Finanzen

Was bringt die Kfz-Händlerversicherung?

Wer sein Auto beim Vertragshändler kauft, bekommt häufig weitere Leistungen angeboten. Eine Kfz-Versicherung gehört in vielen Fällen dazu. Der Versicherungsabschluss über den Händler erscheint bequem: bei Wartung, Reparatur oder Unfall muss der Autobesitzer sich nur noch an eine Adresse wenden und sich selbst um nichts mehr kümmern. Günstig ist die Händlerversicherung aber nicht unbedingt.

Untersuchung der Stiftung Warentest

Darauf weist aktuell eine Untersuchung der Stiftung Warentest hin. Dabei wurden stichprobenartig verschiedene Kfz-Versicherungen im Autohändler-Vertrieb unter die Lupe genommen. Befragt wurden sieben Herstellerbanken zu ihrem jeweiligen Angebot bei Haftpflicht- und Vollkaskoversicherungen. Dazu wurde ein Musterfall mit einem 35-jährigen Angestellten zugrunde gelegt.

Händlerversicherung oft teurer

Kfz-Versicherungsvergleich
(Bild: Thorben Wengert / pixelio.de).

Die Ergebnisse waren ernüchternd. Im Vergleich zu einer Referenzversicherung am freien Markt schnitten fünf von sieben Herstellerpolicen beim Preis schlechter ab, nur eine Herstellerbank war günstiger. Ein befragtes Institut machte keine Angaben. Bei der Geschäftspolitik verfolgen die Anbieter durchaus unterschiedliche Strategien. So werden Versicherungen oft nur Kunden mit einer Kredit- oder Leasingfinanzierung angeboten. Manchmal werden nur Neuwagen, manchmal auch Gebrauchte versichert. Ein Anbieter verzichtete auf eine Klasseneinteilung – ein Vorteil für Fahrer teurer Klassen. Auch bei der Rabattpolitik wurden Unterschiede festgestellt. Der Trend geht dabei allgemein zum Angebot von Komplettpaketen, bei denen Wartung, Service und Versicherung integriert sind. Das erschwert Versicherungsvergleiche.

Angebote am freien Markt prüfen

Die Untersuchung kommt trotz der eher negativen Gesamtbewertung zu dem Schluss, dass im Einzelfall die Händlerversicherung auch attraktiv sein kann. Auf jeden Fall empfiehlt sich immer ein Vergleich des Händlerangebots mit Versicherungen am freien Markt. Gerade im Bereich der Kfz-Versicherung hat hier in den letzten Jahren viel Bewegung stattgefunden.

Günstige Direktversicherer

Direktversicherer haben eine immer größere Bedeutung beim Versicherungsabschluss gewonnen, der klassische Vertrieb über Vermittler verzeichnet dagegen rückläufige Anteile. In keiner anderen Versicherungssparte spielt das Internet als Vertriebsweg inzwischen eine so große Rolle wie in der Kfz-Versicherung. Nach Angaben der Unternehmensberatung PwC werden inzwischen rund 15 Prozent der Kfz-Versicherungen in Deutschland direkt vertrieben, die Hälfte davon über das Internet. Und der Anteil soll weiter steigen – im nächsten Jahr auf 20 bis 25 Prozent.

Günstige Konditionen dank Kostenvorteilen

Direktversicherer verfügen aufgrund eines fehlenden personalintensiven Vertriebs über günstigere Kostenstrukturen als herkömmliche Versicherungsunternehmen. Dank ihres schlanken Apparates können sie daher Kostenvorteile über günstige Konditionen an ihre Kunden weitergeben. Der intensive Wettbewerb sorgt automatisch dafür. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass Direktversicherer wie zum Beispiel AllSecur bei Neuabschlüssen und Versicherungswechsel die Nase vorn haben. AllSecur kann dabei auf sehr gute unabhängige Testurteile und Kundenbewertungen verweisen.

Vergleich lohnt sich

Wer am freien Markt gezielt nach einer Kfz-Versicherung sucht, findet im Vergleich zur Händlerversicherung meist deutlich günstigere Tarife. Wenn nicht unbedingt auf ein All-Inclusive-Paket Wert gelegt wird, ist daher der Abschluss einer herstellerunabhängigen Versicherung zu empfehlen. Konditionenvergleiche sind über entsprechende Vergleichsportale im Internet einfach und transparent möglich.

Oliver Foitzik

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