Deutschland

Deutscher Arbeitsschutzpreis 2013 – Prävention und Gesundheit zahlen sich aus

Mit dem Deutschen Arbeitsschutzpreis werden alle zwei Jahre Unternehmen ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße für die Sicherheit und Gesundheit ihrer Mitarbeiter engagieren. Gefragt sind clevere Konzepte und Prozesse oder neuartige Produkte und Technologien. Maßnahmen, die den Arbeitsschutz in deutschen Betrieben wirksam verbessern – und zum Nachmachen anregen.

Deutscher Arbeitsschutzpreis 2012

Mitmachen können Unternehmen und Institutionen aller Branchen und Größen – vom Kleinstbetrieb bis zum Konzern – sowie Einzelpersonen. Der Deutsche Arbeitsschutzpreis wird in den beiden Kategorien „Produktlösungen“ und „Prozesslösungen“ vergeben und ist mit insgesamt 40.000 Euro dotiert.

Worum geht’s beim Deutschen Arbeitsschutzpreis 2013?

Der Preis zeichnet Unternehmen aus, die mit cleveren Prozessen und Produkten zu mehr Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz beitragen. Nach dem Motto „Gutes tun und darüber reden“ sorgt er dafür, Best-Practice-Beispiele über einzelne Betriebe hinaus bekannt zu machen.

Prävention zahlt sich aus:

„Rückenleiden und andere Krankheiten, die unter anderem durch Stress begünstigt werden, haben in den vergangenen Jahren alarmierend zugenommen. In einer aktuellen Erhebung gab fast jeder dritte Beschäftigte an, sich durch hohen Zeitdruck oder organisatorisch bedingte Probleme belastet zu fühlen. Dem gilt es durch entsprechende Maßnahmen entgegenzuwirken.“ Dr. Walter Eichendorf, stellvertretender Hauptgeschäftsführer, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV).

„Arbeitsunfähigkeit ist teuer, besonders für kleinere Unternehmen. Denn dort lässt sich eine fehlende Arbeitskraft nicht ohne Weiteres ersetzen. Vor diesem Hintergrund möchten wir insbesondere kleine und mittelständische Betriebe motivieren, in einen systematischen Arbeitsschutz und ein aktives Gesundheitsmanagement zu investieren. Vorsorgen zahlt sich aus, das ist inzwischen erwiesen.“ Steffen Röddecke, Vorsitzender, Länderausschuss für Arbeitsschutz
und Sicherheitstechnik (LASI).

„Viele Arbeitnehmer wünschen sich, Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren zu können. Unternehmen, die beispielsweise flexible Arbeitszeitmodelle
oder Home Office-Lösungen anbieten, können hier punkten. Sie haben geringere Fehlzeiten und fördern die Bereitschaft, sich dauerhaft zu engagieren. “ Michael Koll, Leiter der Unterabteilung Arbeitsschutz, Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).

Die Bewertungskriterien:

Eine unabhängige Expertenjury, der Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Verbänden und Wissenschaft angehören, prämiert die eingereichten Beiträge. Unter Berücksichtigung der Betriebsgröße fließen folgende Kriterien in die Bewertung ein:

  • • Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit des vorgestellten Konzepts/Produkts
    • Konkrete Umsetzung im Unternehmen
    • Innovationsgrad der Maßnahme(n)
    • Übertragbarkeit auf andere Betriebe

Die Ausrichter:

Als gemeinsame Ausrichter stehen das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), der Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI) und die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hinter dem Deutschen Arbeitsschutzpreis 2013, der Teil der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) ist. In der GDA führen die Träger ihre Aktivitäten rund um den betrieblichen Arbeitsschutz zusammen.

Bewerben Sie sich hier um den Deutschen Arbeitsschutzpreis 2013. Einsendeschluss ist der 15. Februar 2013. Die Gewinner werden im November 2013 auf der Messe A+A – dem weltweit größten Fachforum für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit – in Düsseldorf bekannt gegeben.

Mehr Informationen und die Bewerbungsunterlagen finden Sie hier: www.deutscher-arbeitsschutzpreis.de

Kontakt für Rückfragen/Bewerbung:

Deutscher Arbeitsschutzpreis
Postfach 190209, 53037 Bonn
Tel.: 0228 91514-148
Fax: 0228 210 833
E-Mail: info@deutscher-arbeitsschutzpreis.de

Best-Practice – Betriebe, die bereits mit dem Deutschen Arbeitsschutzpreis ausgezeichnet wurden:

A.H. Winterberg GmbH & Co. KG, Gebäudereinigung:
Im Rahmen der umfangreichen Präventionsmaßnahmen führt das Unternehmen unter anderem Gefährdungsbegutachtungen von Objekten durch, stattet Mitarbeiter mit der neuesten Sicherheitsausrüstung aus und bietet mehrsprachige Präventionsschulungen an.

Schiller Zahntechnik, Dentallabor:
Mitarbeiter decken hier als Vorbilder und Experten verschiedene Bereiche der Arbeitssicherheit sowie körperlicher und geistiger Gesundheit ab. Angefangen bei der Fachkraft für Arbeitssicherheit über Ansprechpartner in Sachen Ernährung bis hin zu Freizeitsportlern, die mit ihrer Motivation andere anstecken und ihr Fachwissen weitergeben.

RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH, Bergwerkbetreiber:
Ein Team von Mitarbeitern entwickelte eine automatische Bodenausleuchtung für Flurförderzeuge – und trug dazu bei, Unfälle beim Besteigen der Fahreuge zu vermeiden.

Glatfelter Falkenhagen GmbH, Produzent von Haushalts- und Hygieneartikeln:
Führungskräfte werden umfassend auf ihre Rolle als Vorbilder und Verantwortliche für die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten vorbereitet. Beispielhaft: Glatfelter besitzt ein eigenes Gesundheitszentrum. ZF Friedrichshafen AG, Standort Schweinfurt, Automobilzulieferkonzern Mit seinem Präventionsprogramm „Fit for life“ ist es dem Betrieb am Standort Schweinfurt gelungen, die Zahl der Unfälle und Krankheitstage seiner Auszubildenden zu reduzieren. Es umfasst u.a. regelmäßige Veranstaltungen zu Themen wie „Bewegung und Gesundheitsförderung“ oder „Sicherheit und Unfallvermeidung“.

(mb / mit Informationen des Deutschen Arbeitsschutzpreises)

Marc Brümmer

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