Wirtschaft

Stellenwert und Herausforderungen von Produkten „Made in Germany“

agitano, produkte

Wenn es um Produktqualität geht, vertrauen viele Menschen auf Labels. Diese gewährleisten, dass gültige Normen und gesetzliche Vorgaben eingehalten werden. Das stärkste Qualitätslabel der Welt ist dabei „Made in Germany“, dass auf die Produktherkunft verweist. Das belegt eine aktuelle Studie der internationalen Data und Analytics Group YouGov und der britischen Cambridge Universität, die Menschen aus 23 Ländern befragten. Demnach genießen Produkte aus Deutschland weltweit den besten Ruf. Das war nicht immer so. Was „Made in Germany“ ursprünglich bedeutete, für was es heute steht und welche Herausforderungen entsprechende Hersteller zukünftig bewältigen müssen, beleuchtet der folgende Beitrag.

Was bedeutete das Label ursprünglich?

1887 gilt als Geburtsjahr des Labels „Made in Germany“. Zu dieser Zeit wurde das britische Handelsmarkengesetz – der „Merchandise Marks Act“ – beschlossen, wonach Produkte aus Deutschland mit „Made in Germany“ gekennzeichnet werden mussten. Auslöser waren die Konkurrenzsorgen eines britischen Messerproduzenten. Dieser wollte die eigenen, hochwertigen Produkte von den damals minderwertigen Kopien aus Deutschland abheben. Der Herkunftshinweis galt insofern als Warnung für Kunden, was die deutsche Konkurrenz vom Markt drängen sollte.

Wofür steht „Made in Germany“ heute?

Spätestes seit dem Ende des 19. Jahrhunderts holten deutsche Produzenten jedoch auf in Sachen Produktqualität. Damit entwickelte sich das Label „Made in Germany“ nachhaltig von der Warnung zum absoluten Qualitätshinweis, der im Zuge der Globalisierung auf der ganzen Welt bekannt wurde. Demnach ist das Label auch heute noch ein Synonym für hervorragende Entwicklung und hochwertige Verarbeitung. Das gilt etwa für Antriebssysteme, wie die besonders zuverlässigen und leistungsstarken original „Made in Germany“ Vogel Antriebe. Diese können je nach Einsatzgebiet modifiziert und auf die jeweiligen Kundenanforderungen angepasst werden. Zum Einsatz kommen diese etwa bei Werkzeugmaschinen, in der Intralogistik oder auch in der Robotok. Außerdem weist die deutsche Industrie eine deutlich stärkere Innovationsorientierung auf, als in vielen anderen Ländern Europas. So bringen deutsche Betriebe vergleichsweise mehr Weltneuheiten auf den Markt, als ihre internationale Konkurrenz.

Welche Herausforderungen stehen bevor?

Deutsche Unternehmen produzieren ohne Zweifel hervorragende Waren. Und das in einer Reihe von Bereichen qualitäts- oder sogar weltmarktführend. Allerdings wäre es fatal, sich auf dem glänzenden Image auszuruhen und den Puls der Zeit zu verpassen. Denn die Gegenwart ist geprägt von einer immer höheren Preissensibilität der Kunden, die es zu beachten gilt. Dazu verkürzen sich Produkt-Lebenszyklen zunehmend, wodurch klassische Zertifizierungen nicht mehr in vollem Umfang greifen können. Zwei der größten Herausforderungen für Hersteller von Produkten „Made in Germany“ ist sicherlich die Digitalisierung und der steigende internationale Wettbewerb. So sorgt etwa China für zunehmenden Konkurrenzdruck in den Branchen Maschinenbau, IT- sowie Energietechnologie. Aktuell ist China nach Deutschland bereits der zweitgrößte Maschinenexporteur weltweit, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) kürzlich bekanntgab.

Karin Kreuzer

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