Energiepolitik

Franz Alt: Hermann Scheer fehlt mehr denn je

…aus dem wöchentlichen Kommentar von Dr. Franz Alt.  Nach „Der Papst: „»Eine Schande für Europa«“ folgt heute: „Hermann Scheer fehlt mehr denn je“.

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„Der Kampf geht weiter“ schrieb mir der Vater des Erneuerbare-Energien-Gesetzes  (EEG), Hermann Scheer, wenige Tage vor seinem Tod als Widmung in sein letztes Buch. Diese Vorhersage ist drei Jahre alt. Selten aber aktueller als derzeit:  Das EEG müsse „grundlegend reformiert“ werden, forderten die Berliner Regierungsparteien, die SPD und dann auch die Monopolkommission – nicht zufällig zwei Wochen vor der Bundestagswahl.

Das Papier liest sich, als hätten es die Gegner der Erneuerbaren Energien wie der ehemalige Rösler in Auftrag gegeben. Als ob es der Verband der Chemischen Industrie persönlich in Auftrag gegeben hat.

Die Monopolkommission schlug ein Quotenmodell vor und übersieht, dass zum Beispiel das britische Quotenmodell grandios gescheitert ist. Beim Quotenmodell bestimmt nicht der Staat das Tempo der Energiewende, sondern die Energiekonzerne.

Beim Ausbau der Erneuerbaren Energien ist Großbritannien deshalb heute dort, wo Deutschland vor zehn Jahren war. Das britische Quotenmodell hat technologische Innovationen verhindert, ist wettbewerbsfeindlich und führt zu höheren Preisen für die Erneuerbaren als in Deutschland.


Lesen Sie auf Seite 2: Es ist kein Zufall, dass das deutsche EEG von 58 Ländern erfolgreich kopiert wurde.

Christoph Schroeder

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