Kolumnen

Rockefeller: Erneuerbare statt Fracking

Können sich auch große Konzerne von fossil-atomaren Energieträgern verabschieden und rasch auf Erneuerbare Energien umsteigen? Dies fragt sich Franz Alt in seinem wöchentlichen Kommentar. Und er stellt fest, dass die USA offenbar schneller ist als Deutschland.

Rockefeller ändern Kurs

Aus Anlass des Klima-Sondergipfels der UNO gaben die Erben der Rockefeller-Dynastie bekannt, dass sie sich vom Kohle-, Öl- und Fracking-Geschäft verabschieden und in erneuerbare Energieträger investieren wollen. Im 19. Jahrhundert war John D. Rockefeller mit den Milliarden-Gewinnen aus seinem Ölgeschäft zum reichsten Mann der Welt geworden. Jetzt soll die 860 Millionen Dollar schwere Stiftung Rockefeller Brothers Fund in Erneuerbare Energien umsteigen. Damit schloss sich die Rockefeller-Stiftung einer Allianz von 800 Stiftungen in den USA an, die insgesamt 50 Milliarden Dollar in Erneuerbare Energien investieren wollen.

Klimaschutz ist die größte Herausforderung für die Zukunft

Zur gleichen Zeit demonstrierten in New York 300.000 Menschen für effizienteren Klimaschutz. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon betonte: „Wir haben uns noch nie einer solchen Herausforderung gegenübergesehen. Die Kosten des Klimawandels werden unbezahlbar. Eine emissionsarme Zukunft wird eine bessere Zukunft. Sauberer. Gesünder. Gerechter. Stabiler. Nicht nur für einige, sondern für alle.“Der Schauspieler Leonardo DiCaprio zu den Gipfelteilnehmern in New York: „Der Klimawandel ist die größte Herausforderung der Geschichte. Es geht um unser Überleben.“

Zumindest im Moment bewegt sich die Großindustrie in den USA in Richtung Energiewende schneller als in Deutschland.

Quelle: © Franz Alt 2014

Portrait von Dr. Franz Alt
Dr. Franz Alt (© Bild: privat)

Über Dr. Franz Alt

Dr. Franz Alt hat politische Wissenschaften, Geschichte, Philosophie und Theologie studiert. Er war 20 Jahre Leiter und Moderator von „Report Baden-Baden“, bis 2003 Leiter der Zukunftsredaktion des SWR sowie Leiter und Moderator des 3sat-Magazins „Grenzenlos“. In den letzten Jahren hat er sich zudem als anerkannter und leidenschaftlicher Experte für die Bereiche Erneuerbare Energien sowie Energie- und Umweltpolitik etabliert. Er wurde von der EU-Kommission mit dem „Europäischen Solarpreis für Publizistik“ ausgezeichnet und hält jährlich hunderte Vorträge im gesamten deutschsprachigen Raum. Darüber hinaus wird er auch regelmäßig von ausländischen Regierungen gebeten, das deutsche Erneuerbare Energien Gesetz vorzustellen, das international als Vorbild für eine regenerative Energiewende mit der Zielgröße der Energieautarkie gilt.

Für weiterführende Informationen siehe seine Website www.sonnenseite.com.

Oliver Foitzik

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