestimmen Sie selbst das Tempo; der Einstieg ist jederzeit möglich. Mehr Informationen finden Sie unter Social Media Starter-Camp 2016 oder auch in unserer Übersicht der Online-Kurse.

Hallo Herr Katzer, was genau ist die „Schwarmintelligenz der Facebook Gruppen“?

In vielen Facebook Gruppen tummeln sich mittlerweile sehr kompetente, hilfsbereite und mitteilungsfreudige Teilnehmer, die gerade Neulingen in vielen Dingen weiterhelfen. Häufig geht es dabei um Antworten zu Fragen, die ich mir eben nicht ergoogeln kann, sondern zu denen es Erfahrungswerte braucht. Das könnten z.B. Fragen nach Verbesserungsmöglichkeiten bei einem Blog sein oder wieviel Geld man als Blogger für das Schreiben eines “Sponsored Posts” nehmen kann, usw. Da kommt eine Menge geballten Wissens und Sichtweisen zusammen, die einem schon mal Orientierung liefern können.

Facebook hat eine Vielzahl an Gruppen, doch wie finde ich die kompetentesten?

Ja, das ist nicht so einfach. Auf ein paar Faktoren kann man bei der Suche nach einem bestimmten Gruppenthema achten. Je nach Typ der Gruppe, sieht man auch erst nach dem Beitreten, ob das das richtige ist oder nicht. Wichtig dabei ist, dass man Gruppen, die definitiv nicht zu einem passen auch wieder verlässt, damit man diese nicht “anhäuft”. Der Administrator einer Gruppe kann dann schon mal den Beitritt ablehnen, wenn der Beitrittssuchende bereits bei 100+ Gruppen Teilnehmer ist.

Bei der Suche nach Facebook-Gruppen muss man sich mit der nicht wirklich optimalen Facebook-Suche herumschlagen. Am besten sollte man versuchen nach unterschiedlichen Begriffen zum gesuchten Thema zu forschen.

Was macht eine gute Gruppe aus, der man beitreten könnte:

  • eine aussagekräftige Gruppenbeschreibung (diese ist immer zu sehen, sofern sie angelegt ist)
  • ein Gruppenbanner sollte schon einigermaßen gestaltet sein, wenn der Gruppenbetreiber seine Teilnehmer ernst nimmt
  • die letzten Posts in der Gruppe sollten nicht zu lange her sein
  • die Gruppe sollte möglichst keine Eigenwerbung von Teilnehmern enthalten (es sei denn, genau darum geht es in der Gruppe 😉 ) — viel Eigenwerbung kann auch ein Zeichen dafür sein, dass es den Gruppenbetreiber nicht (mehr) interessiert, was in der Gruppe passiert
  • es sollte ein freundlicher / konstruktiver Umgangston vorherrschen

Wenn Sie drei Online Tools für das Online-Marketing wählen müssten, welche wären das?

Sie meinen, wenn ich nur 3 wählen dürfte? Blog (WordPress) + Facebook + Newsletteranbieter (z.B. ConvertKit oder ActiveCampaign). Damit könnte man schon einiges erreichen.

Wieso sind gerade Videos so wichtig, um im Internet gesehen zu werden?

Mit Videos oder sogar Live-Videos — wie z.B. über Facebook-Live, Periscope oder Webinare — können Sie ihre Persönlichkeit und Expertise am überzeugendsten darstellen. Vorausgesetzt Sie sind authentisch und lesen nicht irgendeinen Firmensprech-Teleprompter Unsinn ab, der mit Ihrer Person nichts zu tun hat. Zudem sollte das Video Wissen vermitteln, den Zuschauer unterhalten oder inspirieren. Videos sind auch dafür gut geeignet, dass Ihre Kunden-in-spe gut vorselektieren können, mit wem sie zusammenarbeiten wollen.

Ein weiterer Vorteil von Videos: Aktuell ist es wohl noch so, dass man mit (auf Facebook hochgeladenen) Videos noch eine bessere Verbreitung hat, als mit Text- oder Bild-Posts. Das kann sich aber jederzeit ändern.

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Das Social Media Start-Paket 2016 bietet informative Webinare rund um die Nutzung von Social Media. (© Sabine Piarry)

Was muss ich beachten, wenn ich die Expertise anderer nutze und letztendlich davon profitiere?

Gar nichts. 😉
Es ist ja im Sinne des Experten, Sie schlauer zu machen. Außer, dass Sie vielleicht nach einer Zeit mal nach Möglichkeiten suchen, demjenigen auch mal wieder etwas zurückzugeben. Also entweder indem Sie eines seiner Produkte (sofern vorhanden) kaufen oder dieses auf Ihren Kanälen weiterempfehlen und ein bisschen pushen. Teilen Sie anderen mit, wo sie Ihr Wissen her haben. Das ist Win-Win-Win.

Was können die Teilnehmer des Social Media Starter Camps 2016 von Ihrem Webinar zum Thema „Die Schwarmintelligenz der Facebook Gruppen nutzen“ am 5. April 2016 von 10 bis 11 Uhr erwarten?

Ich werde u.a. Tipps geben, wie Sie in Gruppen Antworten erhalten, die Sie auch wirklich weiterbringen und auch wie Sie wertschätzend mit der Gruppe umgehen. Mir ist immer wichtig, ein Gefühl dafür zu vermitteln, was z.B. mit Facebook Gruppen möglich ist und auch den Teilnehmer dazu zu bringen, dass einfach mal zu probieren. Die Zahl derer, die einfach nur stillschweigend mitlesen anstatt sich zu beteiligen ist mir nach wie vor viel zu hoch. 😉

Herr Katzer, ich danke Ihnen für das Gespräch und wünsche Ihnen viel Spaß beim Social Media Starter Camp 2016.

Ich danke auch für die gut gewählten und abwechslungsreichen Fragen. 😉

Das Interview führte Lydia Hagen, Redakteurin beim Wirtschafts- und Mittelstandsmagazin AGITANO.

Über Frank Katzer

Facebook, Schwarmintelligenz
“Nurzen Sie die Schwarmintelligenz von Facebook, um Ihr Wissen zu maximieren.” (© Frank Katzer)

Frank Katzer ist seit 1999 im Online Marketing tätig und berät vorrangig Selbständige / Solopreneure zu Fragen ihrer Sichtbarkeit im Internet. Die authentische und zielgerichtete Nutzung der modernen Präsentations- und Dialogmöglichkeiten stehen dabei im Vordergrund. Eigens erstellte Tutorials & Online-Kurse ergänzen die Beratungen / Coachings.

Mehr Informationen zum Experten finden Sie unter:

www.internet-praxistipps.de

 

Lydia Hagen

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