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Druck mit Resilienz meistern: Raus aus dem Schlechte-Laune-Sog

… aus der Themenserie „Stark wie Bambus: den täglichen Druck mit Resilienz meistern“ der Expertin für innere Kraft und Resilienz Katharina Maehrlein. Nach dem zweiten Teil „Krisen gestärkt überwinden – die vier Phasen der Veränderung folgt heute Teil 3: „An der positiven inneren Einstellung arbeiten – raus aus dem »Schlechte-Laune-Sog«“.

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Halbvoll, Optimismus, Pessimismus
Für die einen halbvoll, für die anderen halbller. Manche Menschen sehen überall nur Probleme. Halten Sie sich fern von diesen! (stummi123 / pixelio.de)

Auf dem Weg zur Arbeit waren Sie noch gut drauf, haben sich sogar auf die Kollegen gefreut, der Stau auf der Autobahn war an diesem Morgen kürzer als sonst, und im Radio lief gute Musik. Doch kaum haben Sie Ihr Büro betreten und das grimmige Gesicht Ihres Chefs gesehen, sinkt Ihre Stimmung wieder Richtung Nullpunkt. Sie spüren förmlich, wie Sie sich verkrampfen, der Kopfschmerz meldet sich wieder und der Tag ist „gelaufen“.

Auch in solchen Situationen hilft Ihnen Resilienz. Sie können lernen, belastenden Umständen eine positive Einstellung entgegenzusetzen und sich von Ihrer Umwelt nicht allzu stark beeinflussen zu lassen. Unter „positiver Einstellung“ verstehe ich, ein positives Menschenbild und die Fähigkeit zu entwickeln, sich von Problemen zu distanzieren, sich nicht überwältigen zu lassen und gelassen zu bleiben. Dies gibt Ihnen Halt, Kraft und Ausdauer, widrige Gegebenheiten besser zu ertragen und zu bewältigen. Wie Sie an Ihrer positiven Einstellung arbeiten können:

1. Enttarnen Sie Miesepeter und Rechthaber

Manche Menschen sehen überall nur Probleme; worüber sie auch nachdenken und sprechen, es sind negative Dinge. Sie sehen nur, was ihnen fehlt und was möglicherweise schiefgehen könnte. Sie blenden dabei alles aus, was gut ist. Wenn Sie beschwingt vom herrlichen Wetter und tollen Wochenendmöglichkeiten sprechen, kommt garantiert: „Ja, aber überall sind dann so viele Leute.“  Wenn Sie mit Begeisterung von Ihren Plänen sprechen, legt sich die Stirn des Miesepeters garantiert in tiefe Falten und er lamentiert: „Überleg dir das lieber noch mal, du machst immer so verrückte Sachen, da kann dir sonst was passieren.“ Daneben gibt es die Oberlehrer, die uns mit ihren unerwünschten Ratschlägen ständig ausbremsen und in unserern Höhenflug stoppen. Wenn Sie zum Beispiel motiviert an der Lösung eines kniffligen Problems arbeiten, sagen sie: „Das klappt sowieso nicht, die Kunden haben wieder unmögliche Vorstellungen.“ Enttarnen Sie solche Menschen und halten Sie sich nach Möglichkeit von diesen fern! Schotten Sie sich so gut es geht von ihnen ab, um sich von deren Verhalten nicht beeinträchtigen zu lassen. Denn den größten Einfluss auf unsere Stimmung haben – außer uns selbst – die Menschen, mit denen wir zusammen leben und arbeiten. Was andere Menschen tun und sagen, löst in uns etwas aus – im positiven, aber leider oft auch im negativen Sinne.


2. Werden Sie sich des „Schlechten-Laune-Sogs“ bewusst

Sicher haben Sie auch schon erlebt, wie Sie morgens an der Ampel gelangweilt in das Fenster des neben Ihnen stehenden Autos sehen und beobachten, wie der Mensch darin fröhlich singt und im Takt der – für Sie unhörbaren – Musik wippt. Und wie diese gute Laune auf einmal auf Sie überschwappt, Sie auch Ihr Radio aufdrehen und der Tag ein bisschen heller wird. Genau das Gleiche passiert leider auch mit schlechter Stimmung. Jeder Kontakt mit einem Jammerer, Lästerer, Negativschwätzer kostet Ihre Energie und übt einen Sog auf Sie aus, der Sie mitzieht.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Halten Sie die schlechte Laune fern

Christoph Schroeder

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