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SEO: Die häufigsten Suchbegriffe, kostenfreies eBook und Leitfaden für Unternehmen

Bild: Google
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Wer bei Suchmaschinen ganz oben steht bekommt auch die meisten Besucher auf seine Website und hat den größten betriebswirtschaftlichen Nutzen. Oder genauer: Wer bei Google in den Suchergebnissen am weitesten oben steht, hat die größte Sichtbarkeit und die meisten Zugriffe auf seine Seite. Denn laut dem Statistikportal Statista entfielen rund 90,89 Prozent aller Suchanfragen zwischen April 2012 und April 2013 weltweit auf Google. Es folgen Microsofts Suchmaschine Bing mit 3,35 Prozent, Yahoo mit 3,03 Prozent, Baidu mit 0,53 Prozent und Babylon mit 0,40 Prozent – alle weiteren kommen zusammen auf rund 1,81 Prozent.

Laut der Statistikseite WebHits ist der Marktanteil von Google in Deutschland etwas geringer: Google kommt demnach hierzulande (Stand Juli 2013) auf einen Marktanteil von rund 80,0 Prozent, Hauptkonkurrent Bing auf 6,5 Prozent, Yahoo auf 4,3 Prozent und T-Online auf 3,1 Prozent.

Die Top-Suchbegriffe in Deutschland 2012

In Deutschland werden jeden Monat über vier Milliarden Suchanfragen generiert. Das ergibt rund 107 Anfragen pro Internet-User und Monat oder 3,5 Anfragen pro Tag. Häufig werden Suchanfragen gestellt, um Produkte oder Anbieter über Suchmaschinen zu finden, sich über die Details zu informieren und die Preise miteinander zu vergleichen. Laut dem Google Zeitgeist 2012 waren allerdings die Top-Suchbegriffe im Jahr 2012 auf dem deutschsprachigen Segment Google.de viel trivialer und eher der Freizeit zuzuordnen. Es domierten die Fussball-EM 2012, der 2012 verstorbene Dirk Bach, die Olympiade in London sowie der Rekord-Fallschirmspringer Felix Baumgartner.

Nur ein Drittel aller Unternehmen beschäftigt sich mit seinem SEO-Ranking

Dennoch ist es gerade für Unternehmen essentiell, vor ihren Konkurrenten in den Suchergebnissen zu erscheinen, besonders da sich die Kaufentscheidungen mehr und mehr ins Internet verlagern. Denn im Internet sind nicht nur alle relevanten Informationen zu bekommen, der Online-Handel bietet dem Kunden auch jede Menge Zeitersparnis und meist noch einen Kostenvorteil. Allerdings gewinnt ein weiterer Aspekt immer mehr an Bedeutung: Die Empfehlungen und Urteile anderer Konsumenten, die ein Produkt oder eine Dienstleistung bereits bewertet haben.

So schreibt die Marketing-Expertin Anne M. Schüller in ihrem kostenfreien E-Book „Empfehlungsmanagement – Die beste Vertriebsmannschaft aller Zeiten“: „Umsätze steigen nicht länger proportional zum Werbedruck, sondern mit der Güte der Reputation, der Wertigkeit der Mundpropaganda und der Zahl der aufrichtigen Weiterempfehlungen. Werbung, auf die zu achten es sich lohnt, kommt nun vornehmlich aus dem Kreis engagierter Verbraucher. (…) Menschen beobachten verstärkt, was andere mögen – und folgen dem dann.“

Das hohe Vertrauen der Konsumenten in die User- und Nutzerbewertungen hatt kürzlich auch eine Studie von Wissenschaftlern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und der Technischen Universität (TU) Darmstadt aufgezeigt (Link zur Studie): Werden bei den Produktbeschreibungen auch Meinungen und Empfehlungen anderer Konsumenten angezeigt, hat dies eine deutlich verkaufsfördernde Wirkung. Die Studie belegt ein Umsatzplus von rund 13 Prozent gegenüber der Kontrollgruppe, die die Kundenempfehlungen auf den gleichen Produktseiten nicht eingeblendet bekamen. Die Wahrscheinlichkeit überhaupt etwas online zu kaufen, ist dabei mit Empfehlungen sogar um 22 Prozent höher.

Umso erstaunlicher ist es, dass sich nur rund ein Drittel der Unternehmen in Deutschland aktiv damit befassen, wie sie in den Suchergebnissen positioniert sind.

Mit SEO zum Erfolg

Die Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO (Search Engine Optimization), kann man vereinfacht als die Gesamtheit aller Maßnahmen bezeichnen, die dem Zweck dienen, das Ranking einer Website innerhalb von Suchmaschinen zu verbessern. SEO beinhaltet dabei eine Vielzahl von einzelnen Aspekten, wie die inhaltliche Ausgestaltung von Websiten, die Aufbereitung und die Darstellung des Contents bis hin zu den Verlinkungen zu anderen Seiten im Web und entsprechenden Backlinks. Dabei lässt sich SEO als Teildisziplin des Search Engine Marketings (SEM) einordnen, welches man wiederum zum Online-Marketing zählt und das neben der SEO auch das SEA, also Search Engine Advertising – die Bewerbung der eigenen Website innerhalb von Suchmaschinen per Anzeigenschaltung – beinhaltet.

Am hohen Nachholbedarf bei der Suhcmaschinenoptimierung für Unternehmen besteht also kein Zweifel. Die Frage ist nur: Wie wird die eigene Unternehmens-Website besser gesehen und was muss man dafür tun, um besser gesehen zu werden?

So sind beispielsweise „Offpage“-Kriterien (z.B. von wo und wie man verlinkt ist) heutzutage tatsächlich wichtiger als „Onpage“-Elemente wie zum Beispiel optimale Title Tags oder die Keyword-Dichte. Ein schönes Beispiel ist die Downloadseite des Acrobat Reader. Beim Suchbegriff „hier“ steht sie bei Google von rund 1.270.000.000 Treffern auf Platz 1, obwohl das Wort „hier“ darauf kein einziges Mal auftaucht. Der Grund: Viele Webmaster platzieren neben Links zu PDF-Dateien den Satz: „Klicken Sie hier, um den Acrobat Reader herunterzuladen.“ Der Link im Wort „hier“ zeigt dabei immer auf die Acrobat-Downloadseite.

Professionelle Unterstützung beim SEO unerlässlich

Die Suchmaschinen verändern laufend ihre Suchalgorythmen. Entsprechend muss man sich nicht nur tief in die Materie einarbeiten, sondern auch laufend am Ball bleiben, um ein bestmögliches SEO zu erreichen. Besonders für Mittelständler, die dies vom Personalaufwand nicht intern abdecken können, bieten sich spezialisierte Dienstleister an, z.B. SEO Dienstleister in Stuttgart. Weitere Anbieter im Bereich SEO lassen sich auch gut über Google finden. Hier noch der Leitfaden “Social Search” mit 25 Praxistipps zur Suchmaschinenoptimierung für Unternehmen des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW).

(mb)

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Marc Brümmer

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