Empfehlung

ErfolgsRessource Natur – Kreativität durch Abstand

… aus der inspirierenden Themenserie von Jörg Romstötter „ErfolgsRessource Natur – So heben Sie verborgene Leistungs- und Kreativitätsschätze Ihrer Mitarbeiter“. Erfahren Sie heute, wie die Natur unser Bewusstsein generell erweitert.

Denn das Gute liegt so nah

Je größer die Gegensätze, desto besser erkennen wir Details. Den Wert von Gesundheit erkennen wir oft erst in der Krankheit. Wie sehr freie Zeiteinteilung beflügelt, wird uns erst im überbordenden Termindruck wirklich klar. Wie nahe wir Lösungen sind, wird uns erst in der Betrachtung von Ferne deutlich. Der fernste Ort von unserer Arbeits-Alltags-Welt ist nun einmal die Natur. Es gibt keinen Ort auf Erden, der in all seinen Ausprägungen ferner von unseren üblichen Arbeitsorten sein könnte.

Die Natur ist randvoll mit Leben, in unseren Bürosilos sind meist nur die Menschen das einzig lebende Inventar. Unsere Städte bestehen buchstäblich aus Hektik, Lärm, Gedränge, Gestank und Schmutz. Die Natur ist Ruhe und Stille selbst, sie ist der Inbegriff von Reinheit, Eleganz und Schönheit.

Leben im Zeitgefühl der Natur

Zeit, Zeitmanagement, Uhr, Uhrwerk
Gelangen wir an fremde Orte, scheint die Zeit still zu stehen. (Bild: Lupo / pixelio.de)

Unser Alltag mit seiner Erfüllungsroutine lässt uns wie in einer Alltagstrance die Dinge abarbeiten. Egal wie aufmerksam wir auch immer sein mögen. Durch die Routine verfallen wir in Gewohnheiten, die eine qualitativ hochwertige Reflexion des eigenen Tuns und Fühlens unmöglich macht. Gelangen wir jedoch an fremde Orte, scheint die Zeit wie still zu stehen. Wir erleben im Urlaub häufig in der ersten Zeit ein völlig anderes, langsameres Zeitempfinden, bis auch dort wieder Routine einkehrt. Viel intensiver noch passiert dies in der Natur. Hier sind wir nicht nur aus unserem üblichen Umfeld herausgelöst, wir sind sogar weitgehend unbeeinflusst von diesem. Nur was wir in Gedanken in uns mitschleppen, lässt uns die gewohnte Lebensgeschwindigkeit anstreben. Nach einer Zeit des „Ausrollens“ beginnen wir im Zeitgefühl der Natur zu leben. Wir erkennen es daran, dass wir uns „angekommen“ fühlen. Das kann bisweilen dauern. Je stärker wir hier am gewohnten Speed festhalten, desto länger dauert es und desto unwohler, ja sinnloser und Zeit verschwendender, fühlen wir uns beim Aufenthalt in der Natur.

In der Natur zählt nur unserer Inneres

Mit der Zeit gelingt es uns, unser Tun im Alltag, im Beruf mit Distanz zu betrachten und Facetten zu erkennen, die uns sonst verborgen blieben. In der Natur finden wir die größtmögliche Distanz. An jedem vom Menschen gemachten Ort sind wir näher an unserer Alltagswelt als in der Natur. Jeder Mensch der uns begegnet, lässt uns unsere gewohnten Verhaltensmuster einnehmen. Allein in der Natur sind wir ganz so wie wir wirklich sind, wo wir uns trauen, uns selbst genau zu betrachten. Hier können wir die optimalste Bipolarität der Natur zu unserer Alltagswelt erleben: Im Alltag bekämpfen wir permanent Mängel verschiedenster Herkunft und Ausprägung. In der Natur erleben wir pure Fülle. Im Job herrscht Druck, und im akuten Zeitmangel müssen wir ständig viel bewältigen. In der Natur verschwindet der Zeitbegriff, wir werden ruhig und gelassen.

Im Beruf erleben wir Konfrontation, Konkurrenz, Angriffe mit beständigem Leistungsbeweis. In der Natur gibt es nur innere Konflikte frei von jeglichem Leistungsbegriff. Sich dies klarzumachen, bedeutet Heilung von vielen Dingen. Das Leben im Alltag definiert sich vorwiegend im Äußeren Schein. In der Natur zählt dieser nicht und wir erleben unser Inneres auf eine besonders ehrliche Weise.

Im Beruf erleben wir Energiegewinn meist nur bei Leistungsanerkennung. Die Natur spendet uns bedingungslos sofort und permanent Energie, die sich in gesteigerter Vitalität und Kreativität bemerkbar macht. Die Natur verlangt dafür von uns keine Leistung, sie offeriert uns dies alles, wenn wir einfach nur „da sind“.

Die Natur – ein Ort des neuen Luxus und der Stille

Natur, Stille, Ruhe
Die Natur als Ort der Stille lässt unser gewohntes Leben von Konsum und dem Streben nach Mehr mal vergessen. (Bild: Rainer Sturm / pixelio.de)

Im Alltag nehmen wir durch unsere Aufgaben eine stark fokussierende Sichtweise ein. Draußen erweitert sich mit unserem tatsächlichen Sichtfeld auch unsere innere Wahrnehmung. Die berufliche Belastung reduziert unser Körperempfinden auf ein Minimum. Die Natur unterstützt uns in einer vollständigen Körperwahrnehmung mit allen Sinnen. In unserer Alltagswelt sind Geräusche Permanenz. Die Natur ist der Ort der Stille. Unser gewohntes Leben ist von Konsum und dem Streben nach Mehr geprägt. Die Natur relativiert jeglichen Konsum auf das unbedingt Nötige und ermöglicht uns, Luxus neu zu definieren: viel Platz, frische Luft und sauberes Wasser. Ein Luxus, den wir erst heute wieder als echten Luxus empfinden. Denn für uns Menschen war es die längste Zeit unserer Entwicklungsgeschichte normal, vollständig in der Natur zu leben. Uns in der Natur aufzuhalten, ist an sich das Normalste für uns. Deshalb können wir das auch: sofort Zugang zu den Kräften der Natur finden, unser Tun wirksam zu reflektieren und uns unserer Natur entsprechend förderlich beeinflussen lassen.

Transformation durch Einsamkeit

Gerade die Einsamkeit in der Natur ist es, die uns tief blicken lässt. In uns selbst vor allem und auch in die Mechanismen unserer Alltagswelt. Die Überlieferungen zeigen in der Begründung der Weltreligionen Buddhismus, Neues Testament des Christentums sowie Islam ein identisches Bild. Alle Religionsbegründer wählten freiwillig eine gehörige Zeit der Einsamkeit in der Natur von Flusstal, Wüste oder Berg, bevor sie mit ihren Lehren an die Öffentlichkeit gingen. Die Überlieferer wiesen sicher mit Bedacht auf dieses starke Instrument der Bewusstseinserweiterung.

Doch Natur ist nicht gleich Natur. Jede Ausprägung der Natur hat ihren eigenen Einfluss auf uns. Eine Wüste beeinflusst unsere Gedanken und Empfindungen anders als ein üppiger Wald, eine Küste anders als ein Berg. Zudem sind die Elemente Feuer, Wasser, Erde, Luft beständige Begleiter von uns Menschen gewesen. Ihnen zu frönen ist mittlerweile der Inbegriff von Luxus. Wie Sie das alles für Ihren Erfolg nutzen können, erfahren Sie im nächsten Teil dieser Kolumne „Spiegel des Innern“.

Über Jörg Romstötter:

ErfolgsRessource Natur
(Foto: © Jörg Romstötter)

Berge und Business sind die beiden großen Leidenschaften von Jörg Romstötter. In der zweitgrößten Agrarorganisation der Welt, den Maschinenringen, entwickelte er sich rasch vom Sachbearbeiter und Einsatzleiter für landwirtschaftliche Fachkräfte und Erntegroßtechnik zum Bereichsleiter mit Prokura. Nach einem einjährigen Abstecher in die Unternehmensberatung wurde er mit gerade 32 Jahren Vertriebsleiter und kurz darauf Geschäftsführer der neu gegründeten Maschinenring Personaldienste GmbH.

Während seiner Karriere diente die Natur zunächst nur als Erholungsraum nach fordernden Tagen und Wochen im Business. Dadurch lernte Romstötter sie als ErfolgsRessource kennen. Seither wendet der Speaker, Trainer und Coach diese Techniken Ziel gerichtet an, verfeinert sie und gibt sie an sein Publikum weiter.

Mehr über Jörg Romstötter auf seinem AGITANO-Expertenprofil und im Internet unter jörg-romstötter.com.

Erfahren Sie in seinem letzten Beitrag ErfolgsRessource Natur: Bionik für jeden Beruf und jederzeit (2), wie wir die Natur als Gedankenstütze, Spiegelbild für Situationen oder unser eigenes Verhalten sowie als wertvolle Ideengeberin nutzen können.

 

Christoph Schroeder

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