Business Networking – Interview mit Dr. Bernd Huber, COMPUS

Aug 13 2011 • ManagementKeine Kommentare

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Im Vorfeld des am Donnerstag, 13.10.2011, stattfindenden 55. Roundtable des MUK-IT zum Thema "Wie ich mein Networking verbessern kann" wurden ausgewählte Führungskräfte und Unternehmer über Ihre Erfahrungen im “Business Networking” interviewt.

Das erste Interview dieser Gesprächsrunde wurde mit Dr. Bernd Huber, Geschäftsführer der COMPUS Computer GmbH, durchgeführt.

1. Bitte stellen Sie sich kurz vor:

Ich heiße Bernd Huber und bin seit 15 Jahren Geschäftsführer der COMPUS Computer GmbH. Davor war ich in verschiedenen internationalen Konzernen als General Manager und Geschäftsführer tätig. Meine "Spezialgebiete" sind High-Tech-Marketing, Geschäftsstrategie, Geschäftsprozesse und Controlling. Die COMPUS Computer GmbH ist eines der führenden IT-Systemhäuser im Großraum München mit dem Schwerpunkt Kanzleien und Mittelstand im DATEV- und Microsoft-Umfeld. Wir liefern IT-Infrastruktur und entwickeln Softwarelösungen auf der Basis von Microsoft .net und Dynamics AX.

2. Was bedeutet für Sie "Networking"?

Networking ist ein Geschäftsprozess zwischen Geschäftspartnern, der weit in das Emotionale und manchmal auch Private hineinreicht. Es geht um Gedankenaustausch, Erfahrungsaustausch und praktische Unterstützung bei Projekten. Die Basis ist dabei gegenseitiges Vertrauen und damit Offenheit. Das Ergebnis ist, dass Partner, die sich in Netzwerken bewegen, grundsätzlich besser aufgestellt sind.

3. Inwieweit ist für Sie ein funktionierendes Business Netzwerk wichtig und wie pflegen Sie dies?

Manchmal neigen wir zu einem "Tunnelblick" und sind nicht offen für neue Ideen und Entwicklungen. Manchmal benötigen wir ganz einfach Unterstützung in bestimmten Bereichen und wissen nicht, wo wir ansetzen sollen. In beiden Fällen habe ich persönlich über Netzwerke entscheidende Hilfen erhalten, ohne die der Erfolg der COMPUS Computer GmbH nicht denkbar gewesen wäre.

4. In welchem Rahmen nutzen Sie Ihre eigenes Business Netzwerk und welche Erfahrungen haben Sie dabei gemacht?

Ich habe vor 12 Jahren die Service-Connect-Gruppe, ein Verbund von inzwischen 14 DATEV-Systempartnern in Deutschland, gegründet und bin seit fast 10 Jahren Mitglieder des Münchner Unternehmerkreises (MUK IT). Seit einigen Monaten pflegen wir im Office Solution Network eine lösungsorientierte Partnerschaft. In allen Fällen hat sich der Einsatz voll gelohnt. Dabei sind aber auch informelle Netzwerke von großer Bedeutung. Hier sind vor allem die Microsoft Partner zu nennen, die man auf Partnerkonferenzen regelmäßig trifft und sich austauscht.

5. Nutzen Sie auch virtuelle Netzwerk, wie Facebook & Co.? Wenn ja, in welcher Form und welche Erkenntnisse haben Sie hier gewonnen?

Ich persönlich arbeite sowohl mit Xing als auch mit Facebook. Bei Twitter werde ich verrückt. Xing ist auf jeden Fall professionell relevant und kann zur Suche nach den richtigen Netzwerkpartnern sehr gut eingesetzt werden. Facebook ist eher ein Marketinginstrument und nur scheinbar auf den privaten Bereich beschränkt. Der große Gewinner wird m. E. am Ende Facebook sein.

6. Wie organisieren Sie das Networking / Beziehungsmanagement unter den Mitarbeitern im eigenen Unternehmen und wie wird dieses gefördert?

Hier versuche ich mit meinen Kontakten für die Mitarbeiter situativ die notwendigen Kontakte aufzubauen, die danach "Selbstläufer" werden. Hier ist jeder Mitarbeiter ermutigt, innerhalb unserer etablierten Netzwerke aber auch darüber hinaus, sein eigenes informelles Netzwerk aufzubauen.

7. Was würden Sie anderen Führungskräften und Unternehmern in Sachen Business Networking mit auf den Weg geben?

Networking ist keine Option, sondern ein Muss! Dies gerade bei kleinen Firmen, die im Netzwerk fast wie Konzerne auftreten und damit auch größere Projekte stemmen können. Der Vorteil dabei: Die Kombination der Flexibilität eines Mittelständlers mit der Ressourcenstärke eines Konzerns.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview wurde von Lutz Steffen, Gründer des Münchner Unternehmerkreises IT, und Oliver Foitzik, Geschäftsführer der FOMACO GmbH und Gründer von AGITANO, durchgeführt.

 


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